Bauen & Wohnen

Lichtkunst auf Wärmedämmung

Die Kubatur eines dreistöckigen Gebäudes in Stuttgart wurde bewusst zurückhaltend gestaltet, ins Auge springt eine meterhohe farbige Lichtinstallation des Frankfurter Künstlers Tobias Rehberger. Auf der mit einem Knauf WARM-WAND-System gedämmten Fassade des Wohn- und Geschäftshauses angebracht, setzt die Lichtkunst das Restaurant im Erdgeschoss in Szene. Eine spannende Aufgabe für Planer und Fachunternehmer.

Farbige Leuchtbuchstaben aus mehrreihig parallel verlaufenden LED-Stripes stellen den Namen des Restaurants „Wiesenauerläuten“ im Stuttgarter Stadtteil Wangen künstlerisch dar. Die Installation fasziniert Passanten und Gastronomiebesucher gleichermaßen – vor allem nachts. Tagsüber wirken die farbigen LED-Stripes im Kontrast mit Schwarz-Weiß-Grafiken als künstlerische Elemente. „Das Spiel mit Gegensätzen: schwarz und weiß, warm und kalt, weich und hart, einfach und komplex, prägt das Haus. Die neue, bewusst glatte und eher abstrakte Gestaltung des Gebäudes bildet einen zurückhaltenden, architektonischen ‚Rahmen‘ für das in Fassade und Decke integrierte Kunstwerk“, lautet die Beschreibung des Stuttgarter Architekturbüros Lamott.Lamott Architekten PartGmbB.

Die Architekten verwirklichten das Projekt gemeinsam mit dem Künstler Tobias Rehberger. Für die außergewöhnliche Gestaltung wurde das Restaurant als eines der „schönsten Restaurants & Bars 2023“ ausgezeichnet, publiziert durch den Architekturverlag Callwey.

Lochfassade mit LED-Stripes frei überspannt

Ein Spiel mit den Gegensätzen ist auch die Lage. Das Wohn- und Geschäftshaus mit der beeindruckenden Lichtinstallation steht in einem Mischgebiet auf dem Gelände der Firma Kemmler Baustoffe. Errichtet in den frühen 1960er-Jahren wurde es im Rahmen einer Umstrukturierung umgebaut und dabei der energetische Standard des Gebäudes deutlich verbessert. Büro- und Wohneinheiten in den Obergeschossen wurden saniert und der Bereich der ehemaligen kleinen Trattoria großzügig auf das gesamte Erdgeschoss erweitert.

„Es war unser Ziel, die Charakteristik des Gebäudes aus den 1950/60er-Jahren mit seiner Lochfassade nach diversen Umbauten wieder herauszuarbeiten. Gleichzeitig sollten als Kontrast zur klaren Fassadenordnung außen die LED-Stripes die Fensterflächen frei überspannen. Um den Abstand zwischen Fenster und Kunst möglichst gering zu halten, um die Kunst außen auch im Innenraum zu erleben, mussten die neuen Fenster flächenbündig in die Fassade integriert werden“, sagt Architekt Ansgar Lamott.

Viele Installationsebenen für die aufwändige Lichtkunst

Das Bestandsgebäude wurde mit dem Wärmedämm-Verbundsystem Knauf WARM-WAND Plus gedämmt. Die Mineralwolle-Dämmplatten MW Wolle 035 plus M2 in 160 mm Stärke zeichnen sich durch einen guten Dämmwert aus und bieten höchsten Brandschutz und gute Schalldämm- und Wasserdampfdiffusionseigenschaften. „Eine Herausforderung waren die vielen Installationsebenen an der Fassade für die Neuinstallation von Leitungen, aber auch für die aufwändige Lichtinstallation“, beschreibt Sebastian Krüper, Knauf Key Account Manager Putz- und Fassadensysteme. Architekten und Bauherr favorisierten daher eine Lösung mit Knauf Vandalit Putzträgerplatten. Die 10 mm dicken Vandalitplatten wurden auf der gesamten vorderen Fassadenfläche des Bestandsgebäudes auf das WDVS geklebt und verdübelt. Auf die Vandalitplatten kam ein 8 mm dicker Unterputz aus SM700 Pro mit eingelegtem Armiergewebe. Darauf brachten die Stuckateure einen 5 mm dicken Oberputz (ebenfalls SM700 Pro) in Betonoptik auf und zogen ihn so glatt wie möglich.

Vandalit-Platten erfüllten architektonische und konstruktive Anforderungen

„Für die Kabeldurchführungen waren hunderte punktueller Durchbrüche herzustellen, die sich einfach aus den Vandalitplatten heraussägen ließen. Damit es mit der Lichtinstallation auch garantiert klappt, mussten die Durchbrüche punktgenau herausgemessen werden“, beschreibt Hermann Blattner, Geschäftsführer der mit der Ausführung betrauten Gröber GmbH. Dazu wurde die Lichtfigur mittels Laser an die Fassade projiziert.

„Mit den zementgebundenen Platten ließen sich die architektonischen Anforderungen einer glatten, weißen Gebäudehülle ideal herstellen und die konstruktiven Ebenen mit Trafo, Kabeln etc. integrieren. Das Kunstwerk konnte exakt und sicher an den Vandalitplatten befestigt werden. Das heißt, Vandalit gibt einen Mehrwert, mehr als Schutz“, erläutert Ansgar Lamott.

TSR-Farbe schützt schwarze Fassadenflächen

Eine weitere Herausforderung stellten die Schwarz-Weiß-Grafiken im Bereich der Lichtinstallation dar, galt es doch die Grenze des Hellbezugswertes für WDVS auf den schwarzen Flächen einzuhalten. Zunächst wurde die gesamte Fassade im Farbton Weiß 9003 mit der diffusionsoffenen siliconverstärkten Fassadenfarbe Knauf Fassadol beschichtet. Die Endbeschichtung wurde mit der reflexionsoptimierten, siloxanverstärkten Fassadenfarbe Fassadol TSR in Oxidschwarz RAL 9005 ausgeführt. Eine doppellagige Gewebearmierung, eingelegt in den SM700 Pro vermeidet Risse aufgrund temperaturbedingter Spannungen und schützt so die Funktionstüchtigkeit des darunterliegenden WDVS. Mögliche Kalkausblühungen auf der dunklen Fassade verhindert der Kalkblocker Knauf Casiol Grund, eine weiß pigmentierte Calcium-Silikat-Grundierung, die vor dem Anstrich aufgetragen wird.

Der Aufwand hat sich gelohnt

Architekt Ansgar Lamott ist begeistert von der Zusammenarbeit und dem Können der Stuckateure: „Herr Blattner und sein Bauleiter Philipp Schmauß haben unsere Planungen der Gebäudehülle und des Kunstwerks perfekt und sehr engagiert umgesetzt. Knauf hat uns sehr gut beraten in der Produktauswahl und im Konstruktionsprozess unterstützt und in der Umsetzung sowieso.“ Hermann Blattner lobt die gute Zusammenarbeit mit Architekt, Bauherr und Knauf und er ist stolz auf das einzigartige Projekt: „Es ist eine schöne Referenz für unser Unternehmen“.

Bautafel:

Bauherr: Kemmler SE & Co. KG, Stuttgart
Architekt: Lamott.Lamott Architekten PartGmbB, Stuttgart: Ansgar Lamott, LPH 8 mit Wörner Architekten, Stuttgart
Fachunternehmer: Christian Gröber GmbH & Co. KG, Stuckateur und Maler, Stuttgart: Geschäftsführer Hermann Blattner und Bauleiter Philipp Schmauß
Fachberatung: Sebastian Krüper, Putz- & Fassadensysteme, Knauf Gips KG
Produkte: Knauf WARM-WAND Plus, Armierung SM700 Pro, Putzträgerplatte Knauf Vandalit, Knauf Duo-Kleber, Knauf Casiol Grund, Knauf Fassadol

Über die Knauf Gips KG

Die Knauf Gips KG, ein Unternehmen der Knauf Gruppe, ist spezialisiert auf Systeme für Trockenbau und Boden, Putz und Fassade. Knauf Trockenbau-Systeme sind ein Synonym für leistungsfähigen Schall-, Brand- und Wärmeschutz an Boden, Wand und Decke. Am Boden sorgen Knauf Fließ- und Nivellierestriche für den schnellen Baufortschritt. Zu den Knauf Putzen zählen Markenklassiker wie Rotband, MP 75, SM700 oder Rotkalk. An der Fassade stehen die Wärmedämm-Verbundsysteme WARM-WAND für energieeffiziente Gestaltung. Neue Maßstäbe setzt die leichte, leistungsfähige und wirtschaftliche Knauf Außenwand.

Knauf Gruppe (www.knauf.com)
Weltweit vereinfachen Knauf Bausysteme das Planen und Bauen, bieten Komplettlösungen und Qualitätssicherheit. Auf dem deutschen Markt ist Knauf vertreten durch die Unternehmen Knauf Bauprodukte (Profi-Lösungen für Zuhause), Knauf Ceiling Solutions (Decken-Systeme), Knauf Elements (Systemlieferant von Bauteilen für Wände, Decken und Dächer), Knauf Design (Oberflächentechnologie), Knauf Gips (Trockenbau, Boden, Putz- und Fassadensysteme), Knauf Insulation (Dämmstoffe aus Steinwolle, Glaswolle und Holzwolle), Knauf Integral (Gipsfasertechnologie für Boden, Wand und Decke), Knauf Performance Materials (veredelte Perlite), Knauf PFT (Maschinentechnik, Anlagenbau), Marbos (Spezialbaustoffe für gebundene Pflasterbauweisen), Richter System (Trockenbausysteme) und Sakret Bausysteme (Trockenmörtel für Neubau und Sanierung).

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Am Bahnhof 7
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