Energie- / Umwelttechnik

Stufenmodell für CO2‐Bepreisung ist unfair und belastet überwiegend Mieter und Mieterinnen

„Die gestrige Einigung der Bundesregierung auf ein Stufenmodell für die Abwälzung der CO2‐ Bepreisung ist unfair und hat mit sachgerechter Kostenverteilung im Hinblick auf die Klimaschutzziele kaum etwas tun. Wir sind von Ministerin Geywitz und Minister Habeck sehr enttäuscht, von der FDP haben wir nichts anderes erwartet“, so Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins.

„Nach unserer Analyse werden vier Fünftel aller Mieter und Mieterinnen in Deutschland zukünftig 50% und mehr der CO2‐Bepreisung zu tragen haben. Und selbst in den schlechtesten 4% des Gebäudebestandes müssen die Mieter und Mieterinnen immer noch 10% der CO2‐Mehrkosten bezahlen, obwohl es seit Jahren eine verbrauchsabhängige Heiz‐ und Warmwasserkostenabrechnung gibt, die mehrverbrauchende Haushalte stärker belastet“, so Wild.

Damit ist das Stufenmodell für die Mieter‐ und Mieterinnen weit überwiegend schlechter als die in der Koalitionsvereinbarung generell vorgesehene 50:50 Aufteilung.

„Wenn die Bundesregierung es mit einem sozialverträglichen Klimaschutz ernst meint, dann muss sie das Stufenmodell überarbeiten oder zurückziehen“, forderte Wild. Die CO2‐Bepreisung ist wegen der rasant angestiegenen Energiepreise für den Klimaschutz aktuell sowieso sinnlos. Der Mieterverein hat für seine Analyse die Energieverbrauchskennwerte der Fa. techem ausgewertet, die einen guten deutschlandweiten Überblick über Energieverbräuche gibt. Die aktuellsten Werte stammen aus 2018. Der techem‐Report stellt die Häufigkeitsverteilung des spezifischen Gesamtverbrauchs (Raumheizung und Trinkwassererwärmung) für die einzelnen Energieverbrauchsklassen dar. Der Durchschnittswert lag demnach für Gas bei 134 kWh/qm/a, für Öl bei 137 kWh/qm/a ohne Klimabereinigung. Schon dieser Durchschnittswert bedeutet 60% Kostenbeteiligung der Mieter und Mieterinnen.

 

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