Finanzen / Bilanzen

Umsatzsprung bei den größten Unternehmen in Niedersachsen

 

  • NORD/LB präsentiert Rangliste der 100 größten Unternehmen
  • Spürbarer Umsatzanstieg bei den größten Unternehmen des Bundeslandes
  • Leichter Zuwachs der Beschäftigtenzahl 
  • Anhaltendes Umsatzwachstum für 2023 erwartet

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat heute eine Studie zur Entwicklung der 100 größten Unternehmen in Niedersachsen vorgelegt. Demnach haben die niedersächsischen Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 ihre Umsätze deutlich ausgeweitet. Insgesamt berichteten die 100 größten Unternehmen über einen Zuwachs ihrer Umsätze von mehr als 16 Prozent. Gleichzeitig kam es bei diesen Unternehmen in der Summe zu einem leichten Anstieg der Beschäftigtenzahl. In 2022 erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden demnach um rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

„Es ist erfreulich, dass die allermeisten Unternehmen 2022 ein so deutliches Umsatzplus verzeichnet haben. Der positive Trend aus dem Jahr zuvor wurde damit bestätigt. Sicherlich ist der Umsatzanstieg in Teilen auch auf die allgemeine Preisentwicklung zurückzuführen. Das soll die positive Botschaft aber keineswegs schmälern – in heraus-fordernden Zeiten haben sich viele niedersächsische Unternehmen im Wettbewerb behauptet. Das ist eine gute Nachricht“, sagte Christoph Dieng, Vorstandsmitglied der NORD/LB, anlässlich der Veröffentlichung der Studie. „Natürlich sind die Rahmenbedingungen anspruchsvoll. Als Finanzierer der niedersächsischen Wirtschaft stehen wir aber gerade jetzt fest an der Seite unserer Kundinnen und Kunden“, so Dieng weiter. 

Spürbarer Umsatzanstieg in fast allen Bereichen 

Das in der Studie betrachtete Geschäftsjahr 2022 war bei den meisten analysierten Unternehmen von einem deutlichen Umsatzplus gekennzeichnet. Der Gesamtumsatz aller 100 betrachteten Unternehmen hat sich um gut 16 Prozent auf über 512 Mrd. Euro erhöht. Die Liste der umsatzstärksten Unternehmen des Bundeslandes wird dabei wie in den Vorjahren vom VW-Konzern mit Sitz in Wolfsburg angeführt. Mit einem Umsatzwachstum von rund 12 Prozent auf knapp 280 Mrd. Euro bleibt der Volkswagen-Konzern mit einigem Abstand an der Spitze dieser Rangliste. Auf Platz zwei folgt die Continental AG, die ihren Umsatz im vergangenen Jahr um circa 17 Prozent auf knapp 40 Mrd. Euro erhöht hat. Nach dem coronabedingten Umsatzeinbruch hat sich der Touristik-konzern TUI auf den dritten Platz zurückgekämpft. Die TUI AG hat ihren Umsatz im Berichtsjahr 2022 von knapp 5 Mrd. Euro auf 16,5 Mrd. Euro gesteigert. Auf den Plätzen vier und fünf folgen die Salzgitter AG sowie die AGRAVIS Raiffeisen AG. 

Strukturelle Unterschiede bei regionaler Verteilung  

Die regionale Verteilung zeigt, dass das Gebiet der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg den Raum mit der höchsten Dichte großer Unternehmen darstellt. Mehr als die Hälfte der 100 größten Unternehmen haben hier ihren Sitz. Innerhalb der Metropolregion dominiert die Landeshauptstadt Hannover mit insgesamt 21 Großunternehmen. Darüber hinaus haben in den Umlandgemeinden weitere sieben große Unternehmen ihren Hauptsitz. Den zweiten regionalen Schwerpunkt Niedersachsens stellt der Raum Osnabrück dar. Im Jahr 2022 weist die Stadt Osnabrück mit neun Eintragungen ein Unternehmen mehr als im Vorjahr auf. Vier weitere Großunternehmen haben im Osnabrücker Umland ihren Sitz. 

Positiver Ausblick für 2023

Im Rahmen der NORD/LB-Studie hatten die gelisteten Unternehmen zudem die Möglichkeit, eine Prognose für das Geschäftsjahr 2023 abzugeben. Mit Blick auf die Umsatzentwicklung überwiegt hier bei den meisten Unternehmen Optimismus: „Trotz der zuletzt abnehmenden Tendenz war das Jahr 2023 erneut von einem deutlich zu hohen Inflationsdruck gekennzeichnet. Das hat natürlich auch Einfluss auf die erwartete Umsatzentwicklung in der Wirtschaft. Unabhängig hiervon rechnen aber viele Unternehmen damit, dass sie aufgrund ihrer guten Wettbewerbsposition auch über den reinen Preisauftrieb hinaus zulegen können“, sagte NORD/LB-Chefvolkswirt Christian Lips. „Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive ist zu hoffen, dass sich dies dann auch positiv auf den Beschäftigungstrend auswirkt. Die konjunkturelle Dynamik war im Jahr 2023 hingegen schwach, und auch für die kommenden Monate zeichnet sich kein Rückenwind ab. Zu groß sind derzeit die Unsicherheiten und Belastungen durch Geopolitik, die hohen Energiepreise, die Folgen des Entscheids des Bundesverfassungsgerichts für die Fiskalpolitik und die Zinswende. Zumindest bei der Geldpolitik und dem Zinsniveau zeichnen sich für das Jahr 2024 Erleichterungen für die Unternehmen ab“, so Lips.

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