• Sport

    DMSG stellt nach Krankenkassenkündigung Online-Funktionstraining ein:

    Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) passt ihr digitales Bewegungsangebot an. Ab Januar 2026 werden die bisherigen Online-Funktionstrainingsgruppen durch neue, flexiblere Formate ersetzt, da zuletzt der Ersatzkassenverband das telemedizinische Funktionstraining zum 31. Dezember 2025 gekündigt hat. Im Rahmen des Projekts PARTIZIPATIV-MS bietet die DMSG künftig Online-Bewegungskurse an. Die bewährten Funktionstrainingsgruppen in Präsenz bleiben unverändert bestehen. Die Corona-Pandemie hatte die DMSG vor einigen Jahren dazu veranlasst, ihr Funktionstraining auch in digitaler Form anzubieten. Die Gesetzlichen Krankenversicherungen hatten abweichend von den bestehenden Regelungen  neue Durchführungsmöglichkeiten für Funktionstraining eröffnet. Diese digitalen Angebote wurden von vielen Menschen mit Multipler Sklerose (MS) gut angenommen, da sie ortsunabhängig und ohne Anfahrtswege genutzt werden konnten. „Die Online-Formate…

  • Gesundheit & Medizin

    DMSG würdigt langjähriges außerordentliches Engagement: Auszeichnung für Universitäts-Professor Dr. med. Ralf Gold

    Der jährliche Festakt der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. hat auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste zusammengeführt. Erstmals fand die Veranstaltung in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. Im Mittelpunkt standen die Auszeichnung herausragender Leistungen in Forschung, Versorgung und das Engagement für Menschen mit MS. Ein bedeutender Höhepunkt des Abends war die Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Käte-Hammersen-Preises. Der Preis wurde von Walter Hammersen in Gedenken an seine an MS verstorbene Frau Käte gestiftet und wird an Personen verliehen, die dazu beitragen, körperliche und seelische Belastungen von Menschen mit MS zu lindern. In diesem Jahr erhielt der Bochumer Neurologe Professor Dr. med. Ralf Gold die Auszeichnung. Die Laudatio hielt…

  • Gesundheit & Medizin

    Nur jede dritte Praxis ist barrierefrei

    Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen erinnert seit 1993 an die Verpflichtung der Vereinten Nationen (UN), die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen umfassend zu sichern. Der Aktionstag wurde eingeführt, um Gleichberechtigung zu stärken, Diskriminierung entgegenzuwirken und Fortschritte bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sichtbar zu machen. In Deutschland ist das Thema Barrierefreiheit im Gesundheitswesen ständig präsent: Der von der Vorgängerregierung geplante Aktionsplan für die Umsetzung von Barrierefreiheit im Gesundheitswesen, der die wesentlichen Probleme von Menschen mit Behinderungen in den Fokus rücken sollte, wurde von der aktuellen Regierung nicht weiterverfolgt und viele Probleme bleiben weiterhin ungelöst. Barrierefreie Versorgung im Fokus Für Menschen mit MS sind körperliche Einschränkungen wie Gangunsicherheit…

  • Gesundheit & Medizin

    Neue Hoffnung für Menschen mit MS: Autologe Stammzelltransplantation zeigt Potenzial bei hochaktiver Multipler Sklerose

    Die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation (aHSZT) eröffnet einen neuen Behandlungsansatz für Menschen mit Multipler Sklerose (MS), deren Erkrankung trotz verlaufsmodifizierender Therapien fortschreitet. Seit Mitte der 1990er-Jahre wird die Methode mit zunehmendem Interesse als Option für Patienten mit hochaktiver, schubförmig verlaufender MS, bei denen herkömmliche Behandlungsstrategien keine ausreichende Krankheitskontrolle erzielen, klinisch untersucht1,2.  Die aHSZT zielt darauf ab, das Immunsystem “zurückzusetzen”, um die Entzündungsaktivität im zentralen Nervensystem zu stoppen. Besonders profitieren können jüngere Patienten unter 50 Jahren, deren Erkrankung weniger als zehn bis fünfzehn Jahre besteht und die einen leichten bis mittelschweren Behinderungsgrad aufweisen (EDSS < 6 innerhalb von fünf Jahren nach Diagnose). Auch bei chronisch fortschreitenden Verlaufsformen kann die Therapie in Einzelfällen…

  • Gesundheit & Medizin

    MS-PAT – die MS spezifische Online-Patientenschulung erhält den 2. Preis des vdek-Zukunftspreises 2025

    Der vdek-Zukunftspreis 2025 stand unter dem Motto „Leichter gesagt, als getan – Therapietreue in der Behandlung fördern“. Insgesamt gingen 29 Preisvorschläge ein, aus denen die Jury einen ersten und zwei zweite Preisträger auswählte. Die Überreichung der Auszeichnungen erfolgte anlässlich des vdek-Forums zur digitalen Gesundheit am 7. Oktober in Berlin.   Der DMSG-Bundesverband gratuliert allen Preisträgern und Teilnehmenden der Ausschreibung und freut sich sehr für das Team um Dr. Stephanie Woschek, das den 2. Preis erhalten hat. Beide 2. Preise sind mit jeweils 7.500 Euro dotiert.  „Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten bedanken, die MS-PAT zu einem solchen Erfolg machen: meinem Team, das MS-PAT geplant, umgesetzt und evaluiert hat,…

  • Gesundheit & Medizin

    Bundesweite Online-Befragung des Innovationsprojektes MS-Vita gestartet

    Nach intensiver Vorarbeit startet die nächste Etappe des MS-Vita-Projekts: die bundesweite Onlinebefragung zu Blasen- und Darmfunktionsstörungen bei Multiple Sklerose. Aufgerufen sind alle Menschen mit MS – unabhängig davon, ob sie selbst von diesen Symptomen betroffen sind. Die Befragung soll helfen, Versorgungslücken sichtbar zu machen und neue Wege für mehr Teilhabe zu eröffnen. Von Fokusgruppen zu Onlinebefragung Die Onlinebefragung ist Teil eines umfassenden Forschungsprozesses: Nach dem Aufbau des Patienten- und Angehörigenbeirats, der Durchführung und Auswertung mehrerer Fokusgruppen sowie der Analyse von Registerdaten aus dem MS-Register geht MS-Vita nun in die nächste Phase. Ein wichtiges Anliegen der Onlinebefragung ist es, Erfahrungen, Perspektiven und Bedarfe möglichst vieler MS-Erkrankter einzubeziehen – unabhängig davon, ob…

  • Gesundheit & Medizin

    Neue Stellungnahmen zu Organtransplantation, Blutspende und Stammzell-Spende bei Multipler Sklerose

    Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) veröffentlicht gemeinsam mit dem Krankheitsbezogenen Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS), der Österreichischen Multiple Sklerose Gesellschaft und der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft zwei Stellungnahmen zu Organtransplantation, Blutspende und Stammzell-Spende. Diese Stellungnahmen aktualisieren frühere Empfehlungen und geben Menschen mit MS wichtige Orientierung. Für viele lebensbedrohlich erkrankte Menschen ist die Transplantation von menschlichem Gewebe oder Zellen oft die einzige lebensrettende Maßnahme. Bei Spendern mit chronischen Vorerkrankungen wie der Multiplen Sklerose (MS) sind jedoch besondere Aspekte zu beachten. Die neue Stellungnahme berücksichtigt aktuelle medizinisch-ethische Erwägungen sowie spezifische Risiken bei einer MS-Immuntherapie des Spenders. Organtransplantation: Unter bestimmten Voraussetzungen möglich Nach gegenwärtigen Vorgaben der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer…

  • Gesundheit & Medizin

    Multiple Sklerose wird heute schneller erkannt

    Die Diagnose der Multiplen Sklerose (MS) erfolgt in Deutschland heute deutlich schneller als noch vor einigen Jahren. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des MS-Registers der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Auch der Beginn einer passenden Therapie findet früher statt. Diese Entwicklungen sind ein positives Signal für Menschen mit MS und ihre Behandlung. Früher erkennen, früher behandeln Eine schnelle und sichere Diagnose ist entscheidend, um frühzeitig mit einer Immuntherapie beginnen zu können. Besonders bei der schubförmig verlaufenden MS stehen heute viele wirksame Medikamente zur Verfügung, die neuen Krankheitsschüben entgegenwirken können. Je eher die Krankheit erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. In den letzten Jahren hat sich die Zeit bis…

  • Gesundheit & Medizin

    Elektrostimulation : Exopulse Mollii Suit bei MS erstmals klinisch untersucht

    Ein Ganzkörperanzug, der mit elektrischen Impulsen neurologische Symptome lindern soll – was zunächst futuristisch klingen mag, ist für einige Menschen mit MS bereits Realität. Der Exopulse Mollii Suit, entwickelt zur Muskelstimulation bei neurologischen Erkrankungen, wird seit einigen Jahren von einer deutschen Firma vertrieben. Jetzt liegen erstmals klinische Studiendaten zum Einsatz des Anzugs bei Multipler Sklerose vor. Ganzkörperanzug zur Muskelstimulation – Chancen für Menschen mit MS? Der Exopulse Mollii Suit soll Menschen mit neurologischen Erkrankungen helfen. Menschen mit MS berichten über eine Verbesserung von Symptomen wie Spastik, chronischen Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit oder Muskelsteifheit. Ebenso liegen auch Berichte vor, dass der Anzug nicht die erhoffte Wirkung brachte. Doch aufgrund fehlender aussagekräftiger Studien…

  • Gesundheit & Medizin

    DMSG-Forschungsförderung 2025: Fokus auf Tertiärprävention bei MS

    Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V., fördert erneut wissenschaftliche Projekte, die sich mit innovativen Ansätzen zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) befassen. Das Thema der Forschungsförderung 2025 lautet: „Tertiärprävention bei an MS erkrankten Menschen“. Relevanz tertiärer Prävention Viele Menschen mit MS sind im Laufe ihrer Erkrankung nicht nur von primären neurologischen Symptomen betroffen. Häufig treten im Verlauf sogenannte sekundäre und tertiäre Komplikationen auf – darunter chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Dekubiti, Stürze oder Infekte (z. B. Harnwege oder Atemwege). Diese Folgeerscheinungen führen oft zu einer erheblichen Steigerung der Krankheitslast, wirken sich negativ auf das Berufs- und Sozialleben aus und können den Krankheitsverlauf zusätzlich verschlechtern. Ziel der tertiären…