Bildung & Karriere

Erfolgreiche dritte KI-Woche in Hameln

Fünf Tage lang stand Hameln erneut ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz. Organisiert vom Projekt zedita.zukunftsforum der Hochschule Weserbergland (HSW), dem Smart City Projekt des Landkreises Hameln-Pyrmont sowie der Volkshochschule Hameln-Pyrmont, bot die dritte KI-Woche vom 31. August bis 4. September ein vielseitiges Programm aus Vorträgen, Workshops und Mitmachformaten. Insgesamt verzeichneten die Veranstalter 250 Teilnahmen bei zehn Veranstaltungen.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr der praktische und verantwortungsvolle Einsatz von KI. Den Auftakt machte Dr. Hanns Martin Lücke mit einem Praxisworkshop zu generativer KI im Berufs- und Privatleben. Neben konkreten Anwendungsmöglichkeiten ging es um rechtliche Rahmenbedingungen und die Frage, wie gezieltes Prompting zu besseren Ergebnissen führt.

Auch der Bildungsbereich nahm breiten Raum ein. Prof. Dr. Florian Schimanke von der HSW und Philipp Seeska von der Rüdiger-Butte-Schule zeigten, wie KI das Lernen und Lehren verändern und sinnvoll bereichern kann. Einen verständlichen Blick auf die technischen Grundlagen moderner KI-Systeme bot zudem der Hands-on-Workshop von Merlin Hofmann (merona/AIWorx), in dem die Teilnehmenden verschiedene Anwendungen kennenlernten.

Wie Künstliche Intelligenz bereits heute konkret im Landkreis eingesetzt werden kann, zeigte Merlin Hofmann in seinem zweiten Vortrag „KI im Landkreis – Zwischen Smart City, globalen Skandalen und deiner Mitwirkung“. Im Mittelpunkt standen regionale Smart-City-Projekte, aktuelle Chancen und Risiken der Technologie sowie Möglichkeiten, wie Bürgerinnen und Bürger die digitale Entwicklung aktiv mitgestalten können. Ein besonderer Blick galt dabei dem Smart City Mitwirklabor im Hamelner Bahnhof. Dort können datensichere KI-Rechner genutzt und verschiedene Open-Source-KI-Anwendungen ausprobiert werden. So entsteht ein Ort, an dem KI unter sicheren Bedingungen für Landkreisprojekte getestet und genutzt werden kann. So beschäftigt sich dort beispielsweise eine Mitwirkgruppe mit einem KI-Projekt zur Wildtiererkennung für den Forst Hameln.

„Mit der KI-Woche schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu Künstlicher Intelligenz und bringen Menschen aus Bevölkerung, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft miteinander ins Gespräch. Die große Resonanz zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur über die Chancen von KI zu informieren, sondern auch ihre Risiken gemeinsam zu diskutieren und die digitale Zukunft unserer Region aktiv zu gestalten“, erklärt Dr. Sybille De La Rosa, Teamleiterin des Smart City Projekts des Landkreises Hameln-Pyrmont.

Mehrere Veranstaltungen richteten sich gezielt an Unternehmen. Christian Kleemann vom KI-Café beleuchtete, weshalb KI-Projekte in manchen Betrieben echten Mehrwert schaffen, während andere kaum vorankommen. Prof. Dr. Marc Klages und Louis Schiemann von Ventr verglichen Cloud-Lösungen mit lokaler KI und ordneten Datenschutz, Kosten, Qualität und Datensouveränität ein. Dr. Carina Engelhardt von der HSW stellte aktuelle Erkenntnisse zu Einstellungen und Erfahrungen mit KI in Unternehmen vor. Lena Eckroth von ROSSMANN ergänzte die wissenschaftliche Perspektive um Einblicke aus der Unternehmenspraxis.

Beim gemeinsam mit HamelnR veranstalteten After Work Event gaben Daniel Koch und Dr. Andreas Kohne von Valisory einen interaktiven Impuls zu Künstlicher Intelligenz. Ergänzt wurde das Programm durch Praxisbeispiele von Luisa Petri von Petri Feinkost und Tomas Krause von der DEWEZET. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden bei DJ-Musik, kalten Getränken und Pizza die Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken.

Kreative Anwendungen konnten die Teilnehmenden im Canva-Workshop mit Katharina Richter kennenlernen. Zum Abschluss der Woche vermittelten Dr. Hanns Martin Lücke und Jobst Christian Höche, wie KI-generierte Bilder entstehen, woran sie erkannt werden können und welche rechtlichen Vorgaben beim Erstellen und Verwenden zu beachten sind.

Die verschiedenen Veranstaltungen machten deutlich, wie vielfältig Künstliche Intelligenz bereits heute eingesetzt wird und wie wichtig zugleich der gemeinsame Austausch über ihre Chancen, Risiken und verantwortungsvolle Gestaltung ist.

Über Hochschule Weserbergland

Die Hochschule Weserbergland (HSW) ist eine staatlich anerkannte und vom Wissenschaftsrat akkreditierte private Fachhochschule in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins. Sie bietet im niedersächsischen Hameln duale und berufsbegleitende Studiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Soziale Arbeit und General Management an. Das duale Studium kann optional digital absolviert werden. Im berufsbegleitenden Flex-Studium können Module einzeln absolviert und später für ein vollwertiges Studium anerkannt werden.

In enger Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen entwickelt und realisiert die HSW im Bereich Weiterbildung maßgeschneiderte Programme für Fach- und Führungskräfte. Darüber hinaus verfügt die Hochschule im Bereich Forschung und Entwicklung über ein Institut für Wissensmanagement, ein Interdisziplinäres Energieinstitut sowie das „Länger besser Leben.“-Institut. Alle drei Institute fördern den wertvollen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Mit dem zedita.digitalhub befindet sich am Hamelner Bahnhof der Transfer- und Innovationsknotenpunkt der HSW, ein Ort für neues Lernen und Arbeiten.

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