• Gesundheit & Medizin

    Vielfarbige Bildgebung mit magnetischen Nanopartikeln

    Ein neuartiges bildgebendes Messgerät wurde in der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg Anfang August in Betrieb genommen. Das sogenannte Magnetic Particle Imaging-System (MPI) macht sich die magnetischen Eigenschaften winziger, nur wenige Nanometer großer Eisenoxidpartikel zunutze. Diese Nanopartikel nehmen an Blutfluss und Stoffwechsel teil, ohne die Körperfunktionen zu stören. Die Besonderheit des MPIs: Es kann gleichzeitig verschieden Typen von Nanopartikeln messen. Zudem kann mithilfe eigener Kalibrier-Kurven unterschieden werden, ob und wo ein und dieselbe Substanz in gebundener oder freier Form vorliegt. So wird eine „vielfarbige“ Darstellung verschiedener nano-gebundener Wirkstoffe oder nano-markierter Zellen möglich. In Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungskonsortiums „Funktionelle Magnetotherapie“ soll die Technik…

  • Gesundheit & Medizin

    Mehr als eine Million Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs

    Wann bekämpft das Immunsystem Krebszellen, wann nicht? Wie lässt sich die körpereigene Immunabwehr stimulieren, um Tumore anzugreifen? Diesen Fragen gehen Wissenschaftler*innen im Bereich der Tumorimmunologie weltweit nach. Am Universitätsklinikum Freiburg ermöglicht seit 2017 ein Forschungskolleg jungen Ärzt*innen den Einstieg in das Forschungsfeld. Nun hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung zugesagt, das Kolleg für weitere drei Jahre mit insgesamt 1,2 Millionen Euro zu unterstützen. In der neuen Förderperiode werden sieben Ärzt*innen für je drei Jahre in das Forschungskolleg „Excellent Clinician Scientists in Freiburg – Education for Leadership: Immunological Causes and Therapies of Cancer“ (EXCEL) aufgenommen. Sie werden zeitweise vom Klinikbetrieb freigestellt und führen eigenverantwortlich Forschungsprojekte im Bereich Tumorimmunologie durch. „Mit dem Forschungskolleg ermöglichen…

  • Gesundheit & Medizin

    COVID-19: Komplikationen und Erkrankungsverlauf in Kliniken besser verstehen

    Am Universitätsklinikum Freiburg wurden zeitweise deutschlandweit die meisten COVID-19-Patient*innen behandelt. Zudem verfügt das Klinikum in der Behandlung von akutem Lungenversagen (ARDS) und in der Beatmung mit Lungenersatzmaschinen (ECMO) über hohe Expertise. Welche Risikofaktoren den Verlauf von COVID-19-Erkrankungen in einem Klinikum mit interdisziplinärer Patient*innenversorgung bestimmen, haben Expert*innen des Universitätsklinikums Freiburg in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Biometrie und Statistik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in einer Studie systematisch untersucht und auf dem Preprint-Server medRxiv vorab veröffentlicht. „Die Angaben zur Sterblichkeit von COVID-19-Patient*innen, die so schwer erkrankt sind, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, variieren bislang stark. Als Klinikum mit hohen Fallzahlen haben wir nun unsere Erfahrungen zusammengetragen“, sagt der Erstautor der…

  • Gesundheit & Medizin

    Überlange Proteine können Krebs auslösen

    Wird ein Protein durch eine Genveränderung zu lang, kann das die Entstehung von Krebs begünstigen, wie Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg sowie vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) im Fachjournal Nature Cell Biology erstmals zeigen Erbgutveränderungen können in bestimmten Fällen dazu führen, dass Proteine länger werden als vorgesehen. Das kann gravierende Folgen haben, wie Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg und vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) mit Partnern im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) jetzt nachgewiesen haben. Sie identifizierten und analysierten 3.412 solcher Veränderungen aus 62 unterschiedlichen Tumorarten und machten die Daten für andere Forschende öffentlich zugänglich. Anhand eines Tumor-hemmenden Proteins belegten sie die Bedeutung sogenannter Non-Stop-Mutationen:…

  • Gesundheit & Medizin

    Mit Leuchtmarkern Hirnerkrankungen besser verstehen

    Dank eines neuartigen Verfahrens können erstmals wichtige Typen von Immunzellen im Gehirn unterschieden und ihre Rolle bei Krankheiten des Gehirns gezielt untersucht werden Studie im Fachmagazin Nature Immunology erschienen Parkinson, Alzheimer, Multiple Sklerose: Immunzellen des Gehirns sind vermutlich an allen neurologischen Erkrankungen beteiligt. Doch die Rolle unterschiedlicher Zelltypen war bislang kaum zu beurteilen. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit Wissenschaftler*innen der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Technischen Universität München und des Weizmann Instituts für Wissenschaften in Israel neue Einblicke in das hirneigene Immunsystem erlangt. Es gelang den Forscher*innen mit der neuartigen, hochauflösenden Technik der Einzelzell-Analyse, einzelne Typen hirneigener Immunzellen, Mikroglia genannt, zu unterscheiden und…

  • Gesundheit & Medizin

    Bundesweite Studie zur Behandlung von Lungenmetastasen bei Darmkrebs

    Mit einer Million Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg / Untersucht wird, ob Darmkrebs-Patient*innen profitieren, wenn vor der medikamentösen Therapie Lungenmetastasen operativ entfernt werden Etwa 65.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Krebs des Dickdarms oder Enddarms. Rund jede*r Zweite entwickelt im Laufe der Zeit bösartige Tumorabsiedelungen, sogenannte Metastasen. Die operative Entfernung von einzelnen Metastasen ist in Deutschland an einigen Kliniken etabliert. Jedoch gibt es andere Institutionen, bei denen die Operation nicht immer durchgeführt wird, insbesondere dann nicht, wenn mehrere Metastasen vorliegen. Es gibt zahlreiche Hinweise, dass sich der operative Eingriff positiv auf den Therapieverlauf der Patient*innen auswirkt, eindeutig bewiesen wurde es noch nicht.…

  • Gesundheit & Medizin

    Steuerelement in Krebszellen entdeckt

    Damit sich Krebszellen schnell vermehren können, müssen sie auch schnell viele Erbgut-Bausteine herstellen. Eine zentrale Steuereinheit für diese Produktion haben jetzt Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg entdeckt. Sie zeigen, dass eine bislang unbekannte RNA-Einheit im Zellkern für Wachstum und Vermehrung von Krebszellen wesentlich ist. Fehlt diese „long non-coding RNA“,  werden weniger Erbgut-Bausteine produziert. Die Folge: Die Zelle kann ihre DNA nicht mehr verdoppeln und sich demzufolge nicht mehr teilen. Entdeckt hatten die Freiburger Forscher*innen das Molekül in Leberkrebszellen, fanden es aber auch bei Lungen- und Brustkrebs. Ihre Studie veröffentlichten sie am 25. Juni 2020 im Fachjournal Nature Communications. „Das von uns entdeckte Molekül steuert zentrale Prozesse der Erbgut-Herstellung und ist in…

  • Gesundheit & Medizin

    Deutsch-französische Zusammenarbeit: Ministerin Bauer und Präsidentin Klinkert zu Besuch am Universitätsklinikum Freiburg

    Wir überwinden Grenzen – der Wahlspruch des Universitätsklinikums Freiburg galt auch als Motto für den Besuch von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Brigitte Klinkert, Präsidentin des französischen Départementrats Haut-Rhin, am Universitätsklinikum Freiburg. Am Montag, 15. Juni 2020 besuchten sie die intensivmedizinischen Stationen und informierten sich über die Herausforderungen in der Intensivtherapiepflege während der COVID-19-Pandemie sowie über die Bedeutung eines überregionalen Zentrums zur Behandlung akuter Atemnotsyndrome, wie sie bei COVID-19-Patient*innen auftreten können – und zeigten sich tief beeindruckt. „Mein großer Dank gilt den Mitarbeiter*innen des Universitätsklinikums Freiburg, die im März bei der Versorgung von COVID-19-Patient*innen aus dem Elsass schnell und vorbehaltlos Hilfe geleistet haben. Das war ein echtes Zeichen gelebter deutsch-französischer Freundschaft.…

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  • Forschung und Entwicklung

    Rund 30 Millionen Euro für exzellente Forschung

    . – Neuer Sonderforschungsbereich 1425 untersucht Wege für eine „bessere Narbenbildung“ am Herzen unter Federführung des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen  – Außerdem Fortführung von zwei Sonderforschungsbereichen zu Epigenetik und Virusinfektionen Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen Neuantrag für einen Sonderforschungsbereich (SFB 1425) unter Federführung des Instituts für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin (IEKM) am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen bewilligt. Der SFB „Die heterozulluläre Natur kardialer Läsionen: Identitäten, Interaktionen, Implikationen“ wird ab 1. Juli 2020 für vier Jahre mit 11 Millionen Euro von der DFG gefördert. Außerdem bewilligte die DFG die Verlängerung von zwei Forschungsbereichen am Universitätsklinikum Freiburg. Dabei handelt es sich um den SFB 992, der sich mit Grundlagen und…

  • Gesundheit & Medizin

    Covid-19: Klinik-Abläufe und Versorgung der ersten 115 Patient*innen veröffentlicht

    Am Universitätsklinikum Freiburg wurden seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits mehr als 200 zum Teil schwerkranke Covid-19-Patient*innen behandelt. Damit war das Klinikum, auch aufgrund seiner Nähe zu Elsass und Schweiz, bundesweit besonders früh und intensiv mit der Versorgung dieser Patient*innen befasst. Jetzt haben beteiligte Experten des Universitätsklinikums Freiburg die Strategie, die organisatorischen Entscheidungen und Abläufe sowie die Erfahrungen und Behandlungsergebnisse der ersten 115 Covid-19-Patient*innen zusammengefasst und am 28. April 2020 in der Fachzeitschrift Deutsche Medizinische Wochenschrift veröffentlicht. „Das neue Coronavirus und die damit einhergehende Erkrankung Covid-19 hat die medizinischen Versorgungssysteme weltweit innerhalb kürzester Zeit vor große Herausforderungen gestellt. Auch durch die Erfahrungen aus der Ebola-Taskforce von 2014 ist es uns früh…