Finanzen / Bilanzen

Waldenburger Versicherung setzt beim Thema Mitarbeitergesundheit auf Teamgeist und Ausdauer

Als Aspekt strategischer Unternehmensführung gewinnt das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Steigende Fehlzeiten, die Ausweitung des Fachkräftemangels und die immer deutlicheren Zeichen des demografischen Wandels rücken das Thema Mitarbeitergesundheit immer weiter in den Fokus. Wie viele Unternehmen hat auch die Waldenburger Versicherung verstanden, dass Unternehmenserfolg und Mitarbeitergesundheit untrennbar miteinander verbunden sind und BMG deshalb nicht mehr als freiwillige Zusatzleistung und „nice to have“ betrachtet werden darf, sondern als fester Bestandteil in die Unternehmensstrategie eingebunden werden muss. Das Ziel dabei ist klar: Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sollen die Gesundheit, die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten langfristig erhalten und fördern und damit gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist mehr als gesundes Sitzen

Gemeinsamer Frühsport nach chinesischem Vorbild mag für Deutschland keine Option darstellen, trotzdem verstehen immer mehr Unternehmen, dass Mitarbeitergesundheit nicht allein mit Maßnahmen der Arbeitsplatzergonomie umgesetzt werden kann. Gesundes Sitzen oder regelmäßiges Stehen am Schreibtisch trägt genauso zur Vermeidung von klassischen arbeitsbedingten Erkrankungen bei, wie sichere und ergonomische Bedingungen in der Produktion. Wirklich erfolgreich ist betriebliches Gesundheitsmanagement aber dann, wenn es nicht nur Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz schafft, sondern Mitarbeitende motiviert, selbst mehr auf ihre Gesundheit zu achten. Neben Bausteinen einer BGM-Strategie, von der Kostenübernahme für Sport- und Präventionsmaßnahmen in der arbeitsfreien Zeit bis hin zu Inhouse-Seminaren und Workshops zu Gesundheitsthemen, hat es sich als besonders effektiv erwiesen, Gesundheitsmanagement mit dem strategischen Personalmanagement zu verknüpfen und Firmenevents zu nutzen, um Mitarbeitergesundheit als ein Gemeinschaftsthema zu etablieren und vor allen Dingen mit Spaß erlebbar zu machen.

Laufen für Gesundheit und „die gute Sache“

Nachdem die Idee des Firmenlaufs bereits in den 1970er Jahren in den USA entstand, finden sich auch in Deutschland seit den 1990er Jahren erste Nachahmer. Etwa ab der Jahrtausendwende erfährt die Mischung aus sportlichem Wettbewerb, lokalem Ereignis und Firmenevent einen echten Boom. In fast allen größeren Städten treffen sich Mitarbeitende der lokalen Unternehmen meist einmal im Jahr, um in Teams mehr oder weniger ehrgeizige Laufstrecken zu bewältigen. Dabei steht der Spaß im Vordergrund. Darüber hinaus verfolgen Firmenläufe aber auch das Ziel, den Teamgeist und die Identifikation mit dem Unternehmen zu stärken, das Betriebsklima zu verbessern und nebenbei eine positive Außendarstellung des Unternehmens zu unterstützen. Im Sinne des Gesundheitsmanagements will der Firmenlauf nicht nur einmalig ein paar Stunden zur gemeinsamen sportlichen Aktivität aufrufen, sondern langfristig für den Laufsport motivieren. Zusätzlich sind die meisten Laufevents mit Charity-Aktionen verbunden, die zum Beispiel Spenden mit den zurückgelegten Kilometern verknüpfen. So verbinden Unternehmen mit ihrer Teilnahme auf unterhaltsame Weise Betriebliches Gesundheitsmanagement, strategisches Personalmanagement und Corporate Social Responsibility.

Die Waldenburger Versicherung nimmt die Herausforderung an

Auch für die Waldenburger Versicherung hat das Betriebliche Gesundheitsmanagement einen festen Platz im Unternehmensalltag. Als besonderes Highlight gehen Teams der Versicherung seit 2018 jedes Jahr beim Heilbronner Firmenlauf an den Start. Mit 10 bis 12 Läufern besetzt die Waldenburger Jahr für Jahr drei Teams, die sich einer Strecke von 5,75 km zwischen der Heilbronner Erwin-Fuchs-Brücke und der Haupttribüne des Frankenstadions stellen.

Mit jährlich 7.000 bis 8.000 Teilnehmenden versteht sich der Heilbronner Firmenlauf als einsteigerfreundliches Laufevent, das auch jenseits der Laufstrecke begeistern will. Die Waldenburger Versicherung verbindet den Lauf darüber hinaus mit den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens, die im Motto „rot ist das neue grün“ und in zahlreichen weiteren Aktionen Ausdruck finden: Jeden von Mitarbeitenden zurückgelegten Kilometer honoriert der Vorstand mit 10 Euro, die als Spende dem Waldenburger Moor zugutekommen. Dass es der Waldenburger dabei nicht vorrangig um die Außendarstellung des Unternehmens im Rahmen eines regionalen Events geht, konnte die Versicherung in den Jahren der Corona Pandemie unter Beweis stellen: In den Jahren 2020 und 2021 konnte der Heilbronner Firmenlauf aufgrund der strengen Kontaktbeschränkungen nicht wie seit 2009 gewohnt stattfinden. Anstatt sich mit dieser Situation abzufinden, entschied die Waldenburger Versicherung, den Firmenlauf ersatzweise als „Remote-Variante“ stattfinden zu lassen und lud seine Mitarbeitenden ein, in Distanz zu laufen, mit dem Rad zu fahren oder zu schwimmen und die dabei zurückgelegte Strecke zu melden.

Wie in den zurückliegenden „Nach-Corona-Jahren“ freuen sich die Teams der Waldenburger trotzdem auch in diesem Jahr, wieder als Teil des offiziellen Heilbronner Firmenlaufs antreten zu können. Bis zum 30. Juli 2026 um 19:00 Uhr bleiben ihnen noch ein paar Tage, sich vorzubereiten und die Sportschuhe einzulaufen, damit auch in diesem Jahr das inoffizielle Motto des Events „Vom Schreibtischtäter zum Firmenläufer“ erfolgreich umgesetzt wird.

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