Familie & Kind

Mehr als 100 Organisationen fordern „Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“

Ein breites Bündnis von mehr als 100 Organisationen fordert in einem gemeinsamen Appell die Bundestagsfraktionen und die Bundesländer auf, sich bis zur Sommerpause auf ein Gesetz zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zu einigen, das den Ansprüchen der UN-Kinderrechtskonvention gerecht wird. Der Aufruf „Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“, der anlässlich der für morgen angesetzten 1. Lesung im Bundesrat veröffentlicht wurde, kritisiert den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf als unzureichend, da er keine Stärkung der Kinderrechte bedeute.

Die Geschäftsführerin von ECPAT Deutschland, Andrea Wagner macht deutlich: „Für uns sind die Kinderrechte die absolute Grundlage unserer fachlichen Arbeit. Wenn sie eine wirkliche Stärkung erfahren, wird auch der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung als Rechtsanspruch vorangebracht.“

Die Organisationen fordern, dass folgende Elemente in der Formulierung zur Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz enthalten sein sollten:

• Das Recht des Kindes auf Anerkennung als eigenständige Persönlichkeit;
• Die Berücksichtigung des Kindeswohls als ein vorrangiger Gesichtspunkt bei allen Entscheidungen, die Kinder betreffen;
• Das Recht des Kindes auf Beteiligung, insbesondere die Berücksichtigung seiner Meinung entsprechend Alter und Reifegrad;
• Das Recht des Kindes auf Entwicklung und Entfaltung;
• Das Recht des Kindes auf Schutz, Förderung und einen angemessenen Lebensstandard;
• Die Verpflichtung des Staates, für kindgerechte Lebensbedingungen Sorge zu tragen.

Der gemeinsame Appell „Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“ mit einer Liste aller Organisationen kann unter www.ecpat.de heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden Sie unter kinderrechte-ins-grundgesetz.de sowie #KinderrechteAberRichtig

Über den ECPAT Deutschland e.V.

Die Fachstelle und Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung wurde 2001 in Freiburg gegründet und ist Teil des Netzwerkes ECPAT International mit Sitz in Bangkok/Thailand. ECPAT Deutschland begleitet und unterstützt Organisationen und Institutionen bei der Entwicklung und Umsetzung von Kinderschutzrichtlinien durch Beratung sowie Trainings. ECPATs besonderer Fokus liegt dabei auf der Prävention sexueller Gewalt und Ausbeutung.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

ECPAT Deutschland e.V.
Alfred-Döblin-Platz 1
79100 Freiburg
Telefon: +49 (761) 8879263-0
Telefax: +49 (761) 45687149
http://www.ecpat.de

Ansprechpartner:
Daniela Orth
Assistentin der Geschäftsführung
Telefon: +49 (761) 88792587-0
Fax: +49 (761) 88792587-9
E-Mail: orth@ecpat.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel