• Energie- / Umwelttechnik

    Weckruf aus US Nationalparks

    Forscher haben in Nationalparks und Naturschutzgebieten im Westen der USA große Mengen Plastikpartikel gefunden. Mehr als 1000 Tonnen der Partikel setzen sich jedes Jahr in den untersuchten Parks ab, schätzen die Wissenschaftler im Fachmagazin Science. Bernhard Bauske, Experte für Plastikmüll beim WWF Deutschland kommentiert: „Leider ist es keine Überraschung, dass wir auch in entlegenen und geschützten Orten wie US Nationalparks Plastikpartikel finden. Mikroplastik ist überall: Es belastet die Luft, die wir atmen, unsere Nahrung und das Wasser, das wir trinken. Auch bei uns ist die Plastikverschmutzung ein großes Problem: 330.000 Tonnen Mikroplastik gelangen jedes Jahr in Deutschland in die Umwelt.  Das jedes Jahr in den untersuchten US Nationalparks noch 1000…

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    Wilderei-Anstieg in Indien um 150 Prozent

    Die Wilderei ist in Indien während der COVID19-bedingten Lockdowns um über 150 Prozent nach oben geschossen. Das vermelden die Naturschutzorganisationen WWF und TRAFFIC in einem aktuellen Report. Es müsse verhindert werden, so der WWF, dass es aus der Not heraus zu „Pandemie-Wilderei“ komme und wertvolle Ökosystem ausbluteten. Ende Mai hatte bereits eine WWF-Analyse gezeigt, dass die illegale Waldrodung im Zuge der Corona-Krise nach oben schnellte. Ähnliche Befürchtungen gibt es in Bezug auf die illegale Fischerei. Die aktuelle Analyse zu Wilderei und illegalem Handel in Indien zeigt die höchste Zunahme bei Huftieren. Die, so vermuten WWF und TRAFFIC, hauptsächlich wegen ihres Fleisches getötet wurden. Die zweite betroffene Gruppe sind „kleinere Säugetiere“,…

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    Schlechtes Zeugnis für EU-Agrarhilfen

    Die milliardenschweren EU-Agrarhilfen tragen aus Sicht des Europäischen Rechnungshofs zu wenig zum erklärten Ziel bei, das Aussterben von Insekten, Vögeln und anderen Arten zu stoppen. Das geht aus einem heute veröffentlichten Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zur Biodiversität auf landwirtschaftlichen Nutzflächen hervor. Die Rechnungsprüfer kritisieren auch Schwächen der Biodiversitätsstrategie von 2011. Dr. Diana Pretzell, Leiterin Biodiversitätspolitik bei WWF Deutschland kommentiert: „Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) stellt rund 40 Prozent des Gesamtbudgets der Europäischen Union dar. Diese Milliarden-Subventionen könnten so viel für den Naturschutz leisten und Artensterben sowie den Schutz von Klima, Wasser und Boden stärken. Die GAP ist deshalb stark verbesserungswürdig und muss neu ausgerichtet werden: Öffentliche Fördermittel müssen unmittelbar an wirksame…

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    Erste Impulse für morgen

    Konjunkturpaket mit hellgrünen Impulsen: Die Spitzen der Großen Koalition haben am Mittwochabend ihren Plan für ein milliardenschweres Programm zur Stärkung der Wirtschaft vorgestellt. Der WWF bewertet das Programm als einen ersten Schritt, dass die Bundesregierung die Herausforderung, Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig auszurichten, annehmen möchte. Investitionen in Elektromobilität und ÖPNV, Impulse für Wasserstoffwirtschaft und energetische Gebäudesanierung statt einer Kaufprämie für Verbrennungsmotoren – die Bundesregierung lässt das fossile Gestern an manchen Stellen alt aussehen. Die Richtung stimmt, doch scheint sie nicht auf einem genauen Kompass zu beruhen: Für einen mutigen Aufbruch in den zukunftsgerechten Umbau fehlen noch klare Kriterien und an sehr vielen Stellen die Instrumente für die Zielerreichung. Eberhard Brandes, Geschäftsführender…

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    Schwerer Schlag für Elbe und Natur

    Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Elbvertiefung erklären die Verbände BUND, NABU und WWF heute: „Dieses Urteil ist ein Meilenstein der Naturzerstörung an der Elbe. Nach 20 Jahren europäischer Verpflichtung zur Verbesserung der Gewässer geht es der Elbe schlechter als zuvor. Und heute ist die letzte juristische Hürde dafür gefallen, einen weiteren massiven Eingriff in den Fluss zu verwirklichen. Das enttäuscht uns sehr.“ Das Bundesverwaltungsgericht hat die Planfeststellungen zur Elbvertiefung für rechtmäßig erklärt und den mit 40 Mio. Kubikmetern Baggermenge größten Eingriff in die Elbe als wasserrechtlich „nicht erheblich“ bewertet. „Das Urteil mag rechtmäßig sein, belegt aber den schlechten Rechtsschutz der Natur“. Deshalb werden die Umweltverbände ihr Engagement zum Schutz…

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    Welttag der Ozeane: Verschmutzung, Überfischung und Klimakrise

    Die Ozeane bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche und sind von entscheidender Bedeutung für unseren Planeten. Doch sie leiden – vor allem unter Überfischung, Verschmutzung und Zerstörung von Boden- und Küstenlebensräumen sowie den dramatischen Auswirkungen der Klimakrise. Zum Tag der Ozeane am 8. Juni fordert der WWF entschiedenes Handeln für eine „grüne“ Zukunft für unsere Ozeane. „Unsere Meere produzieren mehr als die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen und sie regulieren das Weltklima. Die menschenverursachte Zerstörung von Lebensräumen und die zahlreichen Belastungen der Ozeane bedrohen nicht nur die biologische Vielfalt der Erde, sondern auch unsere zukünftige Ernährung. Gelingt keine Kehrtwende, wird sich der Zustand verschärfen und zu steigendem Meeresspiegel, Korallensterben, zunehmenden…

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    Klimaschutz ohne Meeresschutz

    Die Bundesregierung hat heute Vormittag im Kabinett eine Änderung des Windenergie-auf-See-Gesetzes beschlossen. Der Beschluss sieht eine stärkere Nutzung der Offshore-Energie vor. Das im Klimapaket geplante Ausbauziel von 20 Gigawatt Offshore-Windenergie bis 2030 soll dadurch verankert werden. Darüber hinaus enthält der neue Beschluss auch einen langfristigen Ausbauplan von 40 Gigawatt bis 2040 – berücksichtigt den Meeresschutz aber zu wenig. Dazu Heike Vesper, Leiterin des WWF-Meeresschutzzentrums in Hamburg:  „Bei aller Notwendigkeit eines Ausbaus der Offshore-Windkraft zur Erreichung des Klimazieles darf der dringend notwendige Meeresnaturschutz nicht auf der Strecke bleiben. Mit der heutigen Entscheidung des Bundeskabinetts hinsichtlich eines Ausbaus auf 40GW bis 2040 droht die europarechtliche Verpflichtung zum Meeresnaturschutz ins Abseits zu rücken.…

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    Geld für Morgen

    Die Spitzen der schwarz-roten Koalition wollen am morgigen Dienstag ein milliardenschweres Konjunkturprogramm für die Wirtschaft auf den Weg bringen. Eberhard Brandes, Vorstand WWF Deutschland, kommentiert: „Kanzlerin Angela Merkel und die gesamte Bundesregierung können es nicht ignorieren: Millionen Menschen, hunderte Organisationen und Verbände, Wissenschaft und Wirtschaftsweise – sie mahnen an: Die milliardenschweren Investitionen zur wirtschaftlichen Erholung müssen die Herausforderungen der Zukunft im Auge haben, statt  klima- und naturzerstörende Strukturen auf Jahrzehnte weiter zu zementieren. Die Klimakrise und der katastrophale Verlust der Artenvielfalt pausieren nicht wegen der Covid-19-Krise. Die junge Generation wird den Preis für die Konjunkturpakete bezahlen, deshalb dürfen die Gelder nicht die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage befeuern. Die Corona-Pandemie zeigt: Ohne…

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    „Ernährungspolitischer Offenbarungseid“

    „Der Ernährungsreport 2020 ist ein ernährungspolitischer Offenbarungseid für den Berichtszeitraum 2016 bis 2020. Er zeigt, wie wenig sich Deutschland bisher um den nachhaltigen Umbau unseres Ernährungssystems bemüht. Ein vollkommen wirkungsloses Tierwohlkennzeichen, ein paar zaghafte Empfehlungen und Informationsinitiativen für öffentliche Einrichtungen zum Thema nachhaltigere Ernährung und Lebensmittelverschwendung oder die zähneknirschende Einführung der Nährwertampel Nutri-Score auf freiwilliger Basis zählen zur mageren Bilanz der letzten Jahre. Dabei brauchen wir dringender denn je einen tiefgreifenden Wandel unseres Ernährungssystems, von der landwirtschaftlichen Produktion bis hin zu unseren Ernährungsgewohnheiten. Unsere Art der Erzeugung und des Verbrauchs von Lebensmitteln gefährdet die Gesundheit von immer mehr Menschen und schadet der Umwelt weltweit und direkt vor unserer Haustür. Bundesministerin…

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    Waldzerstörungsbericht

    Am Freitag und pünktlich zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt haben die Welternährungsorganisation FAO und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ihren alle zwei Jahre erscheinenden Waldzustandsbericht 2020 (State of the World’s Forests 2020) veröffentlicht. Dazu kommentiert Diana Pretzell, Leiterin Biodiversitätspolitik beim WWF Deutschland: „Trotz geringfügiger Verlangsamung der Entwaldung ist der Waldzustandsbericht in erster Linie noch immer ein Waldzerstörungsbericht. Wir verlieren Wälder weltweit in atemberaubender Geschwindigkeit und setzen damit unsere eigenen Lebensgrundlagen aufs Spiel. Jeder Hektar Waldverlust löst eine dramatische Kettenreaktion aus. Artensterben, Verlust nachhaltiger Ressourcen und Einkommensmöglichkeiten und Anheizen der Klimakatastrophe bringen uns in existenzielle Schwierigkeiten. Auf internationaler Ebene benötigen wir dringend bessere und verbindliche Sozial- und Umweltstandards, insbesondere…