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Zirkulär denken, wettbewerbsfähig handeln
Deutschland gilt technologisch als stark, wenn es um zirkuläre Lösungen geht. Gleichzeitig verschärft sich der internationale Wettbewerb, während andere Volkswirtschaften strategisch immer mehr Tempo aufnehmen. Innovation allein genügt nicht mehr, wenn sie nicht in Wertschöpfung übersetzt wird. Parallel dazu stehen politische Strategien auf dem Prüfstand. Die EU treibt ihre industriepolitischen Rahmenwerke voran, Deutschland setzt mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie einen eigenen Fahrplan. Entscheidend wird sein, wie ambitioniert und verbindlich dieser umgesetzt wird. Zwischen Patenten, Marktmechanismen und Regulierung entscheidet sich, ob Kreislaufwirtschaft zum Wettbewerbsfaktor wird oder ein gut gemeintes Konzept bleibt. Darüber sprechen wir im Interview mit Marc Wolinda, Wirtschaftsexperte der Bertelsmann Stiftung. Laut Ihrer Innovationsanalyse zur Circular Economy liegt Deutschland mit…
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Phosphor als strategische Chance
Phosphor ist systemrelevant für Ernährung und Landwirtschaft, doch Europa ist bei Phosphat auf Importe angewiesen – aus politisch sensiblen Regionen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Boden- und Gewässerschutz. Was künftig aus Klärschlamm zurückgewonnen wird, muss hochwertig, entgiftet und wirtschaftlich tragfähig sein. Mit der gesetzlich fixierten Frist 2029 beginnt der Wettlauf um Investitionen, Standards und regionale Wertschöpfung. Die Kreislaufwirtschaft wird damit vom Umweltprojekt zur industriepolitischen Aufgabe. Wie sich Qualität, Versorgungssicherheit und Marktakzeptanz verbinden lassen, erläutert Dr. Agnes Janda, Vorständin der GELSENWASSER AG. Welche Bedeutung hat Kreislaufwirtschaft für Gelsenwasser und warum spielt Phosphor eine zentrale Rolle? Für uns ist Kreislaufwirtschaft kein Schlagwort, sondern ein Auftrag.Wir wollen Ressourcen schützen und wirtschaftlich widerstandsfähiger werden,…
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Zirkulärer Wirtschaftsstandort
Stellen wir uns eine Stadt vor, in der Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in geschlossenen Kreisläufen zusammenspielen: Gebäude sind modular und langlebig konzipiert, Materialien lassen sich sortenrein zurückbauen und erneut einsetzen. Erneuerbare Energien sichern die Versorgung, Wasser- und Abfallsysteme folgen regenerativen Prinzipien. Produkte werden repariert statt entsorgt und digitale Plattformen erleichtern Tausch und gemeinsame Nutzung. In begrünten Quartieren entstehen Orte der Begegnung, wo Reparaturinitiativen, Secondhand-Angebote und Sharing-Modelle den Alltag prägen. So wächst eine urbane Gemeinschaft, die Ressourcen schont und soziale Nähe stärkt. Mit der Idee der Kreislaufstadt und einem klar definierten städtischen Leitbild als realistisches Zukunftsmodell für urbane Räume, liegt es in der Hand von Städten und Gemeinden, Grundlagen für mehr…
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Kreislaufwirtschaft ist weit mehr als Abfallwirtschaft
. Sie ist ein entscheidender Hebel für eine auch in Zukunft wettbewerbsfähige Wirtschaft. Unternehmen aller Branchen profitieren davon, wenn Prozesse effizienter werden und die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten sinkt. 88 Prozent der Unternehmen erwarten von einer konsequent umgesetzten Kreislaufwirtschaft positive Effekte; ein klares Signal für das enorme Potenzial, das in diesem Ansatz steckt. Doch der Wandel geht weit über das klassische Recycling hinaus. "Es reicht nicht mehr, Recycling-Fragen am Ende der Nutzungskette zu optimieren. Unternehmensstrategien, Produktportfolios und Geschäftsmodelle müssen so weiterentwickelt werden, dass Design für Langlebigkeit, Reparierbarkeit und hochwertige Wiederverwendung zum zentralen Bestandteil des Wert- und Leistungsversprechens werden", betont Carsten Wachholz von der Ellen MacArthur Foundation im Interview. Kreislaufwirtschaft bedeutet…
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Eine neue Dynamik
Udo Jürgens, Roy Black und Gilbert Bécaud traten dort auf und auch die Leipziger Jazztage fanden seit 1978 dort ein Zuhause: Die Rede ist von der Leipziger Kongresshalle. Nachdem das ehemalige repräsentative Gesellschaftshaus des Zoologischen Gartens im September 1900 eröffnet wurde, erlangte es für die bürgerliche Festkultur schnell eine große Bedeutung. Im Unterschied zu den meisten anderen Kulturstätten Leipzigs hat das Gebäude den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden, weshalb es im Schnellverfahren instand gesetzt und zur „Kongreßhalle Leipzig“ umgebaut wurde. 1988 musste das prachtvolle Gründerzeitgebäude aufgrund von Baufälligkeit jedoch geschlossen werden. Zehn Jahre ist es jetzt her, dass das geschichtsträchtige Gebäude nach Umbau und Sanierung seine Türen als modernes Tagungszentrum…
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Eine neue Dynamik
Udo Jürgens, Roy Black und Gilbert Bécaud traten dort auf und auch die Leipziger Jazztage fanden seit 1978 dort ein Zuhause: Die Rede ist von der Leipziger Kongresshalle. Nachdem das ehemalige repräsentative Gesellschaftshaus des Zoologischen Gartens im September 1900 eröffnet wurde, erlangte es für die bürgerliche Festkultur schnell eine große Bedeutung. Im Unterschied zu den meisten anderen Kulturstätten Leipzigs hat das Gebäude den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden, weshalb es im Schnellverfahren instand gesetzt und zur „Kongreßhalle Leipzig“ umgebaut wurde. 1988 musste das prachtvolle Gründerzeitgebäude aufgrund von Baufälligkeit jedoch geschlossen werden. Zehn Jahre ist es jetzt her, dass das geschichtsträchtige Gebäude nach Umbau und Sanierung seine Türen als modernes Tagungszentrum…
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Golf ist mehr als nur ein Freizeitvergnügen
Nationale und internationale Turniere prägen den Sport ebenso wie die persönlichen Geschichten der Profis. Genau hier setzt unsere neue Publikation "Golf" an. Die alten Klischees von Männern in Polohemden, teuren Luxusgegenständen und großen Deals auf dem Golfplatz sind längst überholt. Golf hat sich zum Trendsport entwickelt und begeistert zunehmend auch jüngere Zielgruppen. Gleichzeitig bieten moderne Golfanlagen weit mehr als nur Training: Sie sind Orte der Begegnung, des Netzwerkens und des Austauschs. Deutschland spielt insbesondere im Frauen-Golfsport eine zentrale Rolle. Laut EGA Participation Report 2025 ist es der wichtigste Markt in Europa und liegt auch prozentual bei der Beteiligung weit vorne. Spielerinnen wie Esther Henseleit stehen exemplarisch für diese Entwicklung: Die…
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Geschäftsreisen und MICE als Motor für Standortstärke
Insbesondere Meetings, Incentives, Conventions und Events bringen Menschen, Ideen und Märkte jedoch zusammen. Deutschland nimmt hier eine Spitzenposition ein: Laut IPK International ist es weltweit die meistbesuchte Destination für promotable Geschäftsreisen. Jede zehnte MICE-Reise führte 2024 nach Deutschland. Gründe dafür sind u. a. die zentrale Lage im Herzen Europas, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie die Vielfalt moderner Eventlocations, Tagungshotels und Kongresszentren. Diese Stärke zeigt sich auch in der Internationalität: Mit 11,1 Prozent ist der Anteil internationaler Teilnehmender bei Business Events überdurchschnittlich hoch. Und wenn es Geschäftsreisende ins Ausland zieht, bleiben die direkten europäischen Nachbarländer die wichtigsten Ziele. Und auch die kleinen Dinge entscheiden über den Erfolg einer Reise: vom richtigen Equipment…
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Viele Wege führen zur Familie
Kinder zu bekommen, bleibt für viele junge Menschen ein zentrales Lebensziel. Rund ein Viertel der 30- bis 39-Jährigen möchte in den kommenden drei Jahren ein erstes oder weiteres Kind bekommen. Das zeigt: Der Wunsch nach Familie ist weiterhin stark verankert und nicht zuletzt Ausdruck einer lebensbejahenden Gesellschaft. Der Weg zum Wunschkind ist dabei so individuell wie die Familien selbst. Neben der natürlichen Schwangerschaft gibt es heute viele Möglichkeiten, den Traum vom Kind zu verwirklichen, etwa über Adoption, Samenspende oder Eizellspende. Passend dazu erzählt Moderatorin Sarah Valentina Winkhaus von ihrem selbstbestimmten Weg zum eigenen Kind und ihrem Leben als Single-Mutter. Ist das Wunschkind dann schließlich da, beginnt ein neuer, intensiver Lebensabschnitt.…
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Wenn das Bett zur Familienzone wird
Herr von Lieres, wenn Sie auf die letzten zwei Jahrzehnte zurückblicken: Wie hat sich das Verständnis von gemeinsamem Schlafen in Familien verändert? Im Vergleich zu früher ist das jetzt ein Riesenunterschied. Ein zwei Meter breites Bett war vor 20 Jahren noch die Norm für das Elternschlafzimmer. Heute ist das Familienbild viel stärker geworden. Während früher die Leute noch mit dem Kopf geschüttelt haben, wenn sie von sehr breiten Familienbetten hörten, gibt es heute dafür viel mehr Verständnis und Interesse. Wie waren damals die Reaktionen darauf, dass Sie ein eigenes Familienbett selbst produziert haben? Unser erstes Familienbett habe ich vor genau 25 Jahren gebaut, als unsere älteste Tochter geboren wurde. Ich…