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Umgang mit Leberschäden bei anti-CD20-Medikation bei Multipler Sklerose
Der Vorstand des Ärztlichen Beirates der DMSG, Bundesverband e.V. weist darauf hin, dass es im Zusammenhang mit der Erstgabe (Infusion) von Ocrelizumab (Ocrevus©) zu Leberfunktionsstörungen gekommen ist. Bei Oberbauchschmerzen, Gelbsucht, Übelkeit, Erbrechen oder anderen Magen-Darm-Symptomen im Zusammenhang mit der Erstinfusion sollte immer an eine Leberfunktionsstörung gedacht und diese baldmöglichst internistisch-gastroenterologisch weiter abgeklärt werden. Seit Mitte letzten Jahres wurde nach Erstinfusion moderner, hochwirksamer B-Zell-gerichteter Medikation über Störungen der Leberfunktion (‚,Hepatopathien‘‘) bei MS-Erkrankten berichtet. Die Häufigkeit hierfür liegt nach den bisherigen Informationen derzeit bei unter 1:10 000. Da es sich um keine Nebenwirkungen in Zusammenhang mit Therapiestudien handelt, sind die Arzneimittelkontrollbehörden in Europa und Nordamerika auf individuelle Meldungen der behandelnden Ärztinnen und Ärzte angewiesen.…
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Neue Pilotstudie MS-PAVED sucht Menschen mit Multipler Sklerose
Wie erleben Menschen mit Multipler Sklerose ihren Alltag, ihre Erkrankung und ihre medizinische Versorgung? Antworten auf diese Fragen möchte die neue Pilotstudie MS-PAVED liefern. Das partizipative Forschungsprojekt der MS Forschungs- und Projektentwicklungs-gGmbH (MSFP), die das MS-Register der DMSG betreibt, wurde zusammen mit dem DMSG-Bundesverband entwickelt und stellt die Erfahrungen und Bedürfnisse von Menschen mit MS in den Mittelpunkt. Menschen mit MS gestalten die Studie mit In das Pilotprojekt MS-PAVED wurden Menschen mit MS, Wissenschaftler, MS-Schwestern, Neurologen sowie Mitarbeitende des Deutschen MS-Registers und der DMSG mit einbezogen. Eine beteiligte Person, die mit MS lebt, berichtet: „Studien werden häufig über Menschen mit MS durchgeführt. Ihre Perspektive fließt jedoch nicht immer von Anfang an in…
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DMSG schreibt Forschungsförderung 2026 zum Thema Darmmikrobiom und Multiple Sklerose aus
Erneut fördert die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V. (DMSG), innovative Forschungsprojekte zur Multiplen Sklerose. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt die DMSG mit ihrer Forschungsförderung sowohl Grundlagenforschung als auch patientenorientierte und klinische Forschungsansätze. Seit 2016 wurden dafür bereits mehr als drei Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über die Erkrankung zu gewinnen und die Versorgung sowie Lebensqualität von Menschen mit MS nachhaltig zu verbessern. Das Forschungsthema 2026 steht fest Für die Forschungsförderung 2026 hat die DMSG das Ausschreibungsthema „Darmflora und MS (Darmmikrobiom)“ gewählt. Damit rückt ein Forschungsfeld in den Fokus, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Das Darmmikrobiom beschreibt die…
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Tertiärprävention bei an MS erkrankten Menschen
Seit über zehn Jahren finanziert die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. mit ihrer Forschungsförderung innovative Projekte sowohl in der Grundlagenforschung als auch bei patientenorientierten Forschungsansätzen. Bewerben können sich Forschende in einem jährlichen Ausschreibungszyklus mit Antragsverfahren für eine Laufzeit ihrer Projekte von bis zu 24 Monaten. Die Anträge werden durch ein unabhängiges und internationales Gutachtersystem bewertet. Dabei wurden seit 2016 über drei Millionen Euro an finanziellen Mitteln zur Verfügung gestellt. Möglich ist das nur durch das Engagement zahlreicher Unterstützer – aus Wissenschaft, Medizin, Industrie und der MS-Community, zum Beispiel im Rahmen der Benefizkampagne The May 50K und privater zweckgebundener Spenden. Für das Ausschreibungsjahr 2025 wurden nach wissenschaftlicher Begutachtung zwei Projekte…
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Fampridin bei Multiple Sklerose – Wie Patentschutz und Festbeträge MS-Patienten benachteiligen
Viele Menschen mit MS, die den Wirkstoff Fampridin zur Verbesserung ihres Gehvermögens zweimal täglich einnehmen, waren und sind seit Ende April 2026 stark verunsichert. Sie zahlen derzeit erhebliche Mehrkosten, die beim Einlösen des Rezeptes in der Apotheke anfallen. Hintergrund ist ein bestätigter Patentschutz für das Originalpräparat Fampyra® von Merz Therapeutics als Retardtablette, der auf Basis einer einstweiligen Verfügung den Rückruf Fampridin-haltiger Generika nach sich zog. Aufgrund von Maßnahmen zur Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots im Gesundheitssystem stößt der Patient sowie andere Beteiligte derzeit an Hürden. Der Wirkstoff Fampridin – Wirkmechanismus und Zulassung Der Wirkstoff Fampridin ist seit 2011 zur Verbesserung der Gehfähigkeit von erwachsenen Patienten mit Multipler Sklerose (MS) mit Gehbehinderung (EDSS 4-7) zugelassen [1]. Die Gehbehinderungen bei…
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Für eine zukunftsweisende Registerforschung
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) und das MS-Register der DMSG begrüßen grundsätzlich die Initiative zur Schaffung eines Medizinregistergesetzes (MRG). Die DMSG, die seit über 70 Jahren Menschen mit Multipler Sklerose begleitet und mit ihrem MS-Register seit Anfang der 2000er Jahre Pionierarbeit leistete, sieht in der qualitätsgesicherten, versorgungsnahen Forschung eine zentrale Säule der modernen Gesundheitsversorgung. In einer ausführlichen Stellungnahme würdigen DMSG und MS-Register positive Ansätze des Gesetzentwurfs — darunter den einheitlichen Rechtsrahmen, eine zentrale Anlaufstelle für Qualitätsentwicklung, verbesserte Grundlagen zur Datenverknüpfung sowie die Einführung einer vereinfachten Einwilligung auf gesetzlicher Basis. Gleichzeitig mahnen sie grundlegenden Überarbeitungsbedarf an. „Wir sehen gute Ansätze, befürchten aber, dass hoher bürokratische Aufwand einer breiten…
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Frauengesundheit und Rauchprävention im Fokus der MS-Forschung
Zum Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit am 28. Mai und dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai wirft die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) einen Blick auf aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen rund um Multiple Sklerose (MS), Frauengesundheit und beeinflussbare Risikofaktoren. Wechseljahre ohne klaren Einfluss auf den Krankheitsverlauf von MS Frauen sind etwa dreimal häufiger von MS betroffen als Männer. Dennoch bestehen insbesondere in Lebensphasen wie den Wechseljahren weiterhin Forschungslücken. Lange wurde angenommen, dass die Menopause den Verlauf der Erkrankung grundsätzlich verschlechtern könne. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeichnen inzwischen jedoch ein genaueres Bild. Eine aktuelle Studie begleitete 559 Frauen mit MS während und nach den Wechseljahren und verglich ihre Krankheitsentwicklung mit einer ähnlich alten männlichen Vergleichsgruppe.…
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„Diagnose Multiple Sklerose. Jetzt erst recht!“: Der Welt-MS-Tag zeigt Chancen und Handlungsbedarf
Der Welt-MS-Tag rückt am 30. Mai zum 18. Mal die Situation und Anliegen der weltweit 2,9 Millionen MS-Erkrankten in den Vordergrund, deckt Versorgungslücken auf und bietet Betroffenen ein Sprachrohr. Prominente Gesichter und positive Beispiele machen Mut, wie Rockstar Aaron von Billy Talent, die ehemalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bundespräsident a.D. Christian Wulff, Sohn einer an MS erkrankten Mutter. Rund 280.000 Menschen leben in Deutschland mit Multipler Sklerose – kurz MS. Jährlich werden 15.000 Frauen und Männer neu mit der Diagnose konfrontiert. Meist wird die Erkrankung im Alter zwischen 20 und 40 Jahren entdeckt, also in einer Lebensphase, in der Familie, Beruf und Zukunftspläne im Fokus stehen. Doch dank moderner Therapien…
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Kritik an Referentenentwurf zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG), hat zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragsstabilitätsgesetz), der im Kabinett am Mittwoch, 29. April, beschlossen werden soll, eine umfangreiche Stellungnahme vorgelegt. Die DMSG übt darin deutliche Kritik an den geplanten Maßnahmen und warnt vor gravierenden Folgen insbesondere für Menschen mit Multipler Sklerose und anderen chronischen Erkrankungen. Einseitige Belastung der Versicherten – Solidarprinzip in Gefahr Die DMSG kritisiert grundsätzlich, dass der Referentenentwurf die Finanzierungslast den gesetzlich Versicherten aufbürdet. Die im Entwurf vorgesehenen Mehrbelastungen für Beitragszahlerinnen und Beitragszahler sollen laut Entwurf bis 2030 zwischen 3,3 und 4,8 Milliarden Euro jährlich betragen – eine Summe, die nach Auffassung…
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DMSG beteiligt sich zum 4. Mal an internationaler Bewegungs- und Benefizkampagne THE MAY 50K
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) veranstaltet zum vierten Mal in Folge gemeinsam mit weiteren nationalen MS-Organisationen die internationale Spenden- und Fitnessaktion The May 50K. Die Aktion motiviert Menschen weltweit dazu, sich im Mai sportlich zu bewegen und dabei Spenden für die MS-Forschung zu sammeln. Die internationale Initiative The May 50K, die in Australien entstand, inspiriert Teilnehmende, im Mai mindestens 50 Kilometer – gerne aber auch mehr – in einer Bewegungsart ihrer Wahl zurückzulegen, d.h. zu laufen, zu gehen, mit dem Rad oder Rollstuhl zu fahren, zu schwimmen oder andere Formen der Fortbewegung zu nutzen. Seit 2023 beteiligt sich die DMSG an der Organisation der globalen Challenge und…