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30 Jahre VEM: „Sharing Mission“

Im Juni 1996 fand in der Zionskirche auf dem Gelände der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel die erste Vollversammlung der internationalen Vereinten Evangelischen Mission (VEM) statt. Die Delegierten der damals 33 Gründungsmitglieder verabschiedeten eine Satzung, die den afrikanischen und asiatischen Partnerkirchen erstmals die volle und gleichberechtigte Mitgliedschaft einräumte. Darüber hinaus wählten sie mit dem Indonesier Soritua Nababan einen Theologen aus dem Globalen Süden zum ersten Moderator der neuen Mission.

Die VEM ist bis heute eine einzigartige internationale Gemeinschaft von aktuell 38 afrikanischen, asiatischen und deutschen Kirchen sowie der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Das Gründungsjubiläum feiern die Mitglieder in diesem Sommer mit vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen mit dem Leitgedanken des Teilens.

Region Asien feiert mit 1.600 Gästen und großem Fundraising-Erfolg

Den Auftakt machten die asiatischen Mitgliedskirchen: Am 20. Juni veranstalteten sie im Smesco Convention Centre in Jakarta auf Einladung der Simalungun-Kirche (GKPS) eine Jubiläumsfeier mit rund 1.600 Gästen. Die Feier wurde durch ein festliches Konzert und musikalische Beiträge der GKPS sowie weiterer Kirchen aus Indonesien gestaltet. Sie stand unter dem Leitwort „Glauben über die Angst hinaus“ und brachte die Hoffnung und den gemeinsamen Glauben der Kirchen eindrucksvoll zum Ausdruck. Der Festakt wurde auch von Prof. Dr. Otto Hasibuan, dem stellvertretenden koordinierenden Minister für Recht, Menschenrechte, Migration und Strafvollzug Indonesiens, begleitet. In seinem Grußwort dankte er der VEM dafür, dass sie seit 30 Jahren – und darüber hinaus seit vielen Jahrzehnten – durch vielfältige gesellschaftliche, humanitäre und ökologische Programme einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Kirche und Gesellschaft in Indonesien leistet.

Bereits im Vorfeld waren unter der Federführung von Ephorus Robinson Butarbutar, asiatischer Vize-Moderator der VEM und vormaliger Leiter der Huria Kristen Batak Protestan (HKBP), Spenden in Höhe von ca. 26.000 Euro für die VEM gesammelt worden. Bei einer spontanen Fundraising-Aktion während des Festakts kamen noch weitere rund 34.000 Euro hinzu.

Region Afrika: 1-Euro-Kampagne und Grundsteinlegung des neuen Regionalbüros

Auch die Region Afrika verbindet die Feierlichkeiten mit einer groß angelegten Fundraising-Aktion. Im Juli wird in allen Gemeinden der afrikanischen Mitgliedskirchen eine „1-Euro-Spendenkampagne“ für die VEM veranstaltet. Angesichts der rasant wachsenden Gemeinden in der Region verspricht diese Fundraising-Aktion besonderen Erfolg. Auf Leitungsebene richtet die Nordwest-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania am 9. August in Bukoba eine Jubiläumsfeier für alle afrikanischen Mitgliedskirchen im Anschluss an einen fünftägigen Partnerschafts-Workshop aus. Am 16. August ist zudem die Grundsteinlegung des neuen VEM-Regionalbüros „New Home for Africa" im Stadtteil Kigamboni der tansanischen Metropole Daressalam vorgesehen.

Jubiläumsbroschüre zeigt VEM aus acht Blickwinkeln

Das lebendige Missionsverständnis der VEM ist in einer englischen Jubiläumsbroschüre mit deutschen Online-Texten bildreich dokumentiert. Unter der Überschrift „Sharing Mission“ (Mission teilen) wird das missionarische Wirken aus acht Blickwinkeln beleuchtet. Darunter werden Themen wie das Teilen von Finanzmitteln und Entscheidungsmacht, gegenseitige Unterstützung im Krisenfall, gemeinsames Lernen sowie der Umgang mit dem postkolonialen Erbe behandelt. Zu Wort kommen frühere und heutige Weggefährt*innen, Mitarbeitende sowie Entscheidungsträger*innen aus Afrika, Asien und Deutschland. Ein Rückblick auf 30 Jahre VEM zeichnet zudem die Meilensteine und prägenden Ereignisse der internationalen Gemeinschaft nach.

„30 Jahre Internationalisierung der VEM sind mehr als ein Jubiläum – sie sind ein Zeichen von Gottes Wirken in unserer Gemeinschaft. Die Feierlichkeiten in Asien, Afrika und Deutschland sowie die Publikation „Sharing Mission“ zeigen, wie Menschen über Kulturen, Nationen und die Last kolonialer Geschichte hinweg gemeinsam Kirche gestalten. Genau das sollte Christsein heute bedeuten,“ resümiert Dr. Andar Parlindungan, Generalsekretär der VEM.

Die Broschüre „Sharing Mission – UEM 1996–2026 from 8 Viewpoints" steht hier zum Download bereit.

Über Vereinte Evangelische Mission (VEM)

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Büros in Wuppertal, Indonesien und Tansania ist eine internationale, gleichberechtigte Gemeinschaft von 39 Mitgliedern, darunter 32 evangelische Kirchen in Afrika und Asien sowie sechs deutsche EKD-Kirchen und den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die VEM verfolgt konsequent ein ganzheitliches Missionsverständnis. Dazu gehört, die Lebensumstände notleidender und benachteiligter Menschen unter Achtung ihrer persönlichen Würde und Berücksichtigung ihres kulturellen Kontexts zu verbessern.

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