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Autopreise: Basismodelle nicht konfigurierbar

Der Kauf eines Neuwagens wird nicht nur durch die Preiserhöhungen zum Jahresbeginn und in den Folgemonaten immer teurer. Wegen Chipkrise und Lieferschwierigkeiten sind viele günstige Modelle gar nicht mehr bestellbar. Die Zeitschrift AUTO Straßenverkehr hat recherchiert, welche stark gefragten Automodelle aktuellen in welchen Ausstattungen und Preisen bestellbar sind. Fazit: Vor allem günstige Einstiegsmodelle werden oft gar nicht mehr angeboten. Stattdessen muss man zu stärker motorisierten und besser ausgestatteten Modellen greifen. Besonders stark ins Geld geht das beim VW Golf, Deutschlands meist verkauftem Auto. Der günstigste Golf ist erst ab 28.800 Euro als Kombi konfigurierbar: Für diesen Preis bekommt man einen Golf Variant mit Schaltgetriebe. 2021 konnte man den Golf noch mit dem 90-PS-Dreizylinder in Basisausstattung für 20.700 Euro bestellen. Wer keinen Kombi will, sondern die Golf-Limousine, der muss noch mehr bezahlen. Der Konfigurator zeigt dann als günstigstes Golf-Modell den 1.5 TSI (130 PS) mit Life-Ausstattung an. Der Dreizylinder mit 110 PS ist aktuell nur als 1.0 eTSI mit Mildhybrid samt Doppelkupplungsgetriebe ab 30.575 Euro erhältlich – damit liegt die Golf-Limousine 9000 Euro über dem Basispreis von 2021. Doch solch deutlichen Preiserhöhungen gelten nicht für alle VW-Modelle. Beim Tiguan ist der Einstiegspreis von 29.300 auf 30.625 Euro gestiegen – das entspricht ziemlich genau der normalen Preiserhöhung. Beim VW T-Roc liegt der aktuelle  Einstiegspreis mit 24.345 Euro um gut 2100 Euro über Vorjahr.

Preissprünge auch bei Opel: Der günstigste Opel Mokka ist aktuell für 24.990 Euro bestellbar und kostet damit 5000 Euro mehr als 2021, so AUTO Straßenverkehr. Der Grund: Die günstigeren Ausstattungslinien Basis und Edition sind aus der Preisliste gestrichen. Den günstigsten Mokka gibt es mit 100-PS-Turbobenziner in der gehobenen Ausstattungslinie Business Elegance. Noch größere sind die Preissprünge beim Corsa. Die Basisversion mit 75-PS-Benziner und der Ausstattungsvariante Elegance kostet derzeit 20.440 Euro, vor einem Jahr lag der Preis für die Basisversion ohne Extras bei nur 14.600 Euro.

Drastisch verteuert hat sich auch der Mini. Der Einstiegspreis beginnt aktuell bei 27.800 Euro, vor einem Jahr bei 19.700 Euro. Der Grund: Den Mini gibt es wegen Zuliefererproblemen nicht mit Schaltgetriebe, sondern nur mit dem teuren Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Entsprechend tauchen die günstigen Basis-Minis One First (75 PS) und One (102 PS) nicht mehr im Konfigurator auf. Einstiegsmodell ist aktuell der Cooper mit 136 PS ab 27.800 Euro. Bei Ford hat sich auch der Puma stark verteuert, weil die Einstiegsvarianten weggefallen sind. 2021 stand das Basismodell mit 20.800 Euro in der Liste, aktuell ist der günstigste Puma der Dreizylinder-EcoBoost-Benziner mit 125 PS inklusive Mildhybridantrieb in der Ausstattungsvariante Titanium ab 27.400 Euro.

Allerdings gibt es immer noch Automodelle, bei denen sich die Preissteigerungen in Grenzen halten und auch Basisausstattung weiterhin bestellbar sind. Bei Dacia ist der Basispreis für den Sandero um 1000 auf 9600 Euro gestiegen. Bei Mitsubishi ist der Einstiegspreis für den Space Star sogar um 600 auf 10.400 Euro gefallen! Relativ stabil sind die Preise bei Seat. Für den Leon sind anders als bei VW noch alle Motoren und Ausstattungslinien bestellbar. So steht der Dreizylinder-Einstiegsbenziner mit 90 und 110 PS mit Basisausstattung Reference für 22.870 Euro in der Preisliste. Das sind 2300 Euro mehr als 2021 und entspricht der Preiserhöhung des Herstellers.

Gering gestiegene Preise gibt es bei Hyundai und Toyota. Den Tiguan-Konkurrenten Hyundai Tucson kann man aktuell für 27.440 Euro bestellen, das sind nur 640 Euro mehr als 2021. Der Einstiegspreis des Toyota Yaris ist etwas stärker um 1300 auf 17.450 Euro gestiegen. Die beliebte Vollhybridversion startet bei 21.690 Euro, das sind 1300 Euro mehr als noch vor einem Jahr, exakt wie bei der Einstiegsversion mit 72 PS starkem Dreizylinder-Sauger (17.450 Euro).

AUTO Straßenverkehr erscheint alle 14 Tage und gehört zur Redaktionsgruppe Automobil der MOTOR PRESSE STUTTGART. Inhaltliche Schwerpunkte sind Neuheiten, Tests und Fahrberichte erschwinglicher Modelle sowie lesernahe Kaufberatung und Service.

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