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Mit LeanConnect Digitalisierungspotentiale für Handwerk, Elektroindustrie und Wohnungswirtschaft heben

Nach 2019 und 2020 waren die E-Handwerke am Donnerstag (08.12.) erneut zu Gast beim Digital-Gipfel der Bundesregierung. Hier präsentierten sie mit LeanConnect eine vom Handwerk entwickelte Schnittstelle für den medienbruchfreien Datentransfer. Auf großes Interesse stieß die innovative Technologie insbesondere, weil sie einen Beitrag zur dringend notwendigen Sanierung des Gebäudebestandes sowie zu einem effizienteren Fachkräfteeinsatz leisten kann.

„Daten – gemeinsam digitale Werte schöpfen“ – unter diesem Titel lud die Bundesregierung auch 2022 wieder zu ihrem Digital-Gipfel ein – und hatte damit ein Thema auf die Agenda gesetzt, das für die E-Handwerke von enormer Bedeutung ist. Schließlich sind Daten das Gold des digitalen Zeitalters und ohne sie sind innovative e-handwerkliche Dienstleistungen wie „Predictive Maintenance“ oder auch eine Umsetzung von Prozessen im Bereich „Building Information Modeling“ (BIM) nicht möglich. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) setzt sich daher schon lange für einen fairen und gleichberechtigten Datenzugang ein. Umso erfreuter reagierte die elektrohandwerkliche Organisation, als sie die Einladung zur Teilnahme am diesjährigen Digital-Gipfel der Bundesregierung (08./09.12.) erhielt. Beworben hatte sich der ZVEH gemeinsam mit der Wirtschaftsinitiative Smart Living (WI SL) mit der offenen Datenschnittstelle LeanConnect (weitere Infos dazu s. u.).

Am ersten Gipfel-Tag (08.12.), hatten die E-Handwerke nun die Möglichkeit, einer großen und interessierten Öffentlichkeit die Vorteile von LeanConnect für das Handwerk zu präsentieren und dabei auch explizit auf den Beitrag hinzuweisen, den die Technologie im Hinblick auf Energiewende und Fachkräftemangel zu leisten imstande ist. Denn die innovative, vom ZVEH mitentwickelte Lösung erlaubt nicht nur einen medienbruchfreien, system- und software-unabhängigen Datentransfer und macht Prozesse innerhalb des handwerklichen Workflows damit effizienter. Sie vereinfacht auch die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit und trägt so zu einem effizienteren Fachkräfteeinsatz bei.

Welche Bedeutung der gewerkeübergreifenden Arbeit auf dem Bau zukommt, machte Susanne Schöne, die die Veranstaltung in Forum B am ersten Gipfel-Tag (08.12.) moderierte, gleich zu Beginn der LeanConnect-Präsentation deutlich: Indem sie dem Publikum die Frage stellte, wie viele Gewerke an einem durchschnittlichen Bauvorhaben beteiligt sind. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Es sind in der Regel mindestens 25, mitunter aber auch bis zu 40. Eine hervorragende Überleitung zum Impulsvortrag von ZVEH-Vizepräsident Stefan Ehinger.

Unter dem Titel „LeanConnect – Problemlöser für den gewerkeübergreifenden Datenaustausch“ stellte dieser den offenen Plattformansatz vor. Ehinger schilderte dabei zunächst die Ausgangssituation und machte deutlich, dass Unternehmen aus dem KMU-Bereich entweder mit Softwarelösungen konfrontiert sind, die entweder einen in sich geschlossenen Ansatz (All-in-One) verfolgen, oder mit Einzellösungen, deren Ergebnisse nicht medienbruchfrei weiterverarbeitet und in eine andere Softwarelösung überspielt werden können. Für den Gebäude-Bereich, in dem traditionell verschiedene Gewerke zusammenarbeiten, so Stefan Ehinger, bedeute das eine unnötige Barriere, die obendrein zulasten der Transparenz gehe. „Wir leben in Zeiten des Fachkräftemangels. Da braucht es vor allem mehr Effizienz“, konstatierte der ZVEH-Vizepräsident und verwies darauf, dass der Einsatz von LeanConnect allen am Bau Beteiligen helfen könne, zwischen ein und drei Viertel der bisherigen Prozesszeit einzusparen.

Danach befragt, was es denn für einen großflächigen Rollout und eine weitere Digitalisierung im Handwerk brauche, nannte Ehinger zwei wichtige Faktoren: die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten sowie die Durchsetzung des digitalen Produktpasses. Ein kurzer, vom ZVEH bereitgestellter Video-Einspieler verdeutlichte, was Ehinger damit meint. Hier kamen mit Franka Ullrich und Kaja Fritz eine Elektrotechnik-Meisterin und eine Unternehmensberaterin zu Wort, die die Vorteile von LeanConnect in direktem Bezug zu ihrem beruflichen Alltag erklärten.

Effizienz und Transparenz – diese Stichworte tauchten auch im anschließenden Gespräch von Stefan Ehinger mit der Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen GdW, Ingeborg Esser, und dem Geschäftsführer der Gustav Hensel GmbH & Co. KG, Philipp Hensel, immer wieder auf. Gemeinsam diskutierten sie die Notwendigkeit eines offenen Datenzugangs und das Potential von LeanConnect. Ingeborg Esser machte dabei deutlich, dass die Schnittstelle nicht nur im Neubau-Bereich von Nutzen ist, sondern auch bei Sanierungen und Wartungsprozessen sowie im Facility Management gute Dienste leisten kann.

Die Expertin aus der Wohnungswirtschaft wies darauf hin, dass ein offener Datenzugang ein ganz wichtiger Aspekt für die Wohnungswirtschaft sei, wenn es um eine effiziente Bewirtschaftung von Immobilien über den gesamten Gebäude-Lebenszyklus geht. Philipp Hensel ergänzte das aus seiner Sicht mindestens ebenso wichtige Argument, dass der gewerkeübergreifende Datenaustausch mit der Transparenz nicht zuletzt die Sicherheit erhöhe. Beide sprachen sich damit klar für einen gewerkeübergreifenden Datenaustausch, wie ihn LeanConnect ermöglicht, aus.

„Die E-Handwerke haben mit LeanConnect eine Schnittstelle für das Handwerk, aber auch für viele andere, am Bau und Betrieb einer Immobilie beteiligte Parteien geschaffen“, so ZVEH-Vizepräsident Stefan Ehinger: „Was wir nun brauchen, um die Schnittstellentechnologie weiter auszurollen, sind starke Partner, mit denen wir LeanConnect weiterentwickeln können, sowie eine Förderung durch die Politik. Wenn der Digital-Gipfel hier ein Door Opener wäre, würde uns das sehr freuen.“

Über LeanConnect:

LeanConnect – die Projektdaten-Schnittstelle wurde vom ZVEH mitentwickelt – können Projektdaten medienbruchfrei übertragen und so Arbeitsschritte über den gesamten elektrohandwerklichen Workflow hinweg – von der Kundenberatung über die Projektplanung und Produktbestellung bis zur Abrechnung und Projektdokumentation – mit wenig Aufwand digitalisiert und optimiert werden. Dies hilft in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels, den Fachkräfte-Einsatz sowie wichtige Prozesse effizienter zu gestalten.

LeanConnect ermöglicht zudem Handwerkern unterschiedlicher Gewerke sowie anderen, am Bau, an der Planung und Wartung von Gebäuden beteiligten Partnern wie Planern, Architekten, Facility Managern oder auch der Wohnungswirtschaft, Gebäude-Daten kosten- und medienbruchfrei untereinander auszutauschen und verschiedene Softwaretools miteinander zu verbinden – und das nicht nur im Verlauf eines Projekts, sondern auch nach dessen Abschluss. LeanConnect erweist sich damit als nützlich für den Neubau-Bereich. Es kann aber auch einen wichtigen Beitrag für Sanierungs-, Instandhaltungs- und Wartungsprozesse leisten.

www.leanconnect.de

Über Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)

ZVEH: Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vertritt die Interessen von 49.592 Unternehmen aus den drei Handwerken Elektrotechnik, Informationstechnik und Elektromaschinenbau. Mit 518.176 Beschäftigten, davon 45.808 Auszubildende, erwirtschaften die Unternehmen einen Jahresumsatz von 72,2 Milliarden Euro. Dem ZVEH als Bundesinnungsverband gehören zwölf Landesverbände mit 313 Innungen an.

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