IWiG – Jede Veränderung beginnt mit Wertschätzung
Das Gesundheitswesen steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Fachkräftemangel, steigender Kostendruck und neue Anforderungen an Qualität und Wirtschaftlichkeit verändern die Art und Weise, wie Kliniken arbeiten müssen. Viele Veränderungsprojekte konzentrieren sich dabei auf Strukturen, Technologien und Prozesse. Ein entscheidender Erfolgsfaktor wird jedoch häufig unterschätzt: der Mensch.
Denn Organisationen bestehen nicht aus Maschinen, die sich beliebig neu programmieren lassen. Sie bestehen aus Menschen mit Erfahrungen, Überzeugungen, Erwartungen und Emotionen. Mitarbeitende bringen nicht nur ihre Arbeitskraft ein, sondern auch Wissen darüber, wie Abläufe tatsächlich funktionieren, wo Probleme entstehen und welche Lösungen im Alltag praktikabel sind.
Trotzdem wird Veränderung in der Praxis häufig noch zu technisch betrachtet. Führungskräfte entwickeln Maßnahmenpläne – ähnlich wie Ingenieure. Dabei besteht die Gefahr, Mitarbeitende nur als Teil eines organisatorischen „Getriebes“ zu betrachten. Doch Veränderung entsteht nicht durch die Anpassung von Strukturen allein, sondern durch die Bereitschaft der Menschen, neue Wege mitzugehen.
Widerstand gegen Veränderungen ist deshalb nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Motivation. Häufig ist er Ausdruck fehlender Orientierung oder Unsicherheit. Mitarbeitende fragen sich: Warum ist diese Veränderung notwendig? Was bedeutet sie für meinen Arbeitsalltag? Wird meine Erfahrung berücksichtigt? Verliere ich Einfluss oder gewinne ich Gestaltungsmöglichkeiten?
Genau hier beginnt Wertschätzung. Sie bedeutet nicht nur Anerkennung für geleistete Arbeit, sondern vor allem, die Perspektive und Kompetenz der Mitarbeitenden ernst zu nehmen. Wer die Menschen frühzeitig einbindet, schafft Verständnis, reduziert Ängste und entwickelt eine höhere Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung.
Gerade bei Prozessveränderungen in Kliniken ist diese Beteiligung entscheidend. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie alle Berufsgruppen entlang der Versorgungskette kennen die täglichen Herausforderungen ihrer Arbeitsabläufe aus erster Hand. Sie wissen, wo Zeit verloren geht, Informationen fehlen oder unnötige Belastungen entstehen.
Modernes Workflow-Management schafft hierfür einen strukturierten Rahmen. Es verbindet Prozessanalyse mit Beteiligung und Qualifizierung. Nicht wertschöpfende Tätigkeiten werden sichtbar gemacht, Verbesserungspotenziale gemeinsam identifiziert und Lösungen systematisch entwickelt. Der Workflow Life Cycle unterstützt dabei, Veränderungen nicht als Einzelprojekt zu betrachten, sondern als kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsprozess.
Prof. Dr. Michael Greiling, Leiter des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG), beschreibt diesen Zusammenhang: „Nachhaltige Veränderung gelingt dort, wo Menschen nicht nur informiert, sondern befähigt werden, ihre Arbeitswelt aktiv mitzugestalten.“
Die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen zeigen deutlich: Kliniken benötigen nicht nur neue Technologien und effizientere Prozesse. Sie benötigen Organisationen, die Veränderung als gemeinsame Aufgabe verstehen. Eine Kultur, in der Mitarbeitende ihre Erfahrungen einbringen können, ist dabei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil – insbesondere angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels.
Fazit
Jede erfolgreiche Veränderung beginnt mit Wertschätzung. Sie schafft Vertrauen, fördert Beteiligung und bildet die Grundlage für nachhaltige Verbesserungen. Workflow-Management unterstützt Kliniken dabei, Prozesse transparenter zu machen und Mitarbeitende zu befähigen, aktiv an der Zukunft ihrer Organisation mitzuwirken. Denn die beste Prozessoptimierung entsteht nicht gegen Menschen – sondern mit ihnen.
Mehr erfahren:
Kostenfreie Sprechstunde
"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."
Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.
Ignaz-Reimann-Straße 4
48291 Telgte
Telefon: + 49 (0)2504 9337-110
Telefax: + 49 (0)2504 9337-120
http://www.dgwmig.de/
Mitglied des Vorstands
Telefon: +49 (2504) 9337-110
Fax: +49 (2504) 9337-120
E-Mail: michael.greiling@dgwmig.de
![]()


