Kunst & Kultur

„Die lieben Eltern“ – Premiere am 23. Januar im Komödienhaus

 

Premiere am 23. Januar 2026, 20 Uhr, Komödienhaus
Die lieben Eltern
(Chers Parents)
von Armelle und Emmanuel Patron

Regie: Jens Kerbel
Ausstattung: Gesine Kuhn
Licht: Niko Bock
Dramaturgie: Dr. Mirjam Meuser

Mit:
Pierre: Sven-Marcel Voss
Jules: Lennart Olafsson
Louise: Lisanne Hirzel
Vincent: Stefan Eichberg
Jeanne: Sabine Unger

Friede, Freude, Familienidyll?
»Die lieben Eltern« von Armelle und Emmanuel Patron hat im Komödienhaus Premiere

Was dürfen erwachsene Kinder an Unterstützung von ihren Eltern erwarten? Oder umgekehrt: Was schulden Eltern ihren Kindern? Darf der Nachwuchs, der längst auf eigenen Beinen stehen sollte, seine Lebensplanung auf die finanzielle Unterstützung seiner Eltern aufbauen? Und woran liegt es überhaupt, dass die längst Erwachsenen immer noch nicht selbständig sind? Diese Fragen werden äußerst humorvoll und in typisch feiner und konversationsstarker französischer Manier in Armelle und Emmanuel Patrons Komödie »Die lieben Eltern« verhandelt. Die Premiere ist am 23. Januar um 20 Uhr im Komödienhaus. Jens Kerbel, seit vielen Jahren ein Garant für beste Unterhaltung am Theater Heilbronn, führt wieder Regie. Seine künstlerische Partnerin ist ein weiteres Mal die Bühnen- und Kostümbildnerin Gesine Kuhn.

Zum Inhalt
Familie Gauthier scheint einem Bilderbuch entsprungen zu sein. Die erwachsenen Geschwister Pierre (42), Jules (35) und Louise (32) lieben sich sehr, und sie haben auch eine innige Beziehung zu ihren Eltern Vincent und Jeanne, die gerade das Rentenalter erreicht haben.
Da bekommen die Kinder eine Nachricht: Sie mögen sich bitte sofort alle gemeinsam in ihrem Elternhaus einfinden. Das kann nur Schlimmes bedeuten, fürchten die drei. Sollten Mutter und Vater etwa schwer erkrankt sein, ausgerechnet jetzt, wo sie das Leben so richtig genießen wollen? Besonders das PS unter der Einladung: »Wir lieben euch!« klingt sehr beunruhigend.
Und tatsächlich kündigen Vincent und Jeanne an, schon bald nicht mehr im Kreis ihrer Lieben zu weilen. Jetzt, da die Kinder groß sind, würden sie nicht mehr gebraucht. Louise, die immer noch studiert, und Jules, der jede Woche seine schmutzige Wäsche vorbeibringt, sehen das ein bisschen anders. Aber die Eltern sind unbeirrt. Sie haben sich entschlossen, auszuwandern und in Kambodscha ein Waisenhaus zu eröffnen.
Moment mal! Ein Waisenhaus? Das kostet doch eine Menge Geld. Woher haben die Eltern auf einmal die Kohle? Ihre Rente würde dafür keinesfalls ausreichen. Und wenn sie zu so viel Geld gekommen sind, warum wollen sie dann ihren eigenen Kindern nicht wenigsten ein bisschen davon abgegeben?
Das sei ganz und gar nicht ihre Absicht, erklären Jeanne und Vincent. Sie hätten ihrem Nachwuchs alles mitgegeben, was er brauche, und wollten sich nun um Kinder kümmern, die es wirklich nötig haben. Zu welcher Summe sie gekommen seien, das ginge ihre Sprösslinge nichts an!
Von Liebe und Einigkeit ist in dieser »wunderbaren« Familie von da an nichts mehr zu spüren.

Erziehungsmythen der 68er-Generation

»Die lieben Eltern« ist eine Komödie über Familie, Liebe, Geld und den Platz, den jeder unter den Geschwistern einnimmt; sie handelt aber auch von der Instabilität der Gefühle und von den dunklen Flecken, die in jedem von uns schlummern. Außerdem nimmt diese Komödie lustvoll die Erziehungsmythen der 68er-Generation auf’s Korn.
Armelle und Emmanuel Patron kennen sich bestens mit familiärem Konfliktpotential aus, denn sie sind Geschwister. Seit Jahren arbeiten sie erfolgreich als Autorenduo für Film und Fernsehen. »Die lieben Eltern« ist ihr erstes gemeinsames Theaterstück. Die Idee dazu soll ihnen bei einer sehr glücklichen Familienzusammenkunft gekommen sein, als sie sich fragten, was die Idylle trüben könnte: Einzig und allein ein Streit ums Geld. Da waren sich die beiden einig.
Ihr Stück traf offensichtlich einen Nerv. Es gewann 2022 beim frankophonen Festival Primeurs den Publikumspreis und erfreut sich inzwischen auch auf deutschen Bühnen großer Beliebtheit. 2026 soll eine Verfilmung dieser Erfolgskomödie in der Regie von Emmanuel Patron in die französischen Kinos kommen.

VHS-Theater-Kurs zu »Die lieben Eltern«

In Kooperation zwischen der vhs Heilbronn und dem Theater Heilbronn gibt es zur Inszenierung »Die lieben Eltern« einen Intensivkurs mit einem Vor- und einem Nachbereitungsseminar. In einer Einführungsveranstaltung erfahren Interessierte Sie alles zum Hintergrund des Stücks, reflektieren die Relevanz des Themas und gewinnen einen Einblick in den Produktionsprozess am Theater. So kann man den Vorstellungstermin auf besondere Weise genießen. Im Analysegespräch besteht dann die Gelegenheit, sich über das Gesehene auszutauschen, Fragen zu stellen und dem Theatererlebnis gemeinsam nachzuspüren.

Der Kurs kann optional mit inkludierten Eintrittskarten gebucht werden (zu 23,40 €; bitte telefonisch oder per Mail anfordern: 07131 99650 bzw. info@vhs-heilbronn.de)

Einführungstermin: Mo, 2.2.2026, 19.00 – 20.30 Uhr – Räume vhs
Vorstellungstermin: Fr, 6.2.2026, 20.00 Uhr – Komödienhaus, Theater Heilbronn
Analysetermin: Mo, 9.2.2026, 19.00 – 20.30 Uhr – Räume vhs

Referentin: Dr. Mirjam Meuser

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