Einpresstechnik von Bossard in dünnen Blechen: Die Vorteile der PEM® Produkte
Der Expert Engineering „Clinching“ bei Bossard Deutschland: „Industrieanalysen zeigen, dass in bestimmten Fällen, wo Schweißprozesse zeitaufwändig sind, der Wechsel von Schweißverbindungen zu Einpressbefestigungselementen zu Kosteneinsparungen von 20 bis 40 Prozent führen kann.“
Als Alternative zu herkömmlichem Schweißen sind Einpressbefestigungselemente die Innovation, welche die Befestigungstechnik revolutionierte und den Bossard Partner PennEngineering® mit seinem PEM® Produktsortiment als globalen Branchenführer etablierte. So werden heute Einpressmuttern, Bolzen, Abstandshalter, Standoffs, Verschluss- und Zugangselemente sowie weitere Komponenten weltweit in der Automobilindustrie, Konsumgüter- und Elektronikfertigung, im Daten- und Telekommunikationsbereich sowie in der Industrieproduktion eingesetzt.
Es sind eine Vielzahl von Vorteilen, mit denen die Einpresstechnik punktet. Matthias Kreuter erwähnt hier allen voran die Kosteneinsparungen, die man durch geringeren Arbeitsaufwand, kürzere Montagezeiten, da lediglich eine Einpressvorrichtung erforderlich ist, und den Wegfall aufwendiger Nachbearbeitung erzielt: „Insbesondere in der Großserienfertigung, bei der Zeit- und Prozesseffizienz entscheidend sind, ist die Nutzung von Einpresselementen die wirtschaftliche Lösung.“
Plus sieben weitere Argumente für Einpressbesfestiger von Bossard
Weitere Vorteile der PEM® Einpresstechnik sind laut dem Expert Engineering:
1. Geringerer Qualifikationsbedarf der Mitarbeitenden: Da der Prozess einfach ist, können Einpressbefestigungselemente bereits mit minimaler Schulung installiert werden. Ohne zusätzliche Arbeitsschritte werden reproduzierbare Ergebnisse erzielt.
2. Stärkere und zuverlässigere Verbindungen insbesondere bei dünnen Blechen (mit einer Dicke von nur 0,20 mm), da Einpressbefestigungselemente das umgebende Blechmaterial verdrängen und verformen, wodurch ein dauerhaft gewindefester Verbindungspunkt entsteht. Die Flexibilität in der Konstruktion zeigt sich außerdem in unterschiedlichen Werkstoffen wie Baustahl, HHS etc.
3. Geringere thermische Verformung. Beim kalt eingepressten PEM® Befestiger bleiben dagegen Struktur, Form und Oberflächenqualität des Grundmaterials erhalten.
4. Minimale Beschädigung von Schutzbeschichtungen. Während Einpressbefestigungselemente nach dem Beschichten eingesetzt werden, werden beim Schweißen Beschichtungen wie Lackierungen, Pulverbeschichtungen oder Eloxierungen durch die Hitze beschädigt und müssen anschließend neu aufgetragen werden.
5. Sauberes, glattes Erscheinungsbild, ohne dass eine Nachbearbeitung erforderlich ist. Hingegen müssen Schweißverbindungen oft geschliffen, verspachtelt oder nachbearbeitet werden.
6. Größere Konstruktionsfreiheit und einfache Wartung, da sich Komponenten, die mit Einpressbefestigungselementen verbunden werden, leicht demontieren und wieder montieren lassen. Schweißverbindungen dagegen sind dauerhaft. Die bessere Zugänglichkeit in engen Bereichen ermöglicht zudem eine größere Konstruktionsfreiheit und effizientere Raumnutzung.
7. Verbesserte Umweltverträglichkeit und Sicherheit für Mitarbeitende, da in der Einpresstechnik neben geringerem Energiebedarf im Gegensatz zum Schweißen weder Dämpfe noch Funken entstehen.
Damit aber immer noch nicht genug: Hohe Gewinde-, Ausdrück- und Drehmomentfestigkeit, keine spezielle Lochvorbereitung erforderlich, Rückseite des Blechs bleibt plan, kein Nachschneiden des Gewindes nach der Montage nötig, niedrige Gesamtkosten pro Einbau, Einbau direkt im Werkzeug („In-die Installation“) für Großserienfertigung – „wer dort, wo es passt, auf Einpresstechnik setzt, macht nichts falsch und vieles richtig“, so Matthias Kreuter.
Von Investment bis Dokumentation: Die Vorteile der Tucker® Bolzenschweißtechnik
Ist Einpresstechnik also der beste Weg in der Verbindungstechnik? „Nur in bestimmten Fällen“, sagt Matthias Schorer: „Ob Einpressen, Schrauben, Nieten oder Schweißen – alle Techniken stehen nicht im Wettbewerb zueinander, sondern ergänzen sich zu den umfassenden Möglichkeiten der Verbindungstechnik, die Bossard bietet.“ Deshalb sei auch eine fundierte Beratung durch einen Experten so früh wie möglich so wichtig, um gemeinsam mit dem Kunden auf wirtschaftlich und technischer Basis zu entscheiden, welche Technik die beste Variante in der konkreten Anwendung ist.
Wer zum Beispiel auf einem Bauteil aus Stahl oder Aluminium etwas montieren will, besitzt die Möglichkeit des Aufschweißens eines Bolzen aus dem gleichen Material (Stahl oder Aluminium), um daran zum Beispiel eine Mutter, eine Unterlegscheibe oder ein Kunststoffteil zu befestigen.
Neben dem Argument der einseitigen Zugänglichkeit punktet das Bolzenschweißen hier u.a. damit, dass kein Loch, sprich keine Vorbohrung nötig ist. Dies spart Zeit und Kosten – und verhindert Lecks, die durch Luft, Staub oder Wasser verursacht werden. Zudem spricht die Mobilität für das System, in dem das Werkzeug zum Grundmaterial geführt wird und nicht umgekehrt, sowie die nicht zuletzt in der in der Automobilindustrie so wichtige Paramater-Überwachung und Dokumentation der Schweißdaten. Schließlich: Tucker® SWS sind „ein One-Time-Investment. Man kauft sich die steuernde Energieeinheit mit bis zu fünf Bolzenschweißpistolen und kann manuell starten.
Mehr Informationen zur Einpresstechnik: https://www.bossard.com/de-de/produktloesungen/produktkategorien-und-marken/einpresstechnik/
Im Bossard Expert Talk Podcast über Einpresstechnik: https://open.spotify.com/episode/0s42o23lo12s9PUfSaEUG1?si=AM61yw43T7qJ4GQjgwyRzg&nd=1&dlsi=bd38f24991d544af
Die Bossard Gruppe ist eine führende strategische Partnerin für industrielle Verbindungs- und Montagelösungen für OEM-Kundinnen weltweit und verfügt über ausgewiesene Kompetenz in Engineering- und Logistikdienstleistungen.
Bossard wurde 1831 in Zug gegründet. Heute zählen lokale und multinationale Unternehmen auf Bossards Kompetenz, um ihre Produktivität zu steigern – mit Erfolg. Dieses Konzept, das auch ein Versprechen an ihre Kundinnen ist, nennt Bossard Proven Productivity. Dazu gehört unter anderem die Optimierung von Prozessen und die Reduktion von Lagerbeständen, um die Effizienz und Produktivität nachhaltig zu steigern. Zudem gilt Bossard beim Aufbau intelligenter Produktionsstätten im Sinne von Industrie 4.0 als Pionierin.
Mit rund 3’000 Mitarbeitenden in weltweit 33 Ländern erzielte die Bossard Gruppe im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 986,4 Mio. CHF. Bossard ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.
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