Produktionstechnik

Wie TOP-Energy die Papierindustrie bei der Energiewende unterstützt

Wie lassen sich komplexe Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Energieträgern und Produktionsprozessen transparent abbilden und für Transformationsprojekte nutzbar machen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vortrags von Ricardo Ortiz Cabrera, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts NOWUM-Energy der FH Aachen, bei den TOP-Energy-Anwendertagen. Anhand eines Beispiels aus der Papierindustrie zeigt er, wie sich mit TOP-Energy ein flexibles Energiesystem-Referenzmodell entwickeln lässt.

Die Herausforderung: Komplexe Energieströme ganzheitlich verstehen

Industrielle Produktionsprozesse sind häufig durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Energieträger geprägt. In der Papierproduktion treffen beispielsweise Strom, Dampf, Heißluft und Abwärme aufeinander. Gleichzeitig beeinflusst die Produktionsmenge den Energiebedarf und damit das gesamte Energiesystem.

Für die Planung von Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen reicht es daher nicht aus, einzelne Energieflüsse isoliert zu betrachten. Entscheidend ist, die Wechselwirkungen zwischen Energiesystem und Produktionsprozess abzubilden.

Die Lösung: Energiesystem-Referenzmodell mit TOP-Energy

Mit der Software TOP-Energy wird ein Energiesystem-Referenzmodell aufgebaut, in dem unterschiedliche Energieträger dynamisch miteinander vernetzt werden. Wie viel Papier wird produziert? Welche Prozesstemperatur wird dafür benötigt? Welcher Druck ist für die Produktion erforderlich? Und wie viel Dampf wird für den Prozess benötigt? TOP-Energy simuliert und berücksichtigten den gesamten Energiebedarf und Prozessentwicklung und unterstützt somit bei der Findung der optimalsten Lösung.

Ein besonderer Vorteil: Dieses Konzept lässt sich an unterschiedliche Prozesse anpassen. Sind Prozessanforderungen wie Temperatur, Druck oder Dampfbedarf bekannt, kann man dasselbe Konzept auch beispielsweise in der Chemie-, Lebensmittel- oder Prozessindustrie angewendet werden und industrielle Energiesysteme analysiert werden.

Referenzmodell bei den TOP-Energy-Anwendertagen

Wie das Referenzmodell konkret aufgebaut wird und welche Möglichkeiten TOP-Energy für die Modellierung komplexer Energiesysteme bietet, zeigt Ricardo Ortiz Cabrera bei den TOP-Energy-Anwendertagen.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Von Anwendern für Anwender“ und bietet Raum für praxisnahe Einblicke, Erfahrungsaustausch und Diskussionen rund um die Modellierung und Optimierung industrieller Energiesysteme. Interessierte Verfahrens- und Projektingenieure, Energieberater, Energiemanager sowie F&E-Teams sind herzlich eingeladen, den Vortrag zu besuchen und sich über den praktischen Einsatz von TOP-Energy auszutauschen. Jetzt kostenlos anmelden: https://www.top-energy.de/unser-angebot/anwendertage

Über TOP-Energy

TOP-Energy ist eine Energiesystem-Simulationssoftware, die von der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. (GFaI) in Berlin entwickelt wird. Die Software ermöglicht die Modellierung, Simulation und Optimierung hochkomplexer Energiesysteme – von industriellen Prozessen über Quartierslösungen bis hin zu kommunalen Strukturen.

Mit flexiblen Komponenten, umfassenden Steuerungs- und Analysetools sowie aktuellen Datenquellen unterstützt TOP-Energy Anwenderinnen und Anwender aus Forschung, Planung und Wirtschaft dabei, nachhaltige und wirtschaftliche Energiesysteme zu entwickeln.

Die GFaI e. V. ist ein gemeinnütziges Forschungsinstitut mit Sitz in Berlin-Adlershof. Der Verein ist auf angewandte Informatik spezialisiert und entwickelt praxisnahe Softwarelösungen für Industrie, Energie und Wissenschaft.

Weitere Informationen unter: www.top-energy.de

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