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Europäischer Datenschutztag am 28. Januar 2026: Datenschutz braucht Kompetenz – Datenschutzbeauftragte konsequent stärken
Am 28. Januar 2026 ist Europäischer Datenschutztag. Der Europarat hat diesen Tag als jährlichen Aktionstag festgelegt. Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. nimmt dies zum Anlass, um auf die Bedeutung der Rolle der Datenschutzbeauftragten (DSB) hinzuweisen: Datenschutz funktioniert nicht ‚nebenbei‘. Er braucht Zuständigkeit, Fachlichkeit und eine Rolle, die unabhängig berät, priorisiert und in Organisationen wirksam verankert ist. Bereits 1977 hat der deutsche Gesetzgeber den Datenschutzbeauftragten dazu im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verankert. Damals dienten sie als Alternative zur regelmäßigen Meldung der Verfahren an die Aufsichtsbehörden. Von dieser Möglichkeit machten die Unternehmen jedoch so gut wie nie Gebrauch. Die Wirtschaft sprach sich damals klar für die Selbstkontrolle durch den betrieblichen Datenschutzbeauftragten aus.…
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Position des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. zum Digitalen Paket der EU-Kommission
Das von der EU-Kommission vorgestellte Digitale Paket markiert eine Zäsur in der europäischen Digitalpolitik. Während das erklärte Ziel darin besteht, den bestehenden Rechtsrahmen zu vereinfachen, Doppelregulierungen abzubauen und insbesondere KMU zu entlasten, ergibt sich aus Sicht des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. ein anderes Gesamtbild. Das Digitale Paket schwächt das Datenschutzniveau in Europa. Die im Digitalen Omnibus vorgesehenen Anpassungen greifen an zentralen Stellen in bestehende Schutzmechanismen ein. Die umfangreichen Öffnungsklauseln, die stärkere Zentralisierung von Aufsichtsstrukturen sowie die weitreichenden Vereinfachungen für Anbieter von KI-Systemen bergen das Risiko, dass bewährte Kontrollmechanismen an Wirkung verlieren. Trotz politischer Zusicherungen, Grundrechte nicht anzutasten, führen die vorgeschlagenen Änderungen de facto zu einem geringeren Schutzniveau.…
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Stellungnahme des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. zur Aufhebung der nationalen Pflicht zur Benennung betrieblicher Datenschutzbeauftragter im nicht-öffentlichen Bereich
Der Beschluss des Bundeskanzlers und der Regierungschefs der Länder vom 4. Dezember 2025 sieht vor, die nationale Pflicht zur Benennung betrieblicher Datenschutzbeauftragter im nicht-öffentlichen Bereich aufzuheben und sich künftig allein auf Art. 37 DSGVO zu stützen. Damit würde Deutschland eine zentrale Errungenschaft praxistauglicher Datenschutz-Compliance zurückbauen. Jedoch sind keinerlei Vorteile für die Unternehmen und vor allem KMU damit verbunden – im Gegenteil: die Pflichten nach dem Datenschutzrecht bleiben unverändert, aber die Zuständigkeit geht allein auf die Geschäftsführung über. Im Zweifel benötigt die Geschäftsführung sodann Rechtsberatung, was ein erhebliches Mehr an Kosten bedeutet. Die Abschaffung stärkt nicht den Mittelstand, sie entlastet ihn nicht einmal. Sie verlagert allein die Kosten als Aufwand auf…
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„Datenschutz geht zur Schule“ lädt zum Dozent:innentag 2025 in Magdeburg
Die Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ (DSgzS) des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. und seiner Privacy4people gGmbH veranstaltet am 11. November ihren jährlichen Dozent:innentag 2025 – dieses Jahr in Magdeburg. Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Datenschutzbotschafter:innen, Lehrkräfte und Fachdozent:innen, die an Schulen und Bildungseinrichtungen ehrenamtlich für den bewussten und sicheren Umgang mit digitalen Technologien eintreten. Der Dozent:innentag bietet ein Forum, um aktuelle Entwicklungen in Datenschutz, Informationssicherheit und digitaler Bildung aus juristischer, technischer und pädagogischer Perspektive zu beleuchten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie Datenschutzbildung in Zeiten rasanter technologischer Veränderungen gestaltet werden kann. Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz, der Ausbau digitaler Lernplattformen und die Allgegenwärtigkeit sozialer Medien…
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Bürokratieabbau und Datenschutz sind kein Widerspruch, sondern Balanceakt
Wie lässt sich Bürokratieabbau mit dem Schutz von Grundrechten vereinbaren? Welche Spielräume haben dabei der nationale Gesetzgeber und die deutschen Aufsichtsbehörden? Und welche Rolle spielen Datenschutzaufsichtsbehörden bei der Umsetzung der KI-Verordnung? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Behördentags des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V., der gemeinsam mit den Datenschutzaufsichtsbehörden von Baden-Württemberg und Bayern in München stattfand. In den Auftaktworten von Prof. Dr. Thomas Petri, dem Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz, stand die Frage im Zentrum, was Bürokratie und deren Abbau überhaupt bedeutet und wie er sich im Spannungsfeld von Datenschutz und KI-Regulierung verortet. Dabei zeichnete er den historischen Bogen bis zur Gegenwart. Kritisch hinterfragte Petri, wie sich Bürokratiekosten…
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BvD-Herbstkonferenz & Behördentag 2025: „Herstellerverantwortung ist der sinnvollste Beitrag zum Bürokratieabbau“
„Ein Familientreffen im Datenschutz“ – mit diesen Worten charakterisierte Michael Will, Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA), die am heutigen Mittwoch eröffnete BvD-Herbstkonferenz „Wirtschaft trifft Aufsicht“ in München. Rund 250 Datenschutzfachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Aufsichtsbehörden diskutieren über aktuelle Entwicklungen der Datenschutzgesetzgebung und die künftige Rolle der Datenschutzbeauftragten in einer zunehmend digitalisierten Welt. Reformen im Datenschutz: Bürokratieabbau oder Grundrechtsschutz? In seiner Keynote machte Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz, deutlich, dass die derzeitigen Reformdebatten weniger vom Grundrechtsschutz als vielmehr vom Schlagwort „Bürokratieabbau“ geprägt seien. Im Koalitionsvertrag findet sich dazu insbesondere der Vorschlag einer Bündelung der Datenschutzaufsicht auf Bundesebene. Christina Rölz, Leitende Ministerialrätin und stellvertretende Abteilungsleiterin im Bayerischen Innenministerium, äußerte in…
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BvD-Vorstände in zentralen Datenschutz-Gremien vertreten
Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. begrüßt, dass zwei seiner Vorstandsmitglieder in bedeutende Gremien zur Weiterentwicklung des Datenschutzes berufen wurden. Die Stiftung Datenschutz wurde im Jahr 2013 von der Bundesregierung gegründet. Als unabhängige Bundesstiftung mit Sitz in Leipzig fördert sie den Datenschutz, bietet ein Diskussionsforum zur Datenpolitik und klärt über die praktische Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung auf. In ihren Beirat wurde nun das BvD-Vorstandsmitglied Regina Mühlich berufen. Das Gremium berät den Vorstand bei strategischen Entscheidungen und bringt Impulse in den datenschutzpolitischen und rechtlichen Diskurs ein. Er dient als Schnittstelle zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Regina Mühlich wurde in diesen Beirat berufen, um mit ihrer Erfahrung aus der Praxis der Datenschutzbeauftragten die Arbeit der Stiftung zu…
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Startschuss für den Datenschutz Medienpreis DAME 2025
Der vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. initiierte Wettbewerb geht in die neunte Runde. Medienschaffende und Kreative können ab sofort bis zum 5. Dezember 2025 ihre Beiträge zum Thema Datenschutz einreichen. Der mit 3.000 Euro dotierte Datenschutz Medienpreis DAME würdigt kreative und journalistische Arbeiten, die Datenschutz verständlich und anschaulich vermitteln – sei es als Film, Podcast, Printbeitrag, Song, Medienplattform oder Video-Clip. Ziel ist es, den verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten zu fördern und das Thema stärker in der Öffentlichkeit zu verankern. Teilnehmen können Journalist*innen, Kreative sowie Vertreter*innen von Jugendorganisationen, Initiativen oder Verbänden. Auch Schüler*innen und Studierende sind eingeladen, sich zu bewerben: Für sie wird erneut der „Sonderpreis Jugend“ in Höhe…
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BvD fordert praxisnahe Reform der DSGVO: Datenschutz stärken, Bürokratie abbauen, Mittelstand entlasten
Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. fordert in einem aktuellen Positionspapier eine umfassende Reform der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Ziel ist eine moderne, risikobasierte Weiterentwicklung, die Bürokratie reduziert, Unternehmen mehr Rechtssicherheit bietet und zugleich den Schutz für Betroffene erhöht. Der Verband appelliert an die Bundesregierung, sich in Brüssel aktiv für praxisnahe Nachbesserungen starkzumachen – gerade im Interesse kleiner und mittlerer Unternehmen „Die DSGVO ist ein Meilenstein des Grundrechtsschutzes, aber sie braucht ein Update, das den digitalen Realitäten gerecht wird“, sagt Thomas Spaeing, Vorstandsvorsitzender des BvD. „Datenschutzbeauftragte sind die Brückenbauer zwischen Regulierung und unternehmerischer Praxis. Wenn wir die Digitalisierung in Europa sicher und rechtskonform gestalten wollen, müssen wir ihre Rolle gezielt stärken…
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Verleihung des Datenschutz Medienpreises DAME 2024
Bei den BvD-Verbandstagen 2025 in Berlin wurde gestern der Datenschutz Medienpreis (DAME) 2024 verliehen. Der vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. initiierte Preis zeichnet zum achten Mal journalistische und kreative Beiträge aus, die Datenschutzthemen auf innovative, verständliche und medienwirksame Weise vermitteln und damit einen Beitrag für den sicheren Umgang mit persönlichen Daten leisten. Der Datenschutz Medienpreis 2024 geht an den Beitrag „Digitale Gewalt – Frauen im Visier“ Den mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt Angelique Geray für den Beitrag „Digitale Gewalt – Frauen im Visier“, der im vergangenen Jahr in dem RTL-Format EXTRA erschien. Der Videobeitrag zeigt einfühlsame Interviews mit Frauen, die von digitaler Gewalt betroffen sind. Außerdem spürt die Reporterin den Tätern nach und…