Essen & Trinken

Mit den Bundesländern gemeinsam die nachhaltigere Ernährung und Verpflegung vorantreiben

Anlässlich des Tags zu gesunden Ernährung macht die Deutsche Gesellschaft e.V. (DGE) darauf aufmerksam, dass das aktuelle durchschnittliche Ernährungsmuster mit hohem Anteil tierischer und hoch verarbeiteter Lebensmittel sowie einem hohen Energiegehalt nicht nur mit einer Zunahme der weltweiten Häufigkeit von chronischen ernährungsmitbedingten Krankheiten einhergeht. Es trägt unter anderem auch zum Anstieg der Treibhausgasemissionen und damit zum Klimawandel bei. Um aber die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 zu erreichen, ist ein globaler Ernährungswandel notwendig. In ihrem Positionspapier zur nachhaltigeren Ernährung fordert und fördert die DGE eine nachhaltigere Ernährung – etwa durch deren Umstellung auf mehr pflanzliche Lebensmittel – in all ihren Dimensionen und Facetten. Außerdem soll allen Menschen, ungeachtet ihrer ökonomischen und sozialen Situation, gleichermaßen der Zugang zu gesundheitsfördernderen und nachhaltigeren Angeboten und mehr Teilhabe ermöglicht werden.

„Gemeinsam mit unseren Sektionen vor Ort, Vernetzungsstellen und Projekten leisten wir einen entscheidenden Beitrag dazu. Denn wir gestalten und verbessern die Maßnahmen für eine nachhaltigere Ernährung und Verpflegung", sagt DGE-Geschäftsführerin Dr. Kiran Virmani. „2022 bieten die Sektionen und Vernetzungsstellen dazu einige zielgruppenspezifische Aktivitäten und Veranstaltungen in den Bundesländern an":

  • In der DGE-Sektion Niedersachsen, die in diesem Jahr ihr 40jähriges Jubiläum mit einem Barcamp im Juli feiert, gibt es Fachtagungen und Seminare zur Verbreitung der Niedersächsischen Ernährungsstrategie, an deren Entwicklung die DGE-Sektion beteiligt war. Ziel es ist, eine gesundheitsfördernde und nachhaltigere Ernährung in Niedersachsen zu stärken. Wichtige Handlungsfelder sind neben der Gemeinschaftsverpflegung die Lebensmittelverschwendung und Lebensmittelwertschätzung. Darüber hinaus gibt es vielfältige Veranstaltungen der Vernetzungsstelle Seniorenernährung und einen Podcast „Zu Tisch, bitte!"
  • Die Sektion Baden-Württemberg bietet mit ihrem Forum und der jährlichen Ernährungsfachtagung Fortbildungen für Lehr- und Beratungskräfte. Das Online-Forum im März „Proteine im Fokus" stellt nicht nur Proteine und ihre präventive Wirkung, sondern auch neue Proteinquellen, z. B. Insekten oder Mikroalgen vor. Dabei geht es auch um Fleisch aus dem Labor und die globale Proteinversorgung im Zeichen des Klimawandels sowie Fitness to go mit Eiweißpulvern und Riegeln.
  • Die Ernährung und Verpflegung von Senior*innen mit einem gesundheitsfördernden und nachhaltigen Mahlzeitenangebot ist in der DGE-Sektion Hessen ein Schwerpunkt. Sie bietet Workshops als Qualifizierungsmaßnahme für Mitarbeitende in stationären Senioreneinrichtungen an. Die Aktivitäten der Sektion sind auch eingebunden in die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen.
  • In Schleswig-Holstein verfolgt die DGE-Sektion zusammen mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein das Ziel, die für die Gemeinschaftsverpflegung Verantwortlichen für das Thema Nachhaltigkeit und deren Entwicklung zu sensibilisieren und zur Umsetzung zu motivieren. Zudem gibt es ein umfangreiches Seminarangebot für Ernährungsfachkräfte.
  • Um eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Verpflegung kümmern sich auch die DGE-Sektion Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Die Vernetzungsstelle Kita-Verpflegung Thüringen bietet ab März eine Fortbildungsreihe „Gutes Essen für Kita&Schule" u.a. mit einem Modul zu den DGE-Qualitätsstandards und zu „Nachhaltig essen – Bio und regional". In Mecklenburg-Vorpommern berät die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung mit Fachtagungen, Seminaren und Workshops zu einem ausgewogenen und nachhaltigem Speisen- und Getränkeangebot.
  • Die ab 2020 eingerichteten Vernetzungsstellen für die Seniorenernährung in den DGE-Sektionen Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen fördern die Gesundheit von Senior*innen sowie die Verpflegungsqualität von „Essen auf Rädern“ und in Senioreneinrichtungen. Sie unterstützen sie dabei, ihre Lebens-qualität zu erhalten, gegebenenfalls auch dabei, länger zu Hause leben zu können. Denn Essen und Trinken spielen hierfür und auch hinsicht-lich der sozialen Teilhabe von Senior*innen eine entscheidende Rolle.

Um das Angebot gesundheitsfördernder und nachhaltiger Verpflegung für Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen, Berufstätige, Patient*innen in Krankenhäusern und Rehakliniken, Senior*innen und Erwachsene mit Behinderung insgesamt auszubauen, werden drei Projekte zu den DGE-Qualitätsstandards für drei Jahre weiter im Rahmen von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung gefördert. Davon profitieren Einrichtungen bundesweit.

„Unser Handeln in Bezug auf die Ernährung – auf das, was und wie viel wir essen und trinken – steht in direktem Zusammenhang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen", fasst Geschäftsführerin Dr. Kiran Virmani die Motivation der wissenschaftlichen Fachgesellschaft, ihrer Sektionen, Projekte und Vernetzungsstellen abschließend zusammen.

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