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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Expertentipps für Führungskräfte im Verkauf – Stillstand im Kopf
Der Kunde meldet sich nicht mehr, schiebt Termine, will „noch einmal vergleichen“. Das Geschäft bleibt stecken, nicht weil der Kunde unzufrieden ist, sondern weil er sich nicht entscheiden kann. Diese Zögerlichkeit ist kein Einzelfall, sondern längst ein Grundmuster des B2B-Marktes geworden. Studien des Marktforschers Gartner zeigen: In einem durchschnittlichen B2B-Kaufprozess verbringen Entscheider heute über 60 % der Zeit mit interner Recherche und Abstimmung, bevor sie überhaupt mit einem Anbieter sprechen. Gleichzeitig sind im Schnitt 6 bis 10 Personen an einer Investitionsentscheidung beteiligt – mehr als doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Und je mehr Menschen entscheiden, desto länger dauert es, bis etwas entschieden wird. Für Verkäufer bedeutet das:…
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Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf
Die Antwort könnte lauten: Gerade in der digital beherrschten Welt ist die Karte eine Chance, im persönlichen Beziehungsaufbau herauszustechen und kleine Erinnerungen oder Erlebnisse zu schaffen. Es kann sich gerade in der onlineorientierten Welt lohnen, sich mit einem Hauch von Körperlichkeit abzuheben. Bei einem Treffen in der realen Welt ähnelt die Übergabe der Visitenkarte dem Überreichen eines kleinen Geschenks. Sie ist ein Moment des echten Kontakts, in dem Sie Ihren Kunden oder Gesprächspartnern etwas geben, das nicht so flüchtig ist wie eine E-Mail oder ein LinkedIn-Profil. 1. Unterschiedliche Karten für unterschiedliche Zielgruppen Erstellen Sie verschiedene Versionen Ihrer Visitenkarte, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sind. Zum Beispiel ein schlichtes, minimalistisches Design…
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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf – Nie wieder unnötig Kunden verlieren!
Natürlich ist es unvermeidbar, dass eine gewisse Zahl an Kunden verloren geht. Dafür sorgen aktuell die steigende Zahl der Insolvenzen und die allgemein nachlassende Kundenloyalität. Aber als Entschuldigung reichen diese Entwicklungen nicht. Denn: Die Erfahrung zeigt, dass auch heute etwa die Hälfte aller Kundenabwanderungen vermeidbar ist, wenn Unternehmen proaktiv handeln und Frühwarnzeichen erkennen! Laut einer aktuellen Untersuchung erleben immer noch 77 Prozent der Entscheider „Kaufreue“ bei komplexen B2B-Entscheidungen. Das heißt: Viele Kunden zweifeln sofort nach dem Kauf und diese Zweifel werden von den meisten Verkäufern noch nicht ausreichend aufgefangen. In manchen Bereichen verlieren Unternehmen durchschnittlich bis zu 25 Prozent ihrer Kunden pro Jahr. Gleichzeitig kann eine Verminderung des Kundenverlusts um…
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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf – Empfehlungen von zufriedenen Kunden bekommen
1. Empfehlungen nach dem Erbringen von Mehrwert einholen Der ideale Zeitpunkt, um eine Empfehlung zu erbitten, ist direkt nach dem erfolgreichen Abschluss eines Projekts oder dem Erbringen eines Mehrwerts für den Kunden. In diesem Moment ist die Zufriedenheit hoch, und die Bereitschaft, Sie weiterzuempfehlen, steigt. Machen Sie das Einholen von Empfehlungen zu einem festen Bestandteil Ihres Verkaufsprozesses – nicht irgendwann, sondern zum richtigen Zeitpunkt. 2. Fragen Sie nicht nach „einer“ Empfehlung, sondern nach einem bestimmten Kontakt Statt allgemein um Empfehlungen zu bitten („Kennen Sie jemanden …?“), fragen Sie gezielt nach einem bestimmten Kontakttyp oder sogar nach einer konkreten Person („Arbeiten Sie eigentlich noch mit der Marketingverantwortlichen von XY zusammen?“).…
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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Expertentipps für Führungskräfte im Verkauf
Druck gehört im Vertrieb zum Alltag. Er kann motivieren, wenn er als Herausforderung erlebt wird, aber auch lähmen, wenn er zur Dauerbelastung wird. Die Grenze verläuft dort, wo Mit-arbeiter das Gefühl verlieren, selbst Einfluss auf ihre Ergebnisse zu haben. Psychologen nennen das den Unterschied zwischen Eustress (positiver, aktivierender Stress) und Distress (negativer, lähmender Stress). Der entscheidende Faktor ist Kontrolle: Wer das Gefühl hat, die Situation gestalten zu können, bleibt leistungsfähig. Wer sich ausgeliefert fühlt, brennt aus. Für Führungs-kräfte heißt das: Druck an sich ist nicht gefährlich – aber wie er kommuniziert, verteilt und begleitet wird, entscheidet über seine Wirkung. Leistung statt Überlastung: Warnsignale erkennen Viele Verkäufer zeigen erste Anzeichen von Erschöpfung,…
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Motivation in der Mitte – Wie können Sie langjährige Verkäufer neu begeistern und binden?
In unserem heutigen Interview mit dem erfahrenen Verkaufsexperten, akkreditierten INtem-Trainer und geprüften Verkaufstrainer BDVT Herrn Thomas Wüst, gibt er Antworten zu wertvollen Strategien um heutzutage im Verkauf erfolgreich zu sein und erfahrene Verkäufer neu zu begeistern und zu binden. Herr Wüst, wie wichtig sind individuelle Ziele und Entwicklungsperspektiven für den einzelnen Verkäufer? Herr Wüst: „Erfahrene Verkäufer haben oft alle Standardziele erreicht. Um sie weiterhin zu motivieren, sollten Führungskräfte individuelle Entwicklungsziele setzen, die über reine Verkaufszahlen hinausgehen. Dies kann die Übernahme von Mentorenrollen, die Mitgestaltung von Vertriebsstrategien oder die Entwicklung neuer Märkte umfassen. Solche Perspektiven geben erfahrenen Mitarbeitern das Gefühl, weiterhin zu wachsen und einen bedeutenden Beitrag zu leisten.“ Wie wichtig…
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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Expertentipps für Führungskräfte im Verkauf
In der Praxis zeigt sich: Ob ein Termin als wertvoll empfunden wird oder nicht, entscheidet sich sehr schnell. Hier sind fünf Möglichkeiten: 1. Trigger-Events als Gesprächsanfang Beobachten Sie gezielt externe Ereignisse im Unternehmen des Kunden – neue Stellenanzeigen, eine gerade veröffentlichte Pressemitteilung, Marktveränderungen etc. Beginnen Sie das Gespräch mit dem Hinweis auf das jeweilige Ereignis: „Mir ist aufgefallen, dass Sie eine neue Stelle für Prozessoptimierung ausgeschrieben haben – wie planen Sie, damit die Effizienz wieder zu steigern?“ 2. „Help Me Out“-Einstieg nutzen Manchmal ist es wirksamer, nicht den Experten zu spielen, sondern den Kunden aktiv einzubinden. Beginnen Sie mit einem Satz wie: „Ich habe in den letzten Wochen mit mehreren…
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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf
. Revolutioniert und ausgebremst Der digitale Fortschritt hat den Vertrieb revolutioniert – und gleichzeitig ausgebremst. Was einst als Produktivitäts-Booster gedacht war, kann heute zum Stolperstein werden: zu viele Tools, zu viele Plattformen, zu viele Klicks. Was helfen sollte, den Verkauf schneller zu machen, erzeugt oft das Gegenteil. Laut aktuellen Studien verbringen Vertriebsteams nur rund 28 Prozent ihrer Zeit mit dem eigentlichen Verkaufen. Der Rest geht für Meetings, Dateneingabe, Systempflege und Tool-Wechsel drauf. Das ist mehr als ein organisatorisches Problem – es ist ein strategischer Nachteil. Was kann hier helfen? Digitale Hygiene! Also das bewusste Ausmisten, Reduzieren, Vereinheitlichen. Die Frage lautet nicht: „Welches neue Tool brauchen wir noch?“ – sondern: „Welches…
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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf
. Fehlerkultur statt Angstkultur Der erste Schritt zu einem resilienten Team ist ein angstfreier Umgang mit Fehlern. Wer im Vertrieb erfolgreich sein will, muss Risiken eingehen – und akzeptieren, dass nicht jeder Pitch zum Auftrag führt. Doch viele Teams erleben das Gegenteil: Jeder verlorene Kunde wird seziert, jeder Fehlschlag kommentiert. Resilienz entsteht dort, wo Fehler nicht bestraft, sondern reflektiert werden. Das gelingt zum Beispiel durch regelmäßige „Post- mortem-Meetings“: Nach einem gescheiterten Deal analysiert das Team gemeinsam, was passiert ist – ohne Schuldzuweisungen. Der Fokus liegt auf Lerneffekten, nicht auf Versagen. So entsteht Vertrauen, das gerade in schwierigen Phasen trägt. Fokus auf Einfluss statt Kontrolle Verkäufer verlieren ihre Energie oft durch…
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Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf
Man könnte meinen, das Thema „Lead-Qualifizierung“ sei ein Dauerbrenner im Vertrieb – ein bekanntes Prinzip, das jeder irgendwie beachtet. Doch in Wahrheit ist 2025 das Jahr, in dem es für viele Vertriebsorganisationen zur entscheidenden Frage wird, ob sie wirklich wissen, welche Leads es wert sind, verfolgt zu werden – und welche nicht. Die Gründe dafür sind klar. Zum einen hat sich der Markt gewandelt. Infolge der wirtschaftlichen Verunsicherung – ausgelöst durch Lieferkettenprobleme, steigende Kosten und geo-politische Spannungen – beobachten wir 2024 und 2025 eine zunehmende Kauf-zurückhaltung auf Kundenseite. Entscheidungen dauern länger, Budgets werden später freigegeben, Kaufprozesse verlaufen deutlich selektiver. Gleichzeitig hat sich der Vertriebsprozess verändert. Der direkte Zugang zu Entscheidern…