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BAUVERBÄNDE.NRW und BMZ treiben faire Fachkräftegewinnung voran
Die BAUVERBÄNDE.NRW engagieren sich aktiv in der neuen Fachkräfteallianz WE-Fair („Wirtschaft und Entwicklungspolitik für faire Fachkräftegewinnung“) und bringen dort die Perspektive der Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ein. Ziel der Allianz ist es, internationale Fachkräfte (zurzeit ausschließlich Ausbildende) auf transparente, faire und nachhaltige Weise für Unternehmen in Deutschland zu gewinnen und gleichzeitig verantwortungsvolle Rahmenbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen. „Bereits seit 2022 engagieren wir uns aktiv mit dem ‚Poolansatz‘ und bringen Jugendliche aus Afrika in deutsche Ausbildungsbetriebe“, verdeutlicht Heinz G. Rittmann, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW. „Mittlerweile haben wir 65 junge Menschen vermittelt. Vielleicht schaffen wir 2026 die 100. Vermittlung.“ Gemeinsame Expertise für nachhaltige Fachkräftegewinnung Als Mitglied der Allianz bündeln die BAUVERBÄNDE.NRW…
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Baukonjunktur in Nordrhein-Westfalen: Öffentlicher Bau stützt – Lage bleibt fragil
Die Baukonjunktur in Nordrhein-Westfalen zeigt erste Stabilisierungstendenzen. Nach deutlichen Rückgängen haben sich die Auftragseingänge insbesondere im öffentlichen Bau und – von sehr niedrigem Niveau aus – im Wohnungsbau erhöht. Von einer durchgreifenden Erholung kann jedoch weiterhin keine Rede sein, auch wenn sich die Lage zuletzt etwas gefestigt hat. Öffentlicher Bau trägt die Entwicklung Impulsgeber bleibt der öffentliche Bau, der unter anderem von Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur profitiert. Angesichts des hohen Sanierungsbedarfs bei Verkehrswegen und öffentlichen Gebäuden ist dies von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig bleibt entscheidend, dass aus steigenden Auftragseingängen auch zügig konkrete Projekte werden. Hier bremsen weiterhin langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren. Stephan Hundhausen, Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd, erklärt: „Der öffentliche…
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Sondervermögen und neue Vergaberegeln: Bauwirtschaft warnt vor Investitionslücken und Vergabe-Flickenteppich
Mit dem kommunalen Sondervermögen des Bundes und den ab 2026 geltenden neuen Vergaberegeln in Nordrhein-Westfalen stehen Kommunen und Bauwirtschaft vor weitreichenden strukturellen Veränderungen. Während zusätzliche Investitionsmittel grundsätzlich notwendig sind, warnt das Baugewerbe in NRW vor überhöhten Erwartungen an die Wirkung des Sondervermögens und vor neuen Unsicherheiten bei der Vergabe öffentlicher Bauaufträge. Das Sondervermögen des Bundes umfasst insgesamt 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaneutralität. Davon sind 100 Milliarden Euro für Länder und Kommunen vorgesehen. Nach dem Königssteiner Schlüssel entfallen auf Nordrhein-Westfalen rund 21,1 Milliarden Euro, verteilt über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Dem steht allein in NRW ein kommunaler Sanierungsstau von deutlich über 50 Milliarden Euro gegenüber. „Das Sondervermögen ist…
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EH-55-Förderung kehrt zurück – wichtiger Impuls für den Wohnungsbau
Fast vier Jahre ist es nun her, dass die Bundesregierung Anfang 2022 völlig überhastet und leider auch unüberlegt, ihre Förderung für das Energiehaus 55 (EH-55) eingestellt hat. Im Dreiklang mit der Zinswende und einer von Ukraine-Krieg und Corona getriebenen Inflation stürzte der Wohnungsneubau in ein tiefes Loch, aus dem er bis heute noch nicht wieder herausgekommen ist. Ein überfälliger Neustart für den Neubau In den vergangenen Jahren hat die Branche immer wieder die Rückkehr zur EH-55-Förderung gefordert und ab Mitte Dezember soll es endlich soweit sein. Mit dieser erfreulichen Nachricht im Gepäck kamen Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundeskanzler Friedrich Merz zum Deutschen Baugewebetag nach Berlin. Doch was genau schwebt der…
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RC-Baustoffe im Preisvorteil: Gleichstellung statt Sand- und Kiesabgabe
Seit gut drei Jahren beschäftigen die Sand- und Kiespläne der Landesregierung die heimische Bauwirtschaft: Eine Rohstoffabgabe soll das Primärmaterial verteuern und eine Degressionspolitik, die Abbauflächen perspektivisch begrenzen. So soll die Nachfrage nach RC-Baustoffen gesteigert werden. Dieser Einschätzung teilt die heimische Bauwirtschaft hier so nicht. Sie sieht in den Plänen eine einseitige Verteuerung und einen hausgemachten Wettbewerbsnachteil. Durch breiten Protest der Verbände ist es gelungen, die Umsetzung nach hinten zu schieben. RC-Material vielfach günstiger In den heftig geführten Diskussionen haben Bauunternehmer immer wieder das Argument vorgebracht, RC-Material sei oftmals ohnehin schon günstiger und daher bringe eine weitere Verteuerung des Primärrohstoffs nichts. Das Argument, so schlüssig es uns schien, konnte durch offizielle…
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Bundesrat will Losgrundsatz aufweichen – BAUVERBÄNDE.NRW warnen vor Schädigung des Mittelstandes
Am 26. September 2025 hat der Bundesrat seine Stellungnahme zum geplanten Vergabebeschleunigungsgesetz der Bundesregierung veröffentlicht. Das Gesetz der schwarz-roten Bundesregierung sieht vor, dass zeitliche Gründe eine Gesamtvergabe möglich machen, sofern folgende Bedingungen zutreffen: Es handelt sich um dringliche, aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität finanzierte Projekte deren Auftragswert das 2,5-Fache der EU-Schwellenwerte (13,84 Mio. €) übersteigt. Mit diesem Kompromiss hat die Bundesregierung einen wohl bedacht und klar umrissenen Ausnahmefall für die Abweichung von der Teil- und Fachlosvergabe geschaffen. Damit gibt sich der Bundesrat jedoch nicht zufrieden und erhebt die Forderung, dass zeitliche Gründe ohne jede Koppelung an das Sondervermögen oder einen Vergabeschwellenwert als Ausnahmebegründung gelten sollen. „Was hier gefordert wird,…