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Margrethe Vestager erhält die LutherRose 2022

Die Internationale Martin Luther Stiftung (IMLS) verleiht am 11. November 2022 in Rotterdam, NL die LutherRose 2022 für gesellschaftliche Verantwortung und UnternehmerCourage an die dänische Geschäftsführende EU-Vizepräsidentin und Kommissarin für Wettbewerb

Margrethe Vestager erhält im Rahmen der 15. LutherKonferenz die LutherRose 2022 für gesellschaftliche Verantwortung und UnternehmerCourage. Die Internationale Martin Luther Stiftung ehrt mit Margrethe Vestager eine Persönlichkeit, „…die in beispielgebender Weise mit ihrem Leben und beruflichen Wirken die reformatorische Tradition von Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwohl eingesetzt hat.“

Als Kommissarin für Wettbewerb bei der Europäischen Union setzt sich Margrethe Vestager seit 2014 für Steuergerechtigkeit und faire Marktbedingungen ein und geht analytisch klar und couragiert gegen Wettbewerbsverstöße vor. Um die Interessen der Verbraucher zu schützen, bekämpft Vestager die wirtschaftsschädigende Bildung von Kartellen sowie die marktgefährdende Monopolstellung von Unternehmen. Auch die Auseinandersetzungen mit großen, internationalen Technologiekonzernen scheut sie dabei nicht.

Seit 2019 ist Vestager zusätzlich eine der geschäftsführenden EU-Vizepräsidentinnen und Kommissarin für Digitales. Mit der Digitalstrategie „Ein Europa für das digitale Zeitalter“ möchten Vestager und die Europäische Union der Bevölkerung und den Unternehmen Datensicherheit und Gleichberechtigung im Internet bringen, aber auch einen Beitrag zur Klimaneutralität in Europa leisten.

„Ich fühle mich sehr geehrt, die LutherRose zu erhalten." sagt Margrethe Vestager. „Als Politikerin will ich für mehr Fairness und Vertrauen in der Gesellschaft sorgen. Aber jeder Politiker weiß: Wenn unsere Entscheidungen auf die reale Welt treffen, entgleitet uns manchmal die Kontrolle. Es ist mitunter schwierig, genau zu wissen, welche Auswirkungen unser Handeln haben wird. Wir müssen deshalb auf unsere Werte vertrauen und den Mut haben, nach ihnen zu handeln. So wie es Luther 1517 in Wittenberg getan hat.“

Die Laudatio auf die Preisträgerin wird ihr Landsmann Bischof Peter Skov-Jakobsen halten. Der evangelisch-lutherische Geistliche ist seit 2009 Bischof des Bistums Kopenhagen und hat damit unter den Bischöfen der dänischen Volkskirche die Funktion als primus inter pares.

Die LutherKonferenz und die Verleihung der LutherRose 2022 finden am Freitag, den 11. November 2022 ab 15:00 Uhr in der Hoflaankerk in Rotterdam, Niederlande statt.

Die Internationale Martin Luther Stiftung hat ihren Sitz in der Wartburgstadt Eisenach und ihre Geschäftsstelle im Evangelischen Augustinerkloster der Thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Die Stiftung hat sich den Brückenschlag zwischen Wirtschaft, Politik und Kirche zum Ziel gesetzt und zeichnet jedes Jahr eine Persönlichkeit aus, die in besonderem Maß gesellschaftliche Verantwortung vorlebt.

Margrethe Vestager, 1968 in Glostrup, Dänemark geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften in Kopenhagen und erwarb 1993 den Master of Science. Im Anschluss arbeitete sie zwei Jahre beim dänischen Finanzministerium und von 1995 bis 1997 als der Dänischen Staatlichen Finanzagentur. Im selben Zeitraum (1993-1997) war Vestager Parteivorsitzende der sozialliberalen Partei Det Radikale Venstre, die ihr Urgroßvater gegründet hatte.

In ihrer Funktion als Bildungsministerin (1998-2001) war Vestager bis zum Jahr 2000 auch für das dänische Kirchenministerium zuständig.

Als Vestager im Jahr 2011 zur Wirtschafts- und Innenministerin ernannt wurde, übte sie neben dem Parteivorsitz von Det Radikale Venstre zugleich die Ämter als dänische Wirtschaftsministerin, Innenministerin und stellvertretende Regierungschefin aus. Mit ihrem Amtsantritt als Wettbewerbskommissarin in Brüssel trat sie 2014 von ihren politischen Ämtern in Dänemark zurück.

Vestager wuchs als ältestes von vier Kindern eines Pastorenehepaares in einem lutherischen Pfarrhaus auf.

Die LutherRose wird am 11. November 2022 im Rahmen der 15. LutherKonferenz zur Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft der IMLS überreicht. Der Preis wird in diesem Jahr zum fünfzehnten Mal verliehen. Die bisherigen Preisträger lauten: Dr. Heinz Horst Deichmann (2008), Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. h. c. Hans Peter Keitel (2009), Gabriela Grillo (2010), Dr. Dirk Ippen (2011), Jon Baumhauer (2012), Dr. Peter Gauweiler (2013), Dietrich Pestalozzi, Schweiz (2014), Ulla Unseld-Berkéwicz (2015), Niels Due Jensen, Dänemark (2016), Dr. Nicola Leibinger-Kammüller (2017), Kenneth Bengtsson, Schweden (2018), Dr. Friedhelm Loh (2019), Tandean Rustandy, Indonesien (2021). Zuletzt wurde Prof. Dr. Wolfgang Huber mit der LutherRose 2021 ausgezeichnet.

Das Preissymbol bildet eine wertvolle Reproduktion eines Details des mittelalterlichen Glasfensters (um 1310) aus der Erfurter Augustinerkirche. Dieses Fenster stand dem Reformator Martin Luther während seiner Erfurter Zeit als Augustinermönch (1505-1511) buchstäblich täglich vor Augen und hat ihn offensichtlich zu seinem Familienwappen und Siegel inspiriert. Es stellt eine Rose zwischen zwei Löwen dar. Am 8. Juli 1530 nannte Martin Luther diese Rose „ein Merkzeichen meiner Theologie“ und versah sie mit einer eindrücklichen meditativen Erläuterung. Fortan verwendete der Reformator sie als sein Briefsiegel. Seither wurde die Luther-Rose zu einem wichtigen Symbol des weltweiten evangelisch-lutherischen Christentums.

15. LutherKonferenz & Verleihung der LutherRose 2022

Freier Handel und freier Wille?

Erasmus, Luther und die wirtschaftlichen Fragen von heute.

Freitag, 11. November 2022
LutherKonferenz: 15:00 Uhr
Verleihung der LutherRose: 18:00 Uhr

Hoflaankerk
Oudedijk 2
3062 AE Rotterdam, Niederlande

Die Anmeldung ist möglich unter:
Tel:  +49 361 55458540
Fax: +49 361 64418749
Mail: anmeldung@luther-stiftung.org

Anmeldeschluss ist der Reformationstag, der 31.10.2022

Über Internationale Martin Luther Stiftung

Die Internationale Martin Luther Stiftung wurde am 10. November 2007 in Wittenberg errichtet. Sie will die Impulse der Reformation in einen Dialog zwischen Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einbringen, um so zur Entwicklung einer verantwortungs-bereiten und leistungsstarken Wirtschaft und Bürgergesellschaft beizutragen. Sie fördert Personen, Gruppen, Ideen und Initiativen, die im Sinne der reformatorischen Tradition ein christliches Wertefundament und Berufsethos pflegen und ihre Talente für das Gemeinwohl einsetzen.

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