Kunst & Kultur

80 Jahre weißensee kunsthochschule berlin

Auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladenfabrik Trumpf gründete 1946 der Metallbildhauer Otto Sticht gemeinsam mit namhaften Künstler*innen die „Kunstschule des Nordens“. Zahlreiche prägende Persönlichkeiten der Anfangsjahre – darunter Mart Stam, Marianne Brandt, Selman Selmanagić oder Herbert Hirche – waren eng mit dem Bauhaus verbunden. Sie entwickelten ein interdisziplinäres Lehrkonzept, das künstlerisches Experiment, handwerkliche Praxis und soziale Reflexion zusammenführte. Gestaltung verstand die Gründer*innengeneration als Haltung, als transformative, gesellschaftsverändernde Kraft – ein Selbstverständnis, das die weißensee kunsthochschule berlin bis heute ebenso auszeichnet wie die enge Verzahnung von Lehre, Forschung und Praxis.

Entstanden im Geist demokratischer Erneuerung, musste sich die weißensee kunsthochschule berlin im Laufe ihrer Geschichte immer wieder neuen Herausforderungen stellen: von politischer Vereinnahmung und ideologischer Kontrolle in der DDR bis zu tiefgreifenden Transformationsprozessen und existenziellen Gefährdungen nach 1989. Trotz zahlreicher Krisen hat sie sich zu einer international profilierten Institution entwickelt, die heute – in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung – bewusst auf Offenheit, kritische Debatten und positive Zukunftsentwürfe setzt.

Die weißensee kunsthochschule berlin bildet derzeit mehr als 800 Studierende aus in den Disziplinen Bildhauerei, Bühnen- und Kostümbild, Malerei, Mode-Design, Produkt-Design, Textil- und Material-Design und Visuelle Kommunikation sowie in den weiterbildenden Masterstudiengängen Kunsttherapie und Raumstrategien. Das klassenfreie System wird ergänzt durch die vertiefende, forschungsbasierte Lehre in Theorie und Geschichte sowie durch ein Grundlagenjahr. Zu den Absolvent*innen und Lehrenden zählen international gefeierte Künstler*innen und Gestalter*innen wie beispielsweise Bärbel Bohley, Christa Petroff-Bohne, Einar Schleef, Erich John, Daniel Libeskind oder Katharina Grosse.

Anlässlich ihres 80-jährigen Jubiläums lädt die weißensee kunsthochschule berlin zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Ausstellungen wie „KLASSE IN WEIßENSEE! Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen“ in der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank (11.02.–05.07.2026), „Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee“ im Werkbundarchiv – Museum der Dinge (16.04.2026–22.02.2027) oder die Jahresausstellung „Rundgang“ in der Kunsthochschule (11./12.07.2026) zeigen das Spektrum an ästhetischer und gestalterischer Praxis. Präsentationen, Symposien und Vorlesungen beleuchten zudem historische Lehrkonzepte, Transformationsprozesse nach 1989 und die Frage nach einer kritischen Kunsthochschule der Zukunft im Spannungsfeld von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft.

Veranstaltungsprogramm: www.kh-berlin.de

Über weißensee kunsthochschule berlin

Als Gegenentwurf zur traditionellen Akademie wurde die weißensee kunsthochschule berlin 1946 gegründet. Aus der Lehre und Idee des Bauhauses hervorgehend, zeichnet sich die Hochschule durch ihr einzigartiges Profil aus: Sie bietet mehr als 800 Studierenden aus dem In- und Ausland ein einjähriges interdisziplinäres Grundlagenstudium. Den künstlerisch-gestalterischen Grundlagen folgen Diplomstudiengänge in der Freien Kunst sowie Bachelor- und Master-Studiengängen im Design. Das klassenfreie System wird flankiert von der vertiefenden, forschungsbasierten Lehre in Theorie und Geschichte. Abschließen können Studierende in den Studienrichtungen Bildhauerei, Bühnen- und Kostümbild, Malerei, Mode-Design, Produkt-Design, Textil- und Flächendesign und Visuelle Kommunikation. Komplettiert wird das Lehrangebot von den zwei weiterbildenden Masterstudiengängen Kunsttherapie und Raumstrategien.

Die Designstudiengänge arbeiten in zahlreichen überregionalen Forschungs- und Kooperationsprojekten an zukunftsweisenden und innovativen Gestaltungsprozessen und Lösungsansätzen zu den Themen Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit, Textil, Mode, Wohnen und Mobilität. Angesichts der Optimierung unserer Lebens- und Arbeitswelt und einer radikalen Kultur des Algorithmus adressieren die Freien Künste gesellschaftliche, kulturelle und kunstimmanente Themen, produzieren widerständiges Denken und entwickeln alternative Strategien und Visionen. Durch Förderinitiativen für Alumni, dazu gehören Existenzgründung, das Atelierprogramm und Stipendien der Mart Stam Gesellschaft, eröffnet die Hochschule beste Voraussetzungen für den Übergang vom Studium in den Beruf. Sie trägt damit maßgeblich zur Stärkung des kreativen Nachwuchses bei und zur Entwicklung der Kunst- und Kulturlandschaft der Wissenschaftsstadt Berlin.

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