Finanzen / Bilanzen

Hummel trifft Minister

Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, hat sich am Schaalsee über Maßnahmen zum besseren Schutz von Insekten in der Landwirtschaft informiert. Beim Besuch auf dem Arche-Hof Domäne Kneese stand das neue, insektenfreundlichere Management einer Mähwiese im Mittelpunkt. Es ist Teil des Insektenschutzprojekts „BROMMI – Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz“. Fachlich unterstützt können Landwirt:innen und Kommunen  in den Biosphärenreservaten Schaalsee, Schorfheide-Chorin, Mittelelbe, Bayerische Rhön und dem Biosphärengebiet Schwarzwald Maßnahmen zur Förderung von Insektenlebensräumen erproben und etablieren.

Auf einer zwölf Hektar großen Mähwiese des Arche-Hof Domäne Kneese wurde das bisherige zweimalige Mähen auf eine zeitliche und räumliche Staffelung umgestellt. Das Mähen, fachlich Mahd genannt, erfolgt nun auf acht flächengleichen Teilen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Immer zwei Teilflächen werden gemeinsam gemäht, der Rest bleibt unberührt. „Es entsteht ein Muster unterschiedlicher Altersstrukturen in der Wiesenvegetation und somit eine Art Mosaik verschiedenster Lebensräume. Zudem können Insekten so das Mähen der Wiese besser überleben. Sie können in ungemähte Bereiche flüchten und sich dort ungestört weiterentwickeln“, sagt Dr. Josephine Kuczyk von der Umweltschutzorganisation WWF zur Staffelmahd. Kuczyk ist vor Ort fachliche Ansprechpartnerin im Projekt BROMMI.

Wie an allen Standorten des Projekts beginnt vor Ort dieses Jahr auch das wissenschaftliche Monitoring ausgewählter Maßnahmen. „An verschiedenen ausgesuchten Insektengruppen untersuchen wir, ob und in welchem Ausmaß die Insektenschutz-Maßnahmen erfolgreich sind. Zum Vergleich führen wir Erfassungen in ähnlichen Flächen ohne Insektenschutz-Maßnahmen durch“, so Kuczyk.

BROMMI ist ein gemeinsames Projekt von WWF Deutschland, dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. (ZALF), Nationale Naturlandschaften e. V. und fünf UNESCO-Biosphärenreservaten. Gestartet 2020, befindet es sich jetzt im zweiten Jahr. Bis heute konnten in den fünf Projektgebieten 27 landwirtschaftliche Betriebe und 6 Kommunen zur Zusammenarbeit gewonnen werden. Weitere sollen folgen. Gegen Ende der Projektlaufzeit 2025 werden die ausgearbeiteten Konzepte und Erkenntnisse auf andere Biosphärenreservate übertragen und in Folgeprojekten ausgeweitet.
BROMMI wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die fünf beteiligten Bundesländer und der WWF beteiligen sich mit Eigenmitteln ebenfalls an dem Projekt.

Mehr über BROMMI am Schaalsee: www.brommi.org/schaalsee

Dr. Josephine Kuczyk steht gerne für weiterführende Informationen rund um die Aktivitäten von BROMMI am Schaalsee zur Verfügung.

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