Innovativer Wohnungsbau trotz schwieriger Voraussetzungen
Für die diesjährige Gastrednerin Theresa Schopper, die neue Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, glich der Auftritt vor dem Berufsstand einem Antrittsbesuch. An sie adressierte Müller, wenn er mit Verweis auf die IBA’27 sagte: „In Stuttgart lernen wir gerade, wie unter den schwierigen Voraussetzungen dennoch innovativer Wohnungsbau bezahlbar und nachhaltig realisiert werden kann.“ Unter dem Realisierungsdruck würden hier neue Planungsprozesse, Wohnkonzepte und Materialien getestet.
Schwierige Rahmenbedingungen und multiple Krisen, auf die das Land keinen Einfluss habe, machte auch Theresa Schopper – seit Mai im Amt – für die starke Verteuerung am Bau verantwortlich. Gleichwohl müsse es darum gehen, zu schauen, wo Gestaltungsmöglichkeiten warteten. Sie übernehme das Amt nicht als „gmähte Wies’n“, sagte die aus Füssen im Allgäu stammende Schopper. Es brauche „Vertrauen“ zwischen Fachlichkeit und Politik nach der Maßgabe, die auch die grün-schwarze Koalition als Überschrift gewählt habe: „Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“, so die Bauministerin.
Sie sei froh über die Fortführung des Strategiedialogs „Innovatives Bauen und bezahlbares Wohnen“, denn mit ihm ließen sich „klare, verlässliche und praxistaugliche Verfahren“ entwickeln. „Wir brauchen mehr Mut zur Vereinfachung“, ist Schopper überzeugt. Entsprechend sagte Präsident Müller zu, den Rahmen für einen BW-Standard zu erarbeiten, der aus den Vorschlägen anderer Bundesländer das Beste für Baden-Württemberg entwickelt. „Im Neubau, für die Mobilisierung des Gebäudebestandes und vielleicht über den Wohnungsbau hinaus als Instrument für die Kommunen.“
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