-
Stillstand im Kopf – Wenn Kunden im Recherchemodus stecken bleiben
Der Kunde meldet sich nicht mehr, schiebt Termine, will „noch einmal vergleichen“. Das Geschäft bleibt stecken, nicht weil der Kunde unzufrieden ist, sondern weil er sich nicht entscheiden kann. Diese Zögerlichkeit ist kein Einzelfall, sondern längst ein Grundmuster des B2B-Marktes geworden. Studien des Marktforschers Gartner zeigen: In einem durchschnittlichen B2B-Kaufprozess verbringen Entscheider heute über 60 % der Zeit mit interner Recherche und Abstimmung, bevor sie überhaupt mit einem Anbieter sprechen. Gleichzeitig sind im Schnitt 6 bis 10 Personen an einer Investitionsentscheidung beteiligt – mehr als doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Und je mehr Menschen entscheiden, desto länger dauert es, bis etwas entschieden wird. Für Verkäufer bedeutet das:…
-
Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Expertentipps für Führungskräfte im Verkauf: Entscheidungsangst – Wenn der Kunde nichts falsch machen will
Kunden sehen den Nutzen, verstehen das Angebot, erkennen die Dringlichkeit – und kommen trotzdem nicht ins Handeln. Für den Verkauf und den Vertrieb hat das weitreichende Folgen. Mehr Argumente, bessere Präsentationen oder häufigeres Nachfassen führen oft zu weiterem Zögern. Kunden geraten in eine Art inneren Stillstand: Siewollen entscheiden, trauen sich aber nicht, Verantwortung zu übernehmen. In diesem Moment hilft ein Perspektivwechsel, den viele Vertriebsteams noch nicht vollzogen haben: Verkaufen bedeutet heute, Sicherheit zu geben. Sicherheit im Sinne von Überschaubarkeit, Absicherung und gemeinsamer Verantwortung. Gerade 2026, in einem Umfeld aus Budgetzurückhaltung, längeren Freigabeprozessen und stärkerer interner Abstimmung, wird diese Fähigkeit zu einem echten Wettbewerbsvorteil. Vertriebsteams, die Entscheidungsprozesse moderieren können, statt nur…
-
Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf
1. „Das ist mein letztes Angebot“ Eine solche Aussage kann schnell als ultimative Drohung aufgefasst werden und schränkt die Flexibilität ein, die für eine erfolgreiche Verhandlung erforderlich ist. Stattdessen ist es ratsam, Optionen offenzuhalten und auf den Wert des Angebots hinzuweisen. Zeigen Sie, dass Sie bereit sind, alternative Vorschläge zu hören, um eine Win-win-Situation zu schaffen. 2. „Das ist nicht verhandelbar“ Mit solch absoluten Aussagen versperren Sie sich selbst und der Gegenseite mögliche Optionen. In einer Verhandlung geht es darum, Lösungen zu finden, die für beide Parteien akzeptabel sind. Anstatt zu signalisieren, dass es keinerlei Spielraum gibt, ist es sinnvoller, kreative Ansätze zu betonen und Vorschläge für Anpassungen oder…
-
Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf Jenseits von Bonus und Lob – Was Top-Verkäufer heute wirklich motiviert
Führungskräfte stehen damit vor einer neuen Herausforderung: Die klassischen Werkzeuge – Zielvorgaben, Lob und Belohnung – reichen oft nicht mehr aus. Wer heute ein Vertriebsteam nicht nur steuern, sondern wirklich zu Höchstleistungen führen will, braucht ein anderes Verständnis von Motivation. Es geht um Sinn, Selbstwirksamkeit und Verantwortung. Selbstführung statt Steuerung Ein zentraler Wandel: Die besten Verkäufer lassen sich nicht „führen“ im herkömmlichen Sinn. Sie führen sich selbst. Sie setzen sich eigene Standards, reflektieren ihre Arbeitsweise und optimieren Prozesse proaktiv – oft ohne dass jemand von außen Druck macht. Was sie dafür brauchen, ist keine engmaschige Kontrolle, sondern ein Umfeld, das Selbstführung ermöglicht. Das beginnt mit Transparenz. Wer Zugriff auf eigene…
-
Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Expertentipps für Führungskräfte im Verkauf
Viele Kunden wollen heute „mal eben“ einen Preis hören, um eine grobe Orientierung zu haben – manchmal schon im Erstkontakt. Verkäufer, die sich darauf einlassen, geraten leicht in Erklärungsnot oder wirken unsicher. Souveränität bedeutet deshalb vor allem eines: den Preis aktiv einzuführen, statt sich treiben zu lassen. Ein kleiner Satz macht oft den Unterschied: „Ich kann Ihnen gern einen Preis nennen. Damit er für Sie sinnvoll ist, muss ich zuerst zwei Fragen klären …“ Dieser Ansatz nimmt Druck aus der Situation. Der Verkäufer bestimmt die Spielregeln und stellt sicher, dass der Kunde versteht, wofür er zahlen soll. Vorbereitung statt Reaktion Viele Verhandler gehen in Preisgespräche ohne klare Strategie. Sie kennen…
-
Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Expertentipps für Führungskräfte im Verkauf – Neue Wege sind gefragt
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut der Deloitte CFO Signals-Umfrage aus dem zweiten Quartal 2025 glaubt nur ein Drittel der Finanzverantwortlichen (ca. 33 %) der CFOs, dass jetzt ein guter Moment ist, um mehr Risiko einzugehen – zwei Drittel sind aktuell eher risikoscheu, insbesondere bei größeren Investitionen oder Projekten. Das bedeutet: Selbst wenn Ihre Lösung nachweislich Nutzen stiftet, hören Verkäufer in diesen Tagen häufiger den Satz „Wir würden ja gern, aber aktuell gibt es ein Budgetstopp“. Früher war das ein klassisches „Nein“. Heute ist es vielmehr ein Symptom der Unsicherheit – und damit ein Hinweis, dass der alte Verkaufsansatz nicht mehr funktioniert. Genau deshalb ist es so wichtig, dass…
-
Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Expertentipps für Führungskräfte im Verkauf – Stillstand im Kopf
Der Kunde meldet sich nicht mehr, schiebt Termine, will „noch einmal vergleichen“. Das Geschäft bleibt stecken, nicht weil der Kunde unzufrieden ist, sondern weil er sich nicht entscheiden kann. Diese Zögerlichkeit ist kein Einzelfall, sondern längst ein Grundmuster des B2B-Marktes geworden. Studien des Marktforschers Gartner zeigen: In einem durchschnittlichen B2B-Kaufprozess verbringen Entscheider heute über 60 % der Zeit mit interner Recherche und Abstimmung, bevor sie überhaupt mit einem Anbieter sprechen. Gleichzeitig sind im Schnitt 6 bis 10 Personen an einer Investitionsentscheidung beteiligt – mehr als doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Und je mehr Menschen entscheiden, desto länger dauert es, bis etwas entschieden wird. Für Verkäufer bedeutet das:…
-
Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf
Die Antwort könnte lauten: Gerade in der digital beherrschten Welt ist die Karte eine Chance, im persönlichen Beziehungsaufbau herauszustechen und kleine Erinnerungen oder Erlebnisse zu schaffen. Es kann sich gerade in der onlineorientierten Welt lohnen, sich mit einem Hauch von Körperlichkeit abzuheben. Bei einem Treffen in der realen Welt ähnelt die Übergabe der Visitenkarte dem Überreichen eines kleinen Geschenks. Sie ist ein Moment des echten Kontakts, in dem Sie Ihren Kunden oder Gesprächspartnern etwas geben, das nicht so flüchtig ist wie eine E-Mail oder ein LinkedIn-Profil. 1. Unterschiedliche Karten für unterschiedliche Zielgruppen Erstellen Sie verschiedene Versionen Ihrer Visitenkarte, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sind. Zum Beispiel ein schlichtes, minimalistisches Design…
-
Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf – Nie wieder unnötig Kunden verlieren!
Natürlich ist es unvermeidbar, dass eine gewisse Zahl an Kunden verloren geht. Dafür sorgen aktuell die steigende Zahl der Insolvenzen und die allgemein nachlassende Kundenloyalität. Aber als Entschuldigung reichen diese Entwicklungen nicht. Denn: Die Erfahrung zeigt, dass auch heute etwa die Hälfte aller Kundenabwanderungen vermeidbar ist, wenn Unternehmen proaktiv handeln und Frühwarnzeichen erkennen! Laut einer aktuellen Untersuchung erleben immer noch 77 Prozent der Entscheider „Kaufreue“ bei komplexen B2B-Entscheidungen. Das heißt: Viele Kunden zweifeln sofort nach dem Kauf und diese Zweifel werden von den meisten Verkäufern noch nicht ausreichend aufgefangen. In manchen Bereichen verlieren Unternehmen durchschnittlich bis zu 25 Prozent ihrer Kunden pro Jahr. Gleichzeitig kann eine Verminderung des Kundenverlusts um…
-
Die Verkaufspille – Thomas Wüst´s Praxistipps für Führungskräfte im Verkauf – Empfehlungen von zufriedenen Kunden bekommen
1. Empfehlungen nach dem Erbringen von Mehrwert einholen Der ideale Zeitpunkt, um eine Empfehlung zu erbitten, ist direkt nach dem erfolgreichen Abschluss eines Projekts oder dem Erbringen eines Mehrwerts für den Kunden. In diesem Moment ist die Zufriedenheit hoch, und die Bereitschaft, Sie weiterzuempfehlen, steigt. Machen Sie das Einholen von Empfehlungen zu einem festen Bestandteil Ihres Verkaufsprozesses – nicht irgendwann, sondern zum richtigen Zeitpunkt. 2. Fragen Sie nicht nach „einer“ Empfehlung, sondern nach einem bestimmten Kontakt Statt allgemein um Empfehlungen zu bitten („Kennen Sie jemanden …?“), fragen Sie gezielt nach einem bestimmten Kontakttyp oder sogar nach einer konkreten Person („Arbeiten Sie eigentlich noch mit der Marketingverantwortlichen von XY zusammen?“).…