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Das fatale Handbuch
Als Experten für Technische Dokumentation sehen wir es immer wieder: Die Hardware ist perfekt, die Software glänzt, aber die Anleitung wurde nur „nebenher“ erstellt. Ein fataler Irrtum, denn rechtlich gilt in der EU (und darüber hinaus): Die Instruktionspflicht ist Teil der Produktsicherheit. Das Risiko: Fehler in der Anleitung = Produktfehler Wenn die Betriebsanleitung unvollständig, fehlerhaft oder nicht verständlich ist, gilt das automatisch für das gesamte Produkt. Die Konsequenzen für Hersteller sind drastisch: – Haftungsfallen: Kommt es durch eine missverständliche Anweisung zum Personenschaden, haftet der Hersteller selbst bei einer technisch fehlerfreien Maschine. – Marktaufsicht & Rückrufe: Behörden können den Verkauf stoppen, wenn die Dokumentation nicht den normativen Anforderungen (wie der DIN EN IEC 82079-1) entspricht. – Imageverlust: Eine…
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„Man wächst mit den Aufgaben.“
Wenn unser ehemaliger Vorstandsvorsitzender Peter Kreitmeier (heute im Aufsichtsrat) auf seine 36 Jahre im Unternehmen zurückblickt, geht es um weit mehr als nur Zahlen oder Karriereschritte. Es geht um Werte, Haltung und die Menschen, die diesen Weg gemeinsam gegangen sind. Von Anfang an war klar: Wachstum bedeutet bei itl nicht nur Größe, sondern vor allem Verantwortung. Über die Jahrzehnte hat sich vieles verändert – Technologien, Märkte und Anforderungen. Doch eines ist konstant geblieben: der Anspruch, Qualität zu liefern und gleichzeitig eine Unternehmenskultur zu pflegen, in der Vertrauen und Zusammenarbeit zählen. Ein wichtiger Teil dieser Geschichte ist auch die besondere unternehmerische Unabhängigkeit von itl. Das Unternehmen ist seit jeher ohne Fremdinvestoren und ohne…
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Können Sie das günstiger?
„Sie waren zwar nicht der günstigste Anbieter – aber der überzeugendste. Professionalität, passgenaue Leistungen und der Faktor Mensch haben den Ausschlag gegeben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Können wir es günstiger? Theoretisch ja. In der Praxis würden wir unserem Qualitätsanspruch damit nicht gerecht werden. Deshalb entscheiden wir uns aus Überzeugung dagegen. Denn wer nur nach dem Preis schaut, bekommt Lösungen von der Stange. Wer mit itl arbeitet, bekommt: – Beratung mit echtem Mehrwert – Technische Dokumentation – verständlich – normgerecht – praxisnah – Übersetzungen, die Inhalte transportieren – nicht nur Worte – Qualität, die sich langfristig rechnet – und Menschen, die Verantwortung übernehmen „Statt auf den niedrigsten Preis setzen wir auf den höchsten Anspruch. So entstehen bei uns keine flüchtigen Projekte, sondern belastbare Partnerschaften, die…
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67: Wie „Nichts“ zum Hype wurde
Höchstwahrscheinlich hat der durch Eltern oder Lehrkräfte entstandene Anfragenansturm („Was bedeutet 67?“) im Februar 2026 den Sprung in die Sistrix-Trends (TrendWatch – SISTRIX) geschafft. Werden Kinder zur Bedeutung gefragt, lautet die Antwort meist: „Nichts!“ „67“ – ausgesprochen „six-seven“ – ist ein Internet-Meme, das sich weltweit verbreitet hat. Sogar https://www.Dictionary.com kürte „six-seven“ zum Wort des Jahres 2025. Seinen Ursprung soll der Begriff im Song Doot Doot (6 7) des Rappers Skrilla haben (Video: Skrilla – Doot Doot (6 7) (Official Music Video). Über Social Media entwickelte sich daraus ein globaler Trend. Aber die eigentliche Pointe bleibt: 67 bedeutet „Nichts“. Und genau deshalb funktioniert es. Was Unternehmen daraus…
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Normen vs. Gesetze in der Technischen Dokumentation
Viele verwechseln Normen mit Gesetzen oder andersherum – doch die Unterschiede sind entscheidend. Wir haben mit Normenexperten Dieter Gust gesprochen, um die wichtigsten Abgrenzungen konkret zu erläutern. Dieter, Norm oder Gesetz – wo liegt der Unterschied? Dieter Gust: „Normen sind Empfehlungen, keine Gesetze. Normen definieren technische Regeln, Richtlinien und Best Practices, die freiwillig angewendet werden können. Gesetze dagegen sind verbindlich: Wer sie nicht einhält, riskiert rechtliche Konsequenzen ohne Spielraum. Das kann in seltenen Fällen auch zu Absurditäten führen. Bekannt ist mir das Beispiel des Spielzeughändlers, der einen anderen abmahnte, weil dieser Sicherheitshinweise mit dem Wort „Sicherheitshinweis” betitelte aber das Gesetz zwingend das Wort „Achtung” verlangt (was dazu noch eine Fehlübersetzung…
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Technische Dokumentation: Was wir von Lehr-, Koch- und Telefonbüchern lernen können
Alle drei Typen erfüllen ihren Zweck, setzen dabei jedoch unterschiedliche Schwerpunkte: Ein Lehrbuch vermittelt Hintergründe, Zusammenhänge und Modelle. Es lädt zum Mitdenken ein und hilft, Dinge im Detail wirklich zu verstehen. Unverzichtbar, wenn es um Grundlagen und langfristige Kompetenz geht. Ein Kochbuch dagegen setzt auf Umsetzbarkeit: klare Schritte, klare Reihenfolge, klares Ergebnis. Ganz nach dem Prinzip „HelloFresh“ oder „Don’t make me think“: Schritt für Schritt abarbeiten, ohne erst interpretieren zu müssen. Kein Lehrbuch – sondern Anleitung. Daneben gibt es noch eine dritte Logik: das „Telefonbuch“. Nicht jede Situation verlangt nach Theorie oder Handlungsschritten. Oft genügt die Angabe eines einzelnen Details – zum Beispiel einer Telefonnummer als technisches Detail. Wie man…
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2002 is calling
Flachbildschirme waren Luxus, Handys konnten telefonieren (mehr aber auch nicht) und Präsentationen hatten sehr viele Übergangseffekte. Beim Durchstöbern unserer Archive ist uns dieses Werbevideo wieder in die Hände gefallen – ein kleines itl-Zeitdokument (Anfang der 2000er) zwischen Kabelsalat und Optimismus. Was hat sich seitdem geändert? Technologie, Geschwindigkeit, Möglichkeiten. Was war schon damals da? Ein weltweites Netzwerk an Übersetzern, lange bevor „remote“ ein Buzzword wurde. Was ist geblieben? Neugier, Ideen und der Anspruch, Technik und Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Und ja: Kleidung und Frisuren erklären wir heute einfach mit dem damaligen Zeitgeist. Lehnen Sie sich zurück und tauchen Sie für ein paar Minuten in das Jahr 2002 ein. Sie möchten mehr Informationen? Vereinbaren…
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Führung in Teilzeit: Qualität statt Quantität
Seit gut zwei Jahren ist bei itl die Teamleitung in der Abteilung Global Translation durch zwei Mitarbeiterinnen (Sarah Berger und Mathilde Baron-Miller) in Teilzeit besetzt. Der Jahresbeginn ist ein guter Anlass, um ein Fazit zu ziehen – und um zu zeigen, dass moderne Führung nicht an der Anzahl geleisteter Stunden gemessen werden sollte, sondern an Ergebnissen, Transparenz und Vertrauen. Eine Entscheidung, die Mut erforderte Flexible Arbeitszeiten und Arbeiten in Teilzeit sind und waren immer Teil der itl-Arbeitskultur. Die Entscheidung, diese klassische Sandwich-Managementposition, die bislang von zwei Vollzeitkräften ausgefüllt wurde, mit zwei Kolleginnen zu besetzen, die jeweils nur noch 25 bzw. 30 Wochenstunden zur Verfügung stellen können, war jedoch nicht unumstritten.…
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Warum gute Technische Dokumentation eine Management- und Prozessentscheidung ist und kein letzter Punkt auf der Liste von Pflichten vor dem Launch.
in vielen Unternehmen läuft es noch immer so: Produkt fertig. Prozesse definiert. Budget fast aufgebraucht. Dann die Frage: „Wer macht jetzt die Doku?“ Für Prozess- und Produktverantwortliche ist das ein Risiko. Denn Technische Dokumentation ist kein nachgelagerter Text. Sie ist Teil des Produkts – und Teil des Prozesses. Für Prozessentwickler: Dokumentation macht Prozesse sichtbar. Sie deckt Unklarheiten und inkonsistente Abläufe auf, lange bevor sie im Service oder in der Produktion teuer werden. Für Produktentwickler: Wie Prozesse brauchen auch Produkte Erklärung. Gute Anleitungen unterstützen Anwender dabei, Funktion und Einsatz richtig zu verstehen. Für das Management: Dokumentation wirkt sich direkt auf Servicekosten, Haftungsrisiken und die Wahrnehmung der Marke aus. Unklare Doku erzeugt Supportaufwand. Gute Doku schafft Vertrauen – und Kundenbindung. Für Budgetverantwortliche: Professionelle Technische Dokumentation früh einzubinden ist am Ende günstiger…
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Weniger Abstimmung, mehr Tempo
Technische Dokumentation hier – Übersetzung dort, das kennt fast jedes Unternehmen. Oft bedeutet das: viele Abstimmungen, Rückfragen und vor allem Zeitverlust. Weltweit verständliche Inhalte scheitern selten an der Sprache, sondern meistens an der Vorbereitung. Wenn beides aus einer Hand kommt, wird es deutlich einfacher. Die Inhalte werden von Anfang an so erstellt, dass sie später problemlos übersetzt werden können. Ohne Reibungsverluste. Für Sie heißt das: -weniger Koordination und Organisation -klar strukturiertere Prozesse -schnellere und bessere Ergebnisse -ein fester Ansprechpartner von A-Z So läuft Ihr Projekt von Beginn an strukturiert ab, Sie sparen Zeit und Nerven und bringen Ihre Produkte schneller auf den Markt. Sie möchten mehr Informationen? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit unseren itl-Experten: https://outlook.office.com/bookwithme/user/90e386f8fa3d4014ba93abb43491b644%40itl.eu/meetingtype/FPW9Ku7R0kCvXFqp8QTvNg2?anonymous&ismsaljsauthenabled=true Bleiben Sie informiert und vernetzt: Folgen Sie uns auf LinkedIn,…