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Ladeinfrastruktur für Unternehmen: Zwischen regulatorischer Verpflichtung und wirtschaftlicher Umsetzung
Der Ausbau von Ladeinfrastruktur wird in vielen Unternehmen aktuell durch regulatorische Anforderungen sowie die zunehmende Elektrifizierung von Mobilität vorangetrieben. Nationale und europäische Vorgaben sowie steigende Nutzeranforderungen führen dazu, dass Ladepunkte zunehmend als fester Bestandteil gewerblicher Standorte verstanden werden. Damit stellt sich für Unternehmen nicht mehr die Frage, ob Ladeinfrastruktur aufgebaut wird, sondern wie, in welchem Umfang und mit welcher Zielsetzung sie umgesetzt wird. In der praktischen Umsetzung zeigt sich dabei, dass sich Unternehmen weniger an der grundsätzlichen Notwendigkeit orientieren müssen, sondern vielmehr an der Qualität der Planung und Ausgestaltung. Diese entscheidet darüber, ob Ladeinfrastruktur langfristig wirtschaftlich tragfähig ist oder dauerhaft zusätzlichen Aufwand erzeugt. WIRTSCHAFTLICHKEIT ALS ERGEBNIS DER NUTZUNG Die Wirtschaftlichkeit…
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Lastmanagement als Schlüssel zur skalierbaren Ladeinfrastruktur
Mit dem steigenden Anteil elektrischer Fahrzeuge wächst auch der Bedarf an entsprechender Ladeinfrastruktur. In der Praxis bedeutet das: Viele Branchen und Bereiche sind mit neuen und vor allen Dingen komplexen Energie-Anforderungen konfrontiert. Fuhrparks integrieren immer mehr E-Autos in ihren Bestand und müssen dafür ausreichend Ladepunkte bereitstellen. In Wohn- und Gewerbeimmobilien steigt der Anspruch an eine zuverlässige, zugängliche und verfügbare Ladeinfrastruktur für Bewohner, Mieter und Nutzer. Auch an Handelsstandorten werden Parkflächen zunehmend als Teil einer urbanen Ladeinfrastruktur genutzt, um Kunden und Besuchern das Laden während ihres Aufenthalts zu ermöglichen. Außerhalb der Geschäftszeiten können die Ladepunkte zudem von weiteren Nutzern verwendet werden. Eins haben alle gemeinsam: Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur rückt…
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AC-Ladeinfrastruktur im Einzelhandel: Wie Parkflächen neue Erlös- und Nutzungspotenziale erschließen
Ladeinfrastruktur entwickelt sich im Einzelhandel zunehmend zum strategischen Standortfaktor. Insbesondere AC-Ladelösungen bieten eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage. Gleichzeitig eröffnet die intelligente Nutzung bestehender Parkflächen neue Perspektiven – von zusätzlicher Flächeneffizienz bis hin zu neuen Einnahmepotenzialen. Der Ausbau von Ladeinfrastruktur im Einzelhandel wird häufig noch als Reaktion auf regulatorische Anforderungen oder steigende Nachfrage verstanden. Diese Sicht greift zu kurz. Tatsächlich entwickelt sich Ladeinfrastruktur zunehmend zu einem strukturellen Bestandteil der Standortstrategie – mit direkten Auswirkungen auf Attraktivität, Flächennutzung und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Für viele Einzelhändler stellt sich damit eine neue Ausgangsfrage: Wie lässt sich Ladeinfrastruktur so integrieren, dass sie nicht nur Anforderungen erfüllt, sondern aktiv zum Standorterfolg beiträgt? Insbesondere AC-Ladeinfrastruktur im Leistungsbereich von 11…
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Bundesförderung für Ladeinfrastruktur in WEGs: Antragstellung ab 15. April 2026 möglich
Das Bundesministerium für Verkehr fördert ab dem 15. April 2026 die nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur in und an bestehenden Mehrparteienhäusern. Antragsberechtigt sind Wohnungseigentümergemeinschaften im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes sowie einzelne Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer, die Mitglied einer WEG sind. Geförderte Maßnahmen Gefördert werden die Anschaffung und Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, darunter Ladepunkte mit Typ-2- oder CCS-Anschluss im Lademodus 3 oder 4 mit einer maximalen Gesamtladeleistung von 22 kW. Ebenfalls förderfähig sind der Netzanschluss, elektrische Komponenten wie Stromkabel, Zähler, Sicherungstechnik oder Transformatoren sowie notwendige bauliche Maßnahmen wie Erdarbeiten, Anpassungen von Wegen oder Stellflächen und Durchbrüche für neue Kabelwege. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vorverkabelung von Stellplätzen. Diese vorbereitenden Maßnahmen sind auch dann…
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Carré Mobility und ENERANDO starten strategische Partnerschaft für zukunftssichere Immobilien
Carré Mobility und ENERANDO bündeln ihre Kompetenzen und bieten der Immobilienwirtschaft ab sofort ein gemeinsames Rundum-sorglos-Paket für Shared Mobility und Ladeinfrastruktur. Die Partnerschaft richtet sich an Projektentwickler, Asset Manager, Property Manager, Wohnungsbaugesellschaften und Quartiersentwickler, die ESG-Anforderungen erfüllen, Bau- und Betriebskosten senken und ihre Assets durch ein nachhaltiges Mobilitätsangebot aufwerten wollen. Jury würdigt Lösung zwei drängender Probleme Carré Mobility plant und betreibt als Full-Service-Betreiber die Mobilitätshubs mit elektrischem Car-, Bike- und Lastenrad-Sharing direkt in der Immobilie. ENERANDO liefert die skalierbare Ladeinfrastruktur, basierend auf vorab durchgeführter Machbarkeitsstudie und GEIG-Beratung. Das Unternehmen installiert und betreibt die Ladepunkte und rechnet den Verbrauch mit den Nutzern ab. Beide Systeme greifen technisch und betrieblich ineinander, sodass…
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Ladeinfrastruktur für Hotels: Wie Elektromobilität zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor im Gastgewerbe wird
Elektromobilität verändert das Reiseverhalten – und eröffnet Hoteliers neue Einnahmequellen. Während Gäste mit E-Autos zunehmend gezielt nach Hotels mit Lademöglichkeiten suchen, entwickelt sich Ladeinfrastruktur für Betriebe längst vom „Nice-to-have“ zu einem klaren Wettbewerbsfaktor. Ein ökonomischer Blick auf Rentabilität und Erlösmodelle zeigt: Laden lohnt sich – auch für die Betreiber. Marktpotenzial: Elektromobilität als Hoteltrend Die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur wächst rasant. Laut aktuellen Studien bevorzugen rund 40 Prozent der Geschäfts- und Privatreisenden Hotels, die Lademöglichkeiten anbieten. Diese Häuser verzeichnen nicht nur höhere Buchungsraten, sondern auch bessere Onlinebewertungen – insbesondere auf Plattformen wie Booking oder Google. Besonders attraktiv ist der Einsatz von AC-Ladepunkten im Hotelbetrieb: Durch die typische Standzeit von 8 bis 12 Stunden pro…
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Öffentliche AC-Ladesäulen als Schlüssel zur Verkehrswende: Infrastruktur, Politik und gesellschaftliche Bedeutung
Die Elektromobilität gewinnt weiterhin an Dynamik – mit über 179.900 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland, davon etwa 135.700 Normalladepunkte (AC-Ladepunkte) zum Stand 1. Oktober 2025, zeigt sich ein stetiges Wachstum der Ladeinfrastruktur. AC-Ladesäulen mit 11 bis 22 Kilowatt Leistung bilden das Rückgrat der Ladeinfrastruktur im urbanen und ländlichen Raum und tragen maßgeblich zur Verkehrswende bei. Die strategische Bedeutung öffentlicher AC-Ladepunkte geht über die reine Versorgung der wachsenden Zahl an Elektrofahrzeugen hinaus. Sie ermöglichen eine angemessene und flächendeckende Versorgung, die Nutzerfreundlichkeit und Flexibilität schafft – entscheidend, um Elektromobilität gesellschaftlich breit zu etablieren. Matthias Schmid, Geschäftsführer der ENERANDO Technologies GmbH, betont: „Öffentliche Normalladeinfrastruktur ist ein zentraler Baustein der Mobilitätswende. Nur durch intelligente…
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EU verschärft CO2-Regeln für Firmenflotten
Die EU bereitet derzeit strengere CO2-Regeln für Firmenflotten vor – inklusive einer verbindlichen Elektroauto-Quote für gewerbliche Neuzulassungen. Branchenkreise rechnen damit, dass die Kommission Mitte Dezember ihren Vorschlag vorlegt und ab 2027 eine EV-Quote von mindestens 50 Prozent, ab 2030 sogar bis zu 90 Prozent für Unternehmensflotten ins Spiel bringt. In Deutschland wären davon rund zwei Drittel aller Neuzulassungen betroffen, da die EU sämtliche gewerbliche Zulassungen – vom klassischen Firmenwagen über taktische Herstellerzulassungen bis hin zur Mietwagenflotte – als „Flotte“ wertet. Transformationsdruck für Fuhrparks Für Unternehmen bedeutet dies: Der Druck, die eigene CO2-Bilanz schnell und sichtbar zu verbessern, steigt massiv – bei gleichzeitig hoher Unsicherheit über Investitionen, Energiekosten und die Akzeptanz…
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„Lastmanagement erklärt – Stromnetz, Lastverteilung & Energiemanagement“
Einleitung Die Energiewende und der stetige Ausbau der Elektromobilität stellen Unternehmen, Immobilienverwalter und Flottenbetreiber vor neue Herausforderungen: Die wachsende Anzahl elektrischer Verbraucher und Ladepunkte fordert das bestehende Stromnetz erheblich. Insbesondere bei hoher gleichzeitiger Nutzung riskieren Unternehmen und WEG (Wohnungseigentümergemeinschaften) kostenträchtige Lastspitzen, Überlastungen und ineffiziente Stromverwendung. Hier setzt das Lastmanagement an, ein zentraler Baustein moderner Ladeinfrastruktursysteme. Die ENERANDO Technologies GmbH hat mit ihrem intelligenten Energiemanagement und dem firmeneigenen Lastmanagement-Algorithmus eine innovative Lösung entwickelt, die Stromflüsse optimal verteilt, Lastspitzen minimiert und somit Betriebskosten senkt. Dieser Beitrag erläutert das Funktionsprinzip des Lastmanagements, zeigt die technische Umsetzung durch ENERANDO auf und erklärt den Nutzen für WEG und betriebliche Flotten. 1. Grundlagen des Lastmanagements 1.1…
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Ladeinfrastruktur: Novellierte EU Gebäuderichtlinie verstärkt den Druck auf Gebäudeeigentümer
Die europäische Mobilitätswende bleibt weiterhin in vielen Bereichen ein Zankapfel zwischen politischer Zielsetzung und praktischer Umsetzung. Nicht zuletzt der Ausbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur in Relation zur steigenden Nachfrage durch die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen bleibt aktuell hinter den Erwartungen und Anforderungen zurück. Mit einer Novellierung der EU-Gebäuderichtlinie EPBD (Energy Performance of Building Directive) als Teil des „Fit for 55“-Pakets will die EU-Kommission gegensteuern und das Tempo deutlich erhöhen. Bis Ende Juni 2026 (bzw. bis Anfang 2027 in Bezug auf bestehende Nichtwohngebäude) hat der deutsche Gesetzgeber nun Zeit, die neuen Regelungen in Gestalt einer Überarbeitung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) in deutsches Recht umzusetzen. Das Grundprinzip der Vorgaben in der neuen EU Gebäuderichtlinie…