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Gemeinsam singen, gemeinsam helfen: VEM und Kindertal erhalten Spenden aus weihnachtlichem Stadionsingen in Wuppertal
Rund 5.000 Menschen sangen beim ersten Wuppertaler Stadionsingen im Dezember 2025 gemeinsam internationale und traditionelle Weihnachtslieder. In der gestrigen Pressekonferenz im Stadiongebäude zog die Veranstaltergemeinschaft Bilanz: Die erzielten Spenden in Höhe von insgesamt 4.399 Euro werden jetzt an die Vereinte Evangelische Mission (VEM) und an Kindertal übergeben und das Stadionsingen 2026 wird noch größer, da die Nachfrage das Angebot bei weitem überstieg. Mit der Erweiterung auf Nord- und Südtribüne sollen künftig insgesamt rund 9.000 Menschen dabei sein können. Der nächste Termin steht bereits fest: Sonntag, 20. Dezember 2026 um 16:30 Uhr. Familienfest mit Weihnachtsmarkt Zum Rahmenprogramm gehört auch 2026 wieder ein Weihnachtsmarkt ab 15 Uhr vor dem Hauptgebäude – und…
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Zwischen Bürokratie und Würde: Wie die deutsche Visapolitik kirchliche Programme und Fachkräftegewinnung blockiert
Deutschland braucht internationale Fachkräfte – das ist politischer Konsens. Doch wer versucht, diese Fachkräfte tatsächlich ins Land zu holen, stößt auf ein Visasystem, das eine tiefe Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit aufreißt. Die Vereinte Evangelische Mission (VEM), die seit Jahrzehnten im regen Austausch zwischen Afrika, Asien und Deutschland steht, kennt diesen Widerspruch aus leidvoller Erfahrung. Wartezeiten von bis zu einem Jahr auf eine Visumentscheidung, monatelange Kämpfe um Botschaftstermine, willkürlich wechselnde Anforderungen von Land zu Land – das ist die Realität, mit der VEM-Mitarbeitende, Partnerschaftsengagierte und junge Freiwillige aus Afrika und Asien regelmäßig konfrontiert werden. Für privilegierte deutsche Reisende ist diese Realität kaum vorstellbar. DNA-Test statt Geburtsurkunde Besonders deutlich wird das…
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32 Jahre Völkermord in Ruanda
Am 7. April 2026 jährte sich zum 32. Mal der Völkermord an den Tutsi in Ruanda. Im Jahr 1994 wurden innerhalb von 100 Tagen mehr als eine Million Menschen ermordet. Die internationale Gemeinschaft griff nicht ein und der Völkermord geschah vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Während der hunderttägigen Staatstrauer wird an vielen Orten in Ruanda der Opfer gedacht. Unter dem Motto „Remember. Unite. Renew" („Erinnern. Vereinen. Erneuern) werden Überlebende geistlich und seelisch begleitet. Die landesweiten Gedenkveranstaltungen sind zugleich ein Aufruf, aktuelle Erscheinungsformen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Völkermordideologien und Völkermordleugnung entschieden zu verurteilen und das internationale Engagement gegen Massenmorde weltweit fortzusetzen. „Nie wieder!" „In dieser Zeit des Gedenkens schließe…
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„Hoffnung wächst“ – VEM startet neue Spendenkampagne
Mit der neuen Spendenkampagne „Hoffnung wächst" macht die Vereinte Evangelische Mission (VEM) auf die Wirkung ihres internationalen Personalaustauschs aufmerksam. Mitarbeitende aus den VEM-Mitgliedern engagieren sich beispielsweise in Projekten in der Demokratischen Republik Kongo, in Tansania und in Indonesien, um die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern – in der Gesundheitsversorgung, der Ernährungssicherung und im interreligiösen Dialog. Die Kampagne zeigt: Auch dort, wo Menschen mit großen Herausforderungen leben, kann konkrete Unterstützung neue Perspektiven eröffnen. Medizinische Versorgung in Tansania Im Nordwesten Tansanias sichert das Nyakahanga Hospital der evangelischen Kirche vor Ort die medizinische Versorgung in einer strukturschwachen Region. Im Rahmen des VEM-Personalaustauschs arbeitet dort Dr. Albert Muhindo aus der Demokratischen…
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VEM-Aufsichtsrat beruft Robert Meyer zum neuen Geschäftsführer
Der Aufsichtsrat der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) hat auf seiner jüngsten Sitzung in Westpapua Robert Simon Meyer zum neuen Geschäftsführer berufen. Der gebürtige Engelskirchener (38) wird seine neue Aufgabe am 1. Oktober 2026 aufnehmen und ist laut Satzung zugleich einer von zwei stellvertretenden Generalsekretären der VEM. Derzeit ist er als Project Manager an der Universität Leipzig tätig. Robert Meyer verfügt über einen Master of Business Administration mit dem Schwerpunkt auf der Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen. Er bringt damit unternehmerisches Denken ebenso wie Erfahrung im Projektmanagement in die internationale Gemeinschaft der VEM ein. Das 30jährige Jubiläum, das die VEM in diesem Jahr feiert, empfindet Meyer als besonderen Auftakt: „Ich freue…
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VEM-Aufsichtsrat verabschiedet Erklärung zur Lage in Papua
Der Aufsichtsrat der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) hat vom 9. bis 16. März 2026 in Westpapua, Indonesien, getagt. Das internationale Leitungsgremium, dem Mitglieder aus Afrika, Asien und Deutschland angehören, verabschiedete eine Erklärung, in der es seiner tiefen Sorge über die humanitäre Situation in der Region Ausdruck verleiht. Der Rat hörte dabei auf die Stimmen seiner Mitgliedskirche in Papua, der Gereja Kristen Injili di Tanah Papua (GKI-TP), sowie auf indigene Gemeinschaften, die weiterhin unter Gewalt, Vertreibung und Umweltzerstörung leiden. Vielschichtige Krise erfordert internationale Aufmerksamkeit Die Lage in Papua hat sich nach Einschätzung des Rates zu einer vielschichtigen humanitären Krise entwickelt. Unter dem Deckmantel nationaler Sicherheit werden indigene Papua grundlegender Rechte und…
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Konzertlesung „Jesus ist nicht schwarz-weiß“ am 19. März in der Wuppertaler CityKirche
Unter dem Motto „Jesus ist nicht schwarz-weiß" findet am 19. März 2026 um 19 Uhr eine vielfaltssensible Konzertlesung mit der Autorin Sarah Vecera und den Musiker*innen Judy Bailey und Patrick Depuhl statt. Veranstaltungsort ist die Evangelische CityKirche, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal. Der Eintritt kostet 12 Euro. Reflexion am Küchentisch Im Mittelpunkt der Performance steht ein Küchentisch – ein vertrauter Ort der Begegnung, an dem die drei Protagonist*innen miteinander sprechen, lesen und singen. Sie teilen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven und eines verbindet sie: die Hoffnung. Das Publikum erwartet ein berührender Abend voller biografischer Offenheit und persönlicher Hoffnungsmomente. Die Küchentischgespräche laden dazu ein, eigene Prägungen und Perspektiven wahrzunehmen – in einer Atmosphäre,…
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VEM-Kirchen in Afrika zeigen Solidarität und stärken ihre Eigenständigkeit
Die Afrikanische Regionalversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) tagte vom 23. Februar bis 1. März 2026 in Botswana. Gastgeberin war die Evangelisch-Lutherische Kirche in Botswana (ELCB). Unter dem selbstkritischen Leitthema „Der Balken in unserem Auge: Diskriminierung in Kirche und Diakonie“ verabschiedeten die 55 Delegierten aus sieben afrikanischen Ländern vier konkrete Empfehlungen an die afrikanischen Mitgliedskirchen der VEM. Solidarität mit Sumatra Bereits im Eröffnungsgottesdienst setzte die Versammlung ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit: Angesichts der schweren Überschwemmungen in Sumatra, Indonesien, Ende 2025, die zahlreiche Familien obdachlos gemacht und die Infrastruktur ganzer Gemeinden zerstört haben, sammelten Delegierte und Gäste spontan Spenden für die betroffenen Menschen und Gemeinden. Vier Empfehlungen für eine gerechte und…
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72.000 Unterschriften für faire Entschuldung
Über 72.000 Menschen fordern konkrete Reformen des internationalen Finanzsystems und Schuldenstreichungen für Staaten des Globalen Südens. Zum Abschluss der Kampagne „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope!“ hat ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 71 Organisationen den Appell und die Unterschriften an das Bundesfinanzministerium übergeben. Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ist Mitglied des Bündnisses und hat in Gemeinden, Kirchenkreisen und auf Großveranstaltungen wie dem Kirchentag die Kampagne bekannt gemacht und Unterschriften gesammelt. Helmut Müller, Pfarrer des Regionalen Dienstes der VEM: „Das Recht der Gläubiger darf nicht länger über der Würde der Schuldner stehen! Deshalb unterstützt die Vereinte Evangelische Mission die Kampagne „Turn Debt into Hope“ mit dem Einsatz für ein gerechtes globales Finanzsystem.“…
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Westpapua: Indigene wehren sich gegen Landraub – Kirche steht solidarisch an ihrer Seite
In Westpapua spitzt sich der Konflikt um großflächige staatliche Entwicklungs- und Militärprojekte weiter zu. Rund 5.600 Hektar indigenes Land in Ost-Biak, Supiori sowie Nord- und Süd-Biak sollen für den Bau eines Militärhauptquartiers und eines Satelliten-Flugplatzes im Rahmen eines nationalen Raumfahrtprogramms beansprucht werden. Die betroffenen indigenen Gemeinschaften lehnen diese Pläne entschieden ab. Kirche in Papua prangert Landraub an Mit einem pastoralen Schreiben vom 11. Februar und einem gemeinsamen Protestmarsch in Biak Numfor fordert die Evangelisch-Christliche Kirche im Land Papua (GKI-TP), ein Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), den sofortigen Stopp der unrechtmäßigen Beschlagnahmung traditioneller indigener Landflächen für wirtschaftliche und militärische Zwecke. Sie setzt damit ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den…