Gesundheit & Medizin

Für schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige unter schwierigen Bedingungen da sein

Die stark einschränkende Kontakt- und Besuchsregeln aufgrund der Corona-Pandemie haben die Arbeit der Hospizdienste in den letzten Monaten stark behindert. Davon betroffen sind auch die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz e.V. (HPV RLP). „Unser Jubiläum tritt in diesem Jahr natürlich in den Hintergrund – wir haben uns darauf konzentriert, die erschwerte Arbeit unser Mitgliedseinrichtungen in Rheinland-Pfalz zu unterstützen“, sagt Uwe Vilz, stellvertretender Vorsitzender des HPV RLP in einer Pressemitteilung.

Trotz der Einschränkungen sind und waren die Aktiven in den letzten Monaten für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen weiterhin da, betont Vilz. Dies wäre nicht immer im direkten Kontakt möglich gewesen, weshalb auf E-Mails, Video-Telefonie oder die gute alte Postkarte zurückgegriffen worden wäre. Oft sei es gelungen, eine Entlastung zu erzielen und Angehörige auf diesen Wegen zu stärken, berichten auch die Zuständigen des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Hospiz Elias.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie seien die Anfragen nach hospizlicher Begleitung und Unterstützung zurückgegangen. Auf der anderen Seite habe das pflegerische Team sehr viel zu tun. Der Bedarf sei also da. Die Entwicklung bereite Sorge. „Uns ist bewusst, mit welchen Ängsten und Fragen sich schwerstkranke und sterbende Menschen auseinandersetzen. Dabei wollen wir wie seit vielen Jahren ansprechbar und hilfreich sein. Die aktuelle Situation fordert uns in unserer Grundüberzeugung sehr heraus, dass niemand allein sterben muss, sondern begleitet von Mitmenschen“, betont Annekathrin Raue, Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Hospiz Elias.

Zur Unterstützung der über 2.000 Ehrenamtlichen in den Hospizeinrichtungen wurden seit dem 17. Juli 2020 durch das rheinlandpfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Schutzausrüstungspakete mit Mund-Nase-Schutzmasken und Desinfektionsmittel verteilt. „Frau Ministerin Bätzing-Lichtenthäler war es wichtig, in dieser gemeinsamen Aktion mit uns ein symbolisches Dankeschön mit einem praktischen Wert zu verbinden“, so Uwe Vilz. „Unsere Ehrenamtlichen wünschen sich, die Betroffenen wieder mehr und mehr direkt begleiten zu können.“

Zum 25. Jubiläum des Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz e.V.

1995 hatten sich 7 Hospizeinrichtungen zu einer Landesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um ihrer Forderung nach menschenwürdigen Sterben mehr Gehör zu verschaffen. Mittlerweile verfügt Rheinland-Pfalz über ein großes und gutes Netz an ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativeinrichtungen, das dank des Einsatzes von nahezu 2.000 Ehrenamtlichen eine solide Basis hat. Der Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz e.V. (HPV RLP), wie die ehemalige LAG Hospiz heute heißt, ist die landesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung sowie zahlreicher Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen unter www.hospiz-elias.de und www.hpv-rlp.de.

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