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2. Mitteldeutscher Datenschutztag in Erfurt
Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. hat gemeinsam mit den Datenschutzaufsichtsbehörden aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt den 2. Mitteldeutschen Datenschutztag in Erfurt veranstaltet. Tagungsort war das Dorint Hotel am Dom Erfurt. Rund 150 Datenschutzbeauftragte und Datenschutzexperten sowie Verantwortliche aus Behörden, Kommunen und weiteren Organisationen nutzten die Konferenz für fachlichen Austausch und konkrete Praxisimpulse – u. a. zu KI, Verwaltungsdigitalisierung, Betroffenenrechten, Videoüberwachung, Messengerdiensten und Beschäftigtendatenschutz. Digitalisierung, Bürokratieabbau und KI „zusammengedacht“ Im Eröffnungsplenum setzten die Keynotes von Tino Melzer, Thüringer Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Dr. Juliane Hundert, Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte und Maria Christina Rost, Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt, die thematischen Leitplanken – von Datenschutz in der Digitalisierung 2026 über…
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Bitkom-Studie zum Datenschutz zeigt: Benennung eines Datenschutzbeauftragten ist nicht das Problem
Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. spricht sich für spürbare Entlastungen im Datenschutz aus – jedoch dort, wo Unternehmen den Aufwand tatsächlich erleben: bei dokumentations- und verfahrenslastigen Pflichten, bei Rechtsunsicherheit und bei uneinheitlicher Auslegung. Die aktuelle Bitkom-Studie „Datenschutz in der deutschen Wirtschaft“ unterstreicht diese Problematik und zeigt zugleich, dass die Benennung von Datenschutzbeauftragten (DSB) nicht der zentrale Belastungsfaktor ist. Datenschutzbeauftragte entlasten Unternehmen bei Bürokratie In einer Befragung von 603 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten nannten die Unternehmen die Dokumentationspflichten (73 %), die technische Implementierung (69 %), rechtliche Klärungen (57 %), Abstimmungen mit Dienstleistern (54 %) und die Informationspflichten (53 %) als größte Aufwandsfaktoren. Demgegenüber wird die Benennung eines…
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Datenschutz ist Vertrauensarbeit: Datenschutzbeauftragte stärken statt Ressourcen ausdünnen
Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. warnt davor, den Datenschutz in Unternehmen als „Sparposition“ zu behandeln. Datenschutz ist die Grundlage für Vertrauen, Rechtssicherheit und eine erfolgreiche Digitalisierung. Er kann nicht „nebenbei“ umgesetzt werden, sondern erfordert klare Zuständigkeiten, Fachkenntnisse und eine Rolle, die berät, priorisiert und wirksam in Organisationen verankert ist. Anlass ist ein aktueller Branchenbericht, der auf Basis einer Befragung von Datenschutzfachleuten in Europa darauf hinweist, dass viele Teams ihre Ausstattung als unzureichend bewerten und für das Jahr 2026 weitere Budgetrückgänge erwarten. Gleichzeitig werden Personalengpässe, insbesondere in technischen Datenschutzrollen, als Problem beschrieben. Für den BvD ist dabei entscheidend: Unabhängig von der Diskussion über Ressourcen bleiben die datenschutzrechtlichen Pflichten…
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„Datenschutz geht zur Schule“ zum Safer Internet Day 2026
Zum Safer Internet Day (SID) am Dienstag, 10. Februar 2026, nimmt der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. den Aktionstag zum Anlass, auf sein Bildungsprojekt „Datenschutz geht zur Schule“ aufmerksam zu machen. Der SID ist ein von der Europäischen Kommission initiierter weltweiter Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz. Ziel des BvD ist es, Datenschutz und digitale Sicherheit als selbstverständlichen Bestandteil von Medienkompetenz im schulischen Alltag zu verankern. Das Projekt „Datenschutz geht zur Schule“ steht seit Jahren für praxisnahe Prävention und stärkt digitale Selbstbestimmung, Datenschutz und Sicherheit im schulischen Alltag. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen: Wie lassen sich persönliche Daten schützen? Welche Regeln helfen…
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Europäischer Datenschutztag am 28. Januar 2026: Datenschutz braucht Kompetenz – Datenschutzbeauftragte konsequent stärken
Am 28. Januar 2026 ist Europäischer Datenschutztag. Der Europarat hat diesen Tag als jährlichen Aktionstag festgelegt. Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. nimmt dies zum Anlass, um auf die Bedeutung der Rolle der Datenschutzbeauftragten (DSB) hinzuweisen: Datenschutz funktioniert nicht ‚nebenbei‘. Er braucht Zuständigkeit, Fachlichkeit und eine Rolle, die unabhängig berät, priorisiert und in Organisationen wirksam verankert ist. Bereits 1977 hat der deutsche Gesetzgeber den Datenschutzbeauftragten dazu im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verankert. Damals dienten sie als Alternative zur regelmäßigen Meldung der Verfahren an die Aufsichtsbehörden. Von dieser Möglichkeit machten die Unternehmen jedoch so gut wie nie Gebrauch. Die Wirtschaft sprach sich damals klar für die Selbstkontrolle durch den betrieblichen Datenschutzbeauftragten aus.…
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Position des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. zum Digitalen Paket der EU-Kommission
Das von der EU-Kommission vorgestellte Digitale Paket markiert eine Zäsur in der europäischen Digitalpolitik. Während das erklärte Ziel darin besteht, den bestehenden Rechtsrahmen zu vereinfachen, Doppelregulierungen abzubauen und insbesondere KMU zu entlasten, ergibt sich aus Sicht des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. ein anderes Gesamtbild. Das Digitale Paket schwächt das Datenschutzniveau in Europa. Die im Digitalen Omnibus vorgesehenen Anpassungen greifen an zentralen Stellen in bestehende Schutzmechanismen ein. Die umfangreichen Öffnungsklauseln, die stärkere Zentralisierung von Aufsichtsstrukturen sowie die weitreichenden Vereinfachungen für Anbieter von KI-Systemen bergen das Risiko, dass bewährte Kontrollmechanismen an Wirkung verlieren. Trotz politischer Zusicherungen, Grundrechte nicht anzutasten, führen die vorgeschlagenen Änderungen de facto zu einem geringeren Schutzniveau.…
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Stellungnahme des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. zur Aufhebung der nationalen Pflicht zur Benennung betrieblicher Datenschutzbeauftragter im nicht-öffentlichen Bereich
Der Beschluss des Bundeskanzlers und der Regierungschefs der Länder vom 4. Dezember 2025 sieht vor, die nationale Pflicht zur Benennung betrieblicher Datenschutzbeauftragter im nicht-öffentlichen Bereich aufzuheben und sich künftig allein auf Art. 37 DSGVO zu stützen. Damit würde Deutschland eine zentrale Errungenschaft praxistauglicher Datenschutz-Compliance zurückbauen. Jedoch sind keinerlei Vorteile für die Unternehmen und vor allem KMU damit verbunden – im Gegenteil: die Pflichten nach dem Datenschutzrecht bleiben unverändert, aber die Zuständigkeit geht allein auf die Geschäftsführung über. Im Zweifel benötigt die Geschäftsführung sodann Rechtsberatung, was ein erhebliches Mehr an Kosten bedeutet. Die Abschaffung stärkt nicht den Mittelstand, sie entlastet ihn nicht einmal. Sie verlagert allein die Kosten als Aufwand auf…
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„Datenschutz geht zur Schule“ lädt zum Dozent:innentag 2025 in Magdeburg
Die Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ (DSgzS) des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. und seiner Privacy4people gGmbH veranstaltet am 11. November ihren jährlichen Dozent:innentag 2025 – dieses Jahr in Magdeburg. Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Datenschutzbotschafter:innen, Lehrkräfte und Fachdozent:innen, die an Schulen und Bildungseinrichtungen ehrenamtlich für den bewussten und sicheren Umgang mit digitalen Technologien eintreten. Der Dozent:innentag bietet ein Forum, um aktuelle Entwicklungen in Datenschutz, Informationssicherheit und digitaler Bildung aus juristischer, technischer und pädagogischer Perspektive zu beleuchten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie Datenschutzbildung in Zeiten rasanter technologischer Veränderungen gestaltet werden kann. Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz, der Ausbau digitaler Lernplattformen und die Allgegenwärtigkeit sozialer Medien…
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Bürokratieabbau und Datenschutz sind kein Widerspruch, sondern Balanceakt
Wie lässt sich Bürokratieabbau mit dem Schutz von Grundrechten vereinbaren? Welche Spielräume haben dabei der nationale Gesetzgeber und die deutschen Aufsichtsbehörden? Und welche Rolle spielen Datenschutzaufsichtsbehörden bei der Umsetzung der KI-Verordnung? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Behördentags des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V., der gemeinsam mit den Datenschutzaufsichtsbehörden von Baden-Württemberg und Bayern in München stattfand. In den Auftaktworten von Prof. Dr. Thomas Petri, dem Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz, stand die Frage im Zentrum, was Bürokratie und deren Abbau überhaupt bedeutet und wie er sich im Spannungsfeld von Datenschutz und KI-Regulierung verortet. Dabei zeichnete er den historischen Bogen bis zur Gegenwart. Kritisch hinterfragte Petri, wie sich Bürokratiekosten…
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BvD-Herbstkonferenz & Behördentag 2025: „Herstellerverantwortung ist der sinnvollste Beitrag zum Bürokratieabbau“
„Ein Familientreffen im Datenschutz“ – mit diesen Worten charakterisierte Michael Will, Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA), die am heutigen Mittwoch eröffnete BvD-Herbstkonferenz „Wirtschaft trifft Aufsicht“ in München. Rund 250 Datenschutzfachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Aufsichtsbehörden diskutieren über aktuelle Entwicklungen der Datenschutzgesetzgebung und die künftige Rolle der Datenschutzbeauftragten in einer zunehmend digitalisierten Welt. Reformen im Datenschutz: Bürokratieabbau oder Grundrechtsschutz? In seiner Keynote machte Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz, deutlich, dass die derzeitigen Reformdebatten weniger vom Grundrechtsschutz als vielmehr vom Schlagwort „Bürokratieabbau“ geprägt seien. Im Koalitionsvertrag findet sich dazu insbesondere der Vorschlag einer Bündelung der Datenschutzaufsicht auf Bundesebene. Christina Rölz, Leitende Ministerialrätin und stellvertretende Abteilungsleiterin im Bayerischen Innenministerium, äußerte in…