Ein Besuch, der Hoffnung schenkt
„Der Besuch im Lyzeum Nr. 22 in Tschernowitz war für mich besonders berührend“, erzählt Dr. Stefan Raueiser, der erstmals in die Region reiste: „Dass Tagungstische aus Kloster Irsee in einer Schule verwendet werden, um Kindern von Binnenflüchtlingen kostenlose Schulspeisungen anzubieten und unsere Stühle im Schutzraum im Keller des Schulgebäudes für einen Aufenthalt unter Luftalarm genutzt werden, war emotional schon sehr bewegend“, gesteht der Werkleiter des Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrums des Bezirks Schwaben. Es unterstützt das Hilfswerk Schwaben-Bukowina seit dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 durch Zuwendungen und Sachspenden. Schuldirektorin Oleksandra Babij berichtete, dass vor der Hilfslieferung aus Irsee lediglich zehn Tische vorhanden waren, jetzt aber für jedes Kind der ersten bis vierten Klasse ein Frühstücksplatz zur Verfügung steht, ebenso wie für alle Kinder der fünften bis neunten Klasse ein Mittagessen angeboten werden kann.
Auf dem Programm der Delegationsreise unter Leitung von Alt-Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, dem aktuellen Vorstandsvorsitzenden des Hilfswerks Schwaben-Bukowina, standen auch Begegnungen mit dem ehemaligen Politiker und Oberst der ukrainischen Streitkräfte, Dr. Serhij Osatschuk, mit Bürgermeister Oleg Horbatiuk aus der Gemeinde Rukshin, Besuche im Kinderkrankenhaus von Tschernowitz und im Kinderheim Magala, wo vertriebene Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aufgefangen werden, sowie ein Besuch im Psychiatrie-Krankenhaus in der rumänischen Grenzstadt Siret bei dessen langjährigem Klinikleiter Tiberiu Rotaru.
Alt-Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert berichtet: „Während meiner vielen Besuchen in der Bukowina konnte ich vor allem die sozialen Projekte begleiten und voranbringen. So war es mir jetzt wichtig, ein vom Hilfswerk Schwaben-Bukowina gemeinsam mit dem Sternstunden e.V. geplantes Spielplatz-Projekt vorzubereiten. Der Austausch mit dem verantwortlichen Chefarzt vor Ort sowie mit unseren Kooperationspartnern in der dortigen Gebietsverwaltung stellen sicher, dass unsere Hilfe aus Schwaben auch zielgerichtet ankommt“.
Davon zeigt sich auch Bezirkstagspräsident Martin Sailer überzeugt: „Jede Spende unseres Hilfswerks Schwaben-Bukowina ist ein wesentliches Stück humanitärer Hilfe, eine Investition in die Zukunft unserer Partnerregion, die von den Folgen des brutalen Angriffskriegs auf die Ukraine aktuell besonders betroffen ist“.
Dr. Katharina Haberkorn von der Stabsstelle Europäische Angelegenheiten erläutert: „Das Hilfswerk Schwaben-Bukowina e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Augsburg, der humanitäre Anliegen in der Partnerregion des Bezirks Schwaben, der rumänisch-ukrainischen Grenzregion Bukowina unterstützt. Jede Spende an das Hilfswerk dient den Menschen vor Ort und trägt dazu bei, etwas mehr Frieden und Stabilität in Europa zu verwirklichen“, vgl. Hilfswerk Schwaben-Bukowina | Bezirk Schwaben .
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