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Radentscheid Frankfurt fordert: mutige Arbeit fortsetzen

Der Radentscheid Frankfurt begrüßt die Vorstellung des ersten Statusberichts des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung zur Umsetzung des Beschlusses „Fahrradstadt Frankfurt am Main“. Der Beschluss war das Ergebnis ausführlicher Verhandlungen zwischen dem Radentscheid Frankfurt und Vertretern der Stadt Frankfurt am Main. Der Erfolg der umgesetzten Maßnahmen, allen voran die Leuchtturmprojekte an der Friedberger Landstraße und auf dem Oeder Weg zeigen, dass viele Frankfurter:innen eine andere Stadt wollen, und dass alle von einer menschenfreundlichen Umgestaltung von Straßen profitieren können.

„Wir sind sehr zufrieden mit den bisher umgesetzten Maßnahmen, aber die Stadt darf sich jetzt nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen“ sagt Alexander Breit, Sprecher des Radentscheid Frankfurt. Der Statusbericht liste viele umgesetzte Einzelmaßnahmen auf, aber der Radentscheid vermisse ein übergreifendes Konzept für den Netzausbau und auch einheitliche Gestaltungsprinzipien und Standards. „Aktuell probiert die Stadt viele Dinge aus; darüber freuen wir uns auch. Wir müssen jetzt aber in die nächste Phase der Umsetzung kommen, und entscheiden, was funktioniert und was nicht“ fügte er hinzu.

Der Radentscheid betont in diesem Zusammenhang, dass zusätzlich zur weiteren Umsetzung einzelner Maßnahmen ein Konzept für ein durchgängiges Fahrradnetz mit einheitlichen Gestaltungsprinzipien und Standards für das gesamte Stadtgebiet erarbeitet werden müsse. Der Erfolg der Achse zwischen Walter-Kolb-Straße und Friedberger Landstraße zeige, wie wichtig durchgehende und zusammenhängende Radweg-Achsen sind. Nur so entsteht ein Wegenetz, bei dem wirklich jeder Punkt der Stadt sicher und komfortabel zu erreichen ist. Der Bericht benennt mit den innerstädtischen Verbindungen der geplanten Radschnellwege sowie dem radverkehrstauglichen Ausbau von City-/Anlagenring zwei zentrale Bestandteile des zukünftigen Netzes.

Einheitliche Standards für die bauliche Gestaltung erhöhen den Wiedererkennungswert und machen den öffentlichen Raum attraktiver. Viele aktuell gewählte Lösungen sehen noch provisorisch aus – dabei sollten auch für den öffentlichen Raum hohe Gestaltungsstandards gelten.

Darüber hinaus fordert der Radentscheid mehr Ambition bei der Umgestaltung von Kreuzungen. „Die bisherigen Maßnahmen waren hauptsächlich auf Markierungen beschränkt. Das reicht in den meisten Fällen aber nicht für die Sicherheit, die wir uns wünschen“ sagt Beatrix Baltabol, Architektin und Mitglied des Radentscheids. Für kleine Kreuzungen hat der Radentscheid vor Kurzem sein Konzept „SiGlinde“ vorgestellt – sicher, gleichberechtigt, lindgrün. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Kreuzungen schnell zu ‘SiGlindes’ umgestaltet werden.” fügte Frau Baltabol hinzu.

An großen Kreuzungen fordert die Initiative eine umfassende Umgestaltung, inklusive einer neuen Signalisierung mit getrennten Grünphasen für rechtsabbiegende Autos und sich geradeaus bewegende Fußgänger:innen und Radfahrende. So werden Abbiegeunfälle vermieden, eine der häufigsten Unfallursachen, leider manchmal mit tragischen Folgen, wie zum Beispiel der tödliche Unfall am 9.12.2020 in Ginnheim.

Der Radentscheid Frankfurt ist erfreut, dass sich viele seiner Forderungen und Ideen inzwischen auf den Frankfurter Straßen wiederfinden. Radfahren in Frankfurt macht jetzt mehr Spaß und ist sicherer, das sieht man auf der Straße und das schlägt sich auch in den Statistiken nieder. Dieser Kurs muss weitergeführt werden: Mit noch weitaus mehr und ambitionierten Maßnahmen und Konsequenzen. Dann kann Frankfurt wirklich eines Tages zu einer Fahrradstadt werden!

Link zum Statusbericht im Parlis
https://www.stvv.frankfurt.de/download/B_199_2022.pdf

Link zur ausführlichen Darstellung des Konzept „SiGlinde“
https://www.radentscheid-frankfurt.de/2022/01/siglinde-unser-modell-fuer-kleine-kreuzungen/

Link zum Unfall in Ginnheim (Berichterstattung in diversen Zeitungen, Link nur beispielhaft):
https://www.fnp.de/…

Über Radentscheid Frankfurt

Der Radentscheid Frankfurt ist eine Bürger:inneninitiative, die sich für bessere Radinfrastruktur in Frankfurt am Main einsetzt. Im Sommer 2018 hat er dafür fast 40.000 Unterschriften gesammelt; danach hat er mit der Stadt Verhandlungen über Maßnahmen geführt, die im Sommer im Stadtverordnetenbeschluss "Fahrradstadt Frankfurt am Main" (NR 895) mündeten. Seitdem begleitet er die Umsetzung der Maßnahmen und setzt sich für einen generellen Wandel in der Frankfurter Mobilitätspolitik ein.

Mehr Infos auf https://www.radentscheid-frankfurt.de/

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