• Energie- / Umwelttechnik

    Mustervertrag erleichtert Beteiligung von Kommunen an neuen und bestehenden Solarparks

    Seit über einem Jahr können Kommunen finanziell von neuen PV-Freiflächenanlagen profitieren. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023) gilt das auch für Bestandsanlagen. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) stellt nun einen neuen Mustervertrag zur Verfügung und wirbt für eine stärkere Beteiligung von Standortgemeinden an der Energiewende. Laut EEG 2023 können Kommunen mit bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde am Betrieb eines Solarparks beteiligt werden. Bei einer 50 Megawatt PV-Freiflächenanlage entstehen so schnell Beiträge von 100.000 Euro pro Jahr, die regelmäßig in den Haushalt der Gemeinde fließen.  Die Kommunalbeteiligung gilt nach § 6 EEG sowohl für neue oder repowerte als auch für bestehende PV-Freiflächenanlagen und bezieht sich auf die tatsächlich eingespeiste Strommenge.…

  • Energie- / Umwelttechnik

    H2-Ready-Gasheizungen führen zu verlorenen Jahren für den Klimaschutz

    Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz beschlossen. Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne), kommentiert:  „Mit dem Gebäudeenergiegesetz setzt die Bundesregierung widersprüchliche Signale. Wir unterstützen ausdrücklich, dass neue Heizungen ab 2024 zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Es bleibt jedoch hochproblematisch, dass H2-ready-Gasheizungen nur Klimaschutz vorgaukeln, anstatt wirklich das Klima zu schützen. Diese Option sollte daher komplett gestrichen werden. Wenn weiterhin Gasheizungen installiert werden können, die erst später mit Wasserstoff betrieben werden sollen, gehen wertvolle Jahre für die Wärmewende verloren.   Die Vorstellung, dass auf absehbare Zeit auch nur im Ansatz ausreichend Wasserstoff hergestellt oder importiert werden kann, um ihn im Gebäudebestand zu…

  • Energie- / Umwelttechnik

    H2-Ready-Gasheizungen sind Etikettenschwindel

    Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne), kommentiert den heute bekannt gewordenen Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes:  „Wir begrüßen ausdrücklich die erneute Bekräftigung, dass ab dem 01.01.2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Allerdings: Wir brauchen Klimaschutz statt Klimaschutz-Readyness. Der Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes wurde deutlich aufgeweicht. H2-Readyness für Heizungen ist ein Worst-Case-Szenario, da so Gaskessel über viele weitere Jahre schlicht mit Erdgas betrieben werden können. Schon nach eigenem Bekunden der Gaswirtschaft im Rahmen der Debatte zur EU-Taxonomie wurde in Bezug auf die „grüne“ Eigenschaft von Gaskraftwerken überzeugend und unwidersprochen dargelegt, dass Wasserstoff auf mittlere und lange Sicht nicht in ausreichendem Maß für…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Photovoltaik-Strategie nachbessern: alle Hebel auf schnellen Gigawattzubau umlegen

    Die PV-Strategie des Wirtschafts- und Klimaschutzministeriums wird den Solar-Ausbau deutlich vereinfachen und beschleunigen. Sie bleibt aber unter ihren Möglichkeiten. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) zeigt, wo noch Leerstellen bestehen und was Priorität haben muss. Mit diesen Nachbesserungen könnten die Ausbau-Ziele der Bundesregierung sogar übertroffen und so die Defizite in anderen Bereichen ausgleichen werden. Parallel muss der Aufbau einer europäischen PV-Industrie angeschoben werden.  Berlin, den 24.03.2023: „Die Vorschläge aus dem Wirtschaftsministerium sind eine gute Basis für die nötige Verdreifachung des Zubau-Tempos auf jährlich 22 GW. Die Potenziale sind aber noch lange nicht voll ausgeschöpft. Das A und O sind schlanke, digitale Prozesse und der Abbau von Bürokratie. Es kann nicht sein,…

  • Energie- / Umwelttechnik

    bne begrüßt BMWK-Strategie zur Beschleunigung des PV-Ausbaus weitgehend

    Das BMWK hat heute eine PV-Strategie vorgelegt, die den Ausbau der Photovoltaik beschleunigen soll und dies bei richtiger Priorisierung auch leisten kann. "Die PV-Strategie des BMWK enthält viele gute Punkte, die den Ausbau der Photovoltaik vereinfachen und beschleunigen werden", sagt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne). „In den beiden für 2023 angekündigten Solarpaketen gilt es, auch Querschnittsthemen im Bau-, Landwirtschafts- und Steuerrecht sowie den Bürokratieabbau anzugehen.“ Damit der Zubau im Gigawattmaßstab gelingt, sind viele Maßnahmen nötig, die das BMWK jetzt angehen will. “Wir begrüßen ausdrücklich, dass eine Duldungspflicht für Anschlussleitungen von Solarparks, eine Umwandlung der Länderöffnungsklausel bei benachteiligten Gebieten in eine Opt-Out-Regelung und die Vereinfachung von Hofübergaben in…

  • Energie- / Umwelttechnik

    bne-Statement zum Auslaufen der Erlösabschöpfung am Strommarkt im Juni

    Wirtschaftsminister Robert Habeck hat angekündigt, dass die Erlösabschöpfung am Strommarkt im Juni auslaufen soll. Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne), kommentiert: „Es ist völlig richtig, dass Wirtschaftsminister Robert Habeck die Erlösobergrenze Mitte des Jahres auslaufen lassen will. Ebenso folgerichtig wäre es, auch die Preisbremsen auslaufen zu lassen und für Neuverträge sofort abzuschaffen. Seit dem Herbst sind die Strom- und Gaspreise massiv gesunken. Eine Rückkehr zum Wettbewerb würde die Weitergabe von Preissenkungen vereinfachen und beschleunigen. Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit, auf die kriegsbedingten Verwerfungen zu reagieren: Die Instrumente haben im Ergebnis ein Bürokratiemonster erschaffen, das zu erheblichen Mehraufwänden bei den Energielieferanten geführt und bei Investoren viel Vertrauen zerstört…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Bündnis kritisiert geplante Drosselung für Wärmepumpen, Wallboxen & Co.

    Bundesnetzagentur plant, dass Netzbetreiber steuerbare Verbrauchseinrichtungen einseitig und unbegrenzt abdrosseln können. vzbv, VDA, bne und BWP: Nötig sind zeitvariable Stromtarife oder Flexibilitätsentgelte sowie Begrenzungen für Notfall-Abschaltungen. Mehr Kosteneffizienz ist auch im Interesse der privaten Haushalte. Im Zuge der Energiewende werden Millionen Verbraucher:innen neue Wärmepumpen, Wallboxen für E-Autos, Klimaanlagen und Stromspeicher einbauen. Diese sollen als „steuerbare Verbrauchsgeräte“ so gesteuert werden, dass das vorhandene Stromangebot optimal genutzt wird und somit zu hohe Lastspitzen vermieden werden. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) plant, dass Netzbetreiber im Fall einer drohenden Netzüberlastung diese Geräte einseitig und unbegrenzt abdrosseln dürfen. Ein Verbändebündnis aus Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne), Bundesverband Wärmepumpen (bwp), Verband der Automobilindustrie (VDA) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert…

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    14a EnWG: Netzbetreibereingriffe auf Wärmepumpen und Wallboxen müssen Notfallinstrument bleiben

    Die Vorschläge der Bundesnetzagentur zur Integration neuer steuerbarer Verbrauchseinrichtungen in das Stromnetz gehen in die richtige Richtung des dynamischen Steuerns. Die Übergangslösung auf dem Weg dorthin ist jedoch überflüssig, da es derzeit keine flächendeckende Netzüberlastung gibt. 14a ist eine Notbremse, vorrangig erforderlich sind die marktlichen Normalregelungen nach 14c. Die Bundesnetzagentur ist daher jetzt am Zug, Regeln für die marktliche Beschaffung von Flexibilitäten durch die Netzbetreiber nach Paragraf 14c festzulegen. Berlin, den 30.01.2023: „Die Eckpunkte der Bundesnetzagentur sind eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den unangekündigten Markteingriffen, die das Bundeswirtschaftsministerium vor gut zwei Jahren vorgeschlagen hatte. Ein entscheidender Fortschritt ist, dass Netzbetreiber in die Pflicht genommen werden, Wärmepumpen und Wallboxen unverzüglich…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Bundesverband Neue Energiewirtschaft begrüßt 12 neue Mitglieder

    Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) wächst weiter. Zu den 12 neuen Mitgliedern zählen Ökostromanbieter, Entwickler von PV-Freiflächenanlagen sowie Unternehmen aus den Geschäftsbereichen Smart Metering, Flexibilisierung und Großspeicher. „Wir freuen uns sehr über die breite Verstärkung. Der bne baut damit seine Rolle als zentrale Anlaufstelle für die Innovationstreiber der Energiewende weiter aus“, sagt bne-Geschäftsführer Robert Busch. Das zeigt sich auch in den Themen, die der Verband derzeit vorantreibt. Dazu gehören die Weiterentwicklung des Marktdesigns, die Digitalisierung, die dezentrale Versorgung mit Vor-Ort-Konzepten sowie ein schneller, unbürokratischer Zubau von Wind und PV. Mit der Guten Planung von Solarparks hat der bne die neuen Standards für Photovoltaik gesetzt. „2023 muss es der Ampel gelingen,…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Digitalisierung der Energiewende wird schneller, braucht aber mehr Wettbewerb

    Ein Neustart bei der Digitalisierung der Energiewende ist überfällig. Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz macht den Smart Meter-Rollout einfacher, schneller und günstiger. In einigen Bereichen gehen die Änderungen aber noch nicht weit genug. Vor allem die Zertifizierung der Geräte bleibt zu kompliziert und damit teuer. Für wettbewerbliche Messtellenbetreiber bergen die Vorschläge sogar einige Verschlechterungen, die korrigiert werden müssen. „Mit dem Digitalisierungsgesetz kommen wir der Echtzeitenergiewirtschaft ein großes Stück näher – Deutschland holt auf“, lobt bne-Geschäftsführer Robert Busch. Das BMWK hatte am 8. Dezember 2022 den Entwurf eines Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende veröffentlicht. Der bne hat dazu ausführlich Stellung bezogen. Ein echter Gamechanger sind die…