Workflow-Management endet nicht mit der Entwicklung von Lösungen – sie beginnt dort erst wirklich
Viele Kliniken sind in der Analyse ihrer Prozesse bereits weit fortgeschritten. Schwachstellen sind identifiziert, Prioritäten gesetzt, Lösungen entwickelt. Und dennoch bleibt eine zentrale Herausforderung bestehen: die konsequente Umsetzung der Maßnahmen im Alltag.
Genau an dieser Stelle entscheidet sich der Erfolg von Prozessoptimierung. Denn der eigentliche Mehrwert entsteht nicht in der Analyse, sondern in der strukturierten Überführung von Erkenntnissen in konkretes Handeln. Im Workflow-Life Cycle der IWiG-Hochschulforschung ist dieser Übergang klar definiert: Auf die Lösungsfindung folgt die Aufgabengenerierung in Form von Maßnahmenplänen – und anschließend deren Umsetzung.
Die Aufgabengenerierung bildet dabei die Brücke zwischen Konzept und Praxis. Aus zuvor entwickelten Lösungen werden konkrete, eindeutig formulierte Aufgaben abgeleitet – mit klaren Verantwortlichkeiten, Zeitbezügen und Zielsetzungen. Maßnahmen werden nicht mehr abstrakt diskutiert, sondern operationalisiert und steuerbar gemacht.
Doch genau hier liegt eine häufig unterschätzte Herausforderung: Umsetzung ist kein rein technischer Prozess. Sie ist vor allem eine organisatorische und kulturelle Aufgabe.
In der Praxis konzentrieren sich viele Projekte auf Sachthemen – also auf die Fragen „Wer macht was, wann und womit?“. Deutlich weniger Beachtung findet jedoch die entscheidende Dimension: Wie gelingt es, alle Beteiligten auf dem Weg zum Zielzustand mitzunehmen?
Themen wie Akzeptanz, Motivation, Geschwindigkeit oder Widerstand bestimmen maßgeblich den Erfolg der Umsetzung. Veränderungen greifen nur dann, wenn sie verstanden, akzeptiert und aktiv mitgetragen werden.
Prof. Dr. Michael Greiling, Leiter des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen, bringt es auf den Punkt: „Die Qualität einer Prozessoptimierung zeigt sich nicht in der Idee, sondern in ihrer konsequenten Umsetzung im Alltag.“
Deshalb braucht erfolgreiche Umsetzung mehr als gute Maßnahmenpläne. Sie erfordert klare Kommunikation und standardisierte Verfahren. Digitale Maßnahmenportale und Instrumente wie WiG Boards schaffen Transparenz über Aufgaben, Fortschritte und Verantwortlichkeiten. Sie ermöglichen es, Maßnahmen zentral zu steuern, nachzuverfolgen und bei Bedarf nachzusteuern.
Gleichzeitig kommt der Führung eine zentrale Rolle zu: Sie muss die Vision des Wandels tragen, Orientierung geben und durch Wertschätzung sowie Klarheit Vertrauen schaffen. Nur so entsteht die notwendige Verbindlichkeit, um Veränderungen nachhaltig im Alltag zu verankern.
Fazit: Prozessoptimierung endet nicht mit der Entwicklung von Lösungen – sie beginnt dort erst wirklich. Wer Aufgabengenerierung und Umsetzung systematisch gestaltet, schafft die Voraussetzung für nachhaltige Verbesserung.
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