• Energie- / Umwelttechnik

    Der BDG begrüßt Bundestagsbeschluss zum Kohlendioxid-Speicherungs- und -Transport-Gesetz

    Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V. (BDG) begrüßt den gestrigen Beschluss des Bundestages zum Kohlendioxid-Speicherungs- und -Transport-Gesetz. Das Gesetz schafft erstmals einen bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen für Abscheidung, Transport und geologische Speicherung von Kohlendioxid (CCS). Dies erhöht die Planungs- und Investitionssicherheit für Wirtschaft, Behörden und Fachpraxis. Aus Sicht des BDG ist das Gesetz ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Die Umsetzung von CO₂-Transport und Speicherung ist ohne geowissenschaftliche Fachkompetenz nicht möglich“, erklärt Prof. Dr. Christoph Hilgers, Vorsitzender des BDG. Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler seien insbesondere bei der Standorterkundung, der sicherheitsrelevanten Bewertung, dem Betrieb geologischer Speicher, der Untergrundüberwachung sowie bei Genehmigungs- und Aufsichtsverfahren unverzichtbar. Mit dem neuen Rechtsrahmen könne Deutschland nun „vom…

  • Forschung und Entwicklung

    Kreativ und explosiv – Rhyolith als Gestein des Jahres 2026

    Viele kennen ihn, ohne es zu wissen: In der Form von Obsidian begegnet Rhyolith Millionen Menschen täglich auf dem Bildschirm. Im Computerspiel Minecraft, dem erfolgreichsten Videospiel aller Zeiten mit über 300 Millionen verkauften Lizenzen, ist Obsidian eines der härtesten und begehrtesten Materialien. Er ist dort für seinen besonders hohen Explosionswiderstand bekannt. Was digital fasziniert, hat jedoch einen sehr realen geologischen Ursprung. Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V. kürt Rhyolith zum Gestein des Jahres 2026. Rhyolith ist ein vulkanisches Ergussgestein, das aus besonders kieselsäurereichem Magma entsteht und von der chemischen Zusammensetzung her dem Granit gleicht. Bekannt ist auch der veraltete Name Quarzporphyr. Kühlt diese Lava schnell ab, bildet sich schwarzes vulkanisches Glas – Obsidian. Genau dieses Material hat es aus der Natur…

  • Events

    Rhyolith ist Gestein des Jahres 2026

    Viele kennen ihn, ohne es zu wissen: In der Form von Obsidian begegnet Rhyolith Millionen Menschen täglich auf dem Bildschirm. Im Computerspiel Minecraft, dem erfolgreichsten Videospiel aller Zeiten mit über 300 Millionen verkauften Lizenzen, ist Obsidian eines der härtesten und begehrtesten Materialien. Er ist dort für seinen besonders hohen Explosionswiderstand bekannt. Was digital fasziniert, hat jedoch einen sehr realen geologischen Ursprung. Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V. kürt Rhyolith zum Gestein des Jahres 2026. Rhyolith ist ein vulkanisches Ergussgestein, das aus besonders kieselsäurereichem Magma entsteht und von der chemischen Zusammensetzung her dem Granit gleicht. Bekannt ist auch der veraltete Name Quarzporphyr. Kühlt diese Lava schnell ab, bildet sich schwarzes vulkanisches…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Warum der Weihnachtsmann auf Geowissenschaften setzt

    Wenn der Weihnachtsmann eine neue Werkstatt plant, geht er systematisch vor – und nachhaltig. Noch bevor die ersten Bauarbeiten beginnen, werden Geoingenieurbüros beauftragt. Sie untersuchen den Standort auf mögliche Altlasten früherer Nutzungen und stellen sicher, dass Boden und Grundwasser geschützt bleiben. Falls nötig, werden Sanierungsmaßnahmen geplant und umgesetzt. Eine Baugrunduntersuchung sorgt dafür, dass die neue Werkstatt selbst bei hohen Schneelasten und eisigen Temperaturen sicher steht. Parallel wird geprüft, ob der Standort für eine nachhaltige Versorgung mit geothermischer Energie geeignet ist – so bleiben die Werkhallen warm, ohne die Umwelt zu belasten. Der Bau der Werkstatt benötigt zahlreiche Rohstoffe: Kies, Sand und Zement für das Fundament, Tonziegel für Wände und Dach,…

  • Kommunikation

    Geowissenschaftliche Kompetenz als Schlüssel zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen

      Umfrage zum Fachkräftemangel in der Geo-Branche Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V. (BDG) führt derzeit eine umfassende Umfrage zum Fachkräftemangel in den Geowissenschaften durch. Ziel dieser Erhebung ist es, ein möglichst präzises und fundiertes Bild der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen. Die Ergebnisse sollen sichtbar machen, in welchen Bereichen der Geo-Branche Fachkräfte dringend benötigt werden, welche Entwicklungen sich bereits abzeichnen und welche Herausforderungen sich für die kommenden Jahre abzeichnen. (https://geoberuf.de/…) Mit den gesammelten Daten möchte der BDG eine wissenschaftlich belastbare Grundlage schaffen, um zukünftige Maßnahmen zur Fachkräftesicherung strategisch zu planen. Gleichzeitig sollen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft noch stärker für die Bedeutung geowissenschaftlicher Expertise sensibilisiert werden – insbesondere…

  • Events

    GEOWIN-Preis und „Building Bridges“: Der BDG stärkt junge Geowissenschaftler*innen

    GEOWIN und „Building Bridges“ Der BDG auf der Geo4Göttingen Auf der Geo4Göttingen betreute der BDG die Session „Building Bridges – Erfahrungen aus der geowissenschaftlichen Praxis für den Karriereweg“. Ziel der Session war es, den wissenschaftlichen Nachwuchs für berufliche Tätigkeiten außerhalb der Universität zu sensibilisieren, da nur etwa 10% der Studierenden eine Anstellung an einer Universität finden werden. BDG-Schatzmeister Christian Kiesl, Geo-Data GmbH, Garbsen berichtete, wie man mögliche Hürden nimmt, die beim Übergang vom Studium zum Job auftreten können, während Thomas Haupt vom Geologischen Landesamt Hamburg über das Arbeiten und die Bewerbung in Ämtern und Behörden informierte.  Einen Überblick über die die beruflichen Anforderungen in den Bereichen Engineering, Industrie, Behörden und…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Kostenfreies Webinar: Effiziente Nutzung von Geothermie in der TGA-Planung

    Die Zukunft der Gebäudetechnik liegt in der intelligenten Nutzung regenerativer Energiequellen. Im kostenfreien Online-Seminar „Geothermie für TGA, Architekt:innen und Heizungsbauer:innen“ erfahren Teilnehmende, welche Potenziale in erdgekoppelten Wärmepumpen und anderen Umweltwärmequellen stecken – von Erdwärmesonden über Wasser-Wasser-Anlagen bis hin zur Nutzung stillgelegter Bergwerke. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie eine frühzeitige und koordinierte Planung zwischen Geothermieberater:innen, Architekt:innen, TGA-Planer:innen und Heizungsbauer:innen zur effizienten Auslegung und erfolgreichen Umsetzung solcher Systeme beiträgt. Das zweistündige Webinar bietet einen kompakten Überblick über verfügbare Wärmequellen, Anforderungen an Heiz- und Kühlleistung, die Rolle des Geothermieberaters sowie wichtige Baudetails und Schnittstellen zur Haustechnik. Ergänzend werden vertragliche Empfehlungen und konkrete Praxisbeispiele vorgestellt, die den Teilnehmenden wertvolle Orientierung für eigene Projekte…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Karriere und Energie: GeoTHERM 2026 bringt internationale Branche in Offenburg zusamme

    Die GeoTHERM 2026, die weltweit größte Fachmesse mit Kongress zur Geothermie, öffnet am 26. und 27. Februar 2026 auf dem Messegelände Offenburg erneut ihre Tore. Die Veranstaltung vereint internationale Fachleute, Unternehmen und Entscheidungsträger aus der oberflächennahen und tiefen Geothermie und bietet eine zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und Innovation. „Die GeoTHERM hat sich als weltweite Leitveranstaltung in der Geothermiebranche etabliert. Auch 2026 möchten wir den zentralen Treffpunkt für die internationale Geothermie-Community bieten und Impulse für die Zukunft der erneuerbaren Energien setzen“, betont Projektleiterin Gabriele Weislogel. Die Fachmesse präsentiert Aussteller aus dem In- und Ausland mit neuesten Technologien, Dienstleistungen und Projekten rund um die Nutzung der Erdwärme. Zwei parallellaufende Kongresse bilden…

  • Forschung und Entwicklung

    Arbeitsmarkt Geowissenschaften: Einblicke für Studierende und Absolvent:innen

    Am 20. Oktober durfte Andreas Günther-Plönes in Heidelberg über die aktuelle Arbeitsmarktsituation für Geowissenschaftler:innen sprechen – direkt im Rahmen einer Lehrveranstaltung. Die Veranstaltung bot eine hervorragende Gelegenheit, den Austausch zwischen Studium und Berufspraxis zu vertiefen und spannende Einblicke in die beruflichen Perspektiven der Geowissenschaften zu gewinnen. Im Mittelpunkt stand der BDG – Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler*innen, der alle 30.000 Geowissenschaftler/innen vertritt. Studierende profitieren hier von einem starken Netzwerk, Mentoring-Angeboten, einer Jobbörse sowie Beratung und Weiterbildung (https://geoberuf.de/…).  Ein Blick auf die Zahlen zeigt: In Deutschland gibt es rund 30.000 Geowissenschaftler*innen. Die Arbeitssuchendenquote lag zuletzt bei 5,7 % (2023), und im April 2025 waren etwa 900 Geowissenschaftlerinnen, Geografinnen und Meteorolog*innen arbeitslos gemeldet. Typische…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Europa braucht neue Gewinnungsstätten – Vertrauen entscheidend für die Rohstoffwende

    Am Vorabend der Meggener Rohstofftage veranstalteten der BDG und die EFG (European Federation of Geologists) einen Runden Tisch für Partner und Stakeholder aus dem Rohstoffbereich. (https://geoberuf.de/…)  In der aktuellen Diskussion wurde deutlich: Europa muss die Exploration eigener Lithiumvorkommen vorantreiben, um im globalen Wettbewerb nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten. Während China bereits 60 Prozent der weltweiten Lithiumproduktion und 75 Prozent der Batterieproduktion kontrolliert, ist die EU auf Importe angewiesen. Fachleute mahnen: Recycling allein wird den wachsenden Bedarf nicht decken können. Gleichzeitig stoßen Abbauprojekte in Europa auf erheblichen Widerstand, wie Beispiele aus Portugal und Serbien zeigen. Sorgen um den Verlust landwirtschaftlicher Flächen, den Wandel von Landschaften und fehlendes Vertrauen in Unternehmen…