Investition in die digitale Zukunft der Region
Prof. Dr. Peter Hohmann, Vizepräsident für IT-Infrastruktur und Digitalisierungsprojekte, zeigte sich dankbar und glücklich über die bedeutende Zuwendung: „Diese Spende zeigt, wie eng in Mittelhessen für Mittelhessen zusammengearbeitet wird.“ Rittal gehöre in vielen Studiengängen, in der Forschung und im dualen Angebot StudiumPlus zu den zentralen Partnern der Hochschule. Die Rittal Foundation als gemeinnützige Stiftung der Unternehmensgruppe begreift die Leistung als Investition in den Lehr- und Forschungsstandort und spendet es daher im Förderbereich „Kultur & Wissenschaft“.
Zehn neue Serverracks sind mithilfe der Partnerunternehmen Inotec und JovyAtlas in das Energiemanagementsystem der THM eingebunden worden. Dies ermöglicht eine detaillierte Verbrauchserfassung und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung der IT-Infrastruktur. Ergänzt wird die neue Racksystemlandschaft durch zwei moderne 30-kW-Kühleinheiten, die die Abwärme der Server über einen Kaltwassersatz abführen. Ziel ist es, die entstehende Abwärme mittelfristig auch für die Gebäudeklimatisierung nutzbar zu machen und so die Energieeffizienz weiter zu steigern. Die bauliche wie technische Umsetzung des Gesamtprojektes hatte ein Volumen von knapp 500.000 Euro.
Die Rittal Foundation engagiert sich seit vielen Jahren für Bildung, Wissenschaft und die Förderung junger Talente in Mittelhessen. Als gemeinnützige Stiftung der Friedhelm Loh Group unterstützt sie Projekte, die die Zukunftsfähigkeit der Region stärken und jungen Menschen beste Voraussetzungen für ihre persönliche und fachliche Entwicklung bieten. Rittal und die Friedhelm Loh Group gehören zu den Mitbegründern von StudiumPlus, dem bundesweit erfolgreichen dualen Studienmodell der THM, das Wissenschaft und Praxis eng miteinander verbindet.
„Die THM ist für uns seit vielen Jahren ein geschätzter und verlässlicher Partner. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, junge Menschen in unserer Region bestmöglich auf ihre berufliche und persönliche Zukunft vorzubereiten. Die Förderung von Talenten in Mittelhessen liegt uns als Rittal Foundation besonders am Herzen. Deshalb unterstützen wir die Hochschule sehr gerne dabei, moderne und leistungsfähige Lern- und Forschungsbedingungen zu schaffen. Diese Spende ist für uns eine Investition in die Fachkräfte von morgen und damit in die Zukunft unserer Region“, sagt Rainer Reissner, Geschäftsführer der Rittal Foundation. THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems drückte ihm seinen Dank aus: „In Zeiten knapper Kassen für die Hochschulen kommt solch einem Bekenntnis für den Bildungsstandort Mittelhessen eine besondere Bedeutung zu.“
Nach Aufbau- und Testphase ist die Infrastruktur in den Sommermonaten in den Live-Betrieb überführt worden. Der neue, innovative Serverraum soll künftig die zentrale Infrastruktur des IT-Service der THM sowie Serverkapazitäten für Forschung und Lehre der Fachbereiche beherbergen. Mit dem neuen Serverraum erwartet die THM eine zuverlässigere, leistungsfähigere und energieeffizientere IT-Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen in allen Bereichen der Hochschule langfristig gerecht wird. „Sie ist auch eine Blaupause für die Zukunft“, sagt Projektleiter Florian Diehl vom IT-Service der THM, der die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wie auch dem hauseigenen Facility Management lobt. Noch habe der Serverraum viel Platz, doch bestehe daran bereits jetzt hoher Bedarf: Zum einen biete er die Chance, ältere Serverräume für Modernisierungen temporär „auszulagern“, zum anderen mache er die IT-Infrastruktur der THM weit über die nächste Dekade hinaus zukunftsfest.
Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) ist eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland und bietet über mehr als 80 Studiengänge an 12 Fachbereichen und das duale Studienangebot von „StudiumPlus“ an. Die Hauptstandorte Friedberg, Gießen und Wetzlar liegen verkehrsgünstig in der hessischen Rhein-Main-Region. Die derzeit mehr als 14.800 Studierenden der THM profitieren von bewährten Studienbedingungen und kleinen Lerngruppen sowie von der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Unter den HAWen zeichnet sich die THM durch ihre anwendungsbezogene Forschungsstärke aus. Neben acht eigenen, interdisziplinären Kompetenzzentren besteht eine Zusammenarbeit mit den Universitäten in Gießen und Marburg, über die auch kooperative Promotionen in den Ingenieurwissenschaften möglich sind. Als erste HAW eröffnete die THM 2016 zudem ein eigenständiges Promotionszentrum und besitzt seither das Promotionsrecht für den Doktoringenieur.
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