Kunst & Kultur

Ausstellung „Terapia“ in Kloster Irsee – Kunstwerke von Rolando Vázquez Hernández über Emotion, Sucht und Resilienz

In Kloster Irsee ist aktuell die Ausstellung „Terapia“ zu sehen. Die Vernissage fand im Rahmen der 25. Fachtagung für Pflege suchtkranker Menschen statt. Die eindrucksvolle Geschichten- und Bilderserie ist noch bis Mai 2026 im historischen Ambiente des Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrums des Bezirks Schwaben zu erleben.

„Terapia“ widmet sich in künstlerischer wie autobiografischer Form dem Umgang mit Gefühlen und emotionalen Handlungen. Der 1978 in Havanna geborene Maler, Zeichner und Autor Rolando Vázquez Hernández, der seit 2003 in Augsburg lebt, verarbeitet in seinen Arbeiten eigene Lebenserfahrungen ebenso wie therapeutische Erkenntnisse. Sein zentrales Anliegen beschreibt er so: Nicht allein Willensstärke führte zur Veränderung, sondern erst das Erkennen der Ursachen emotionaler Handlungen eröffnete den Weg zu Resilienz und nachhaltiger Genesung.

Die verschiedenen Farben der Gemälde stehen symbolisch für die Grundemotionen Freude, Wut, Angst, Ekel und Trauer. In der Verbindung von Bild und Text entfaltet sich ein Prozess der Wandlung – von Verzweiflung und dem „Teufelskarussell“ hin zu innerer Stabilität und Widerstandskraft. Der Bambuswald, in dessen Tiefe ein dunkler Hintergrund die intuitiven, primären Emotionen repräsentiert, wird zum Sinnbild des therapeutischen Lernorts und der Resilienz selbst.

Die zentrale Figur der Erzählung – ein junger Mann – ist das Alter Ego des Künstlers. „Cerdipunky“, sein personifiziertes Unterbewusstsein, steht für das innere Kind. Das „teuflische Karussell“ symbolisiert Sucht in all ihren Erscheinungsformen sowie den Missbrauch bewusstseinsverändernder Substanzen und Verhaltensweisen. Die Eule schließlich verkörpert die therapeutische Begleitung – Weisheit, Reflexion und Orientierung.

Mit „Terapia“ verfolgt der Künstler ein klares Ziel: Er möchte Betroffenen Mut machen und Wissen vermitteln, das Veränderung ermöglicht. Die Ausstellung verbindet künstlerischen Ausdruck mit einer deutlichen Botschaft: Genesung ist ein Prozess, der Selbstreflexion, emotionale Arbeit und professionelle Unterstützung einschließt.

Die Ausstellung ist bis Mai 2026 in Kloster Irsee zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich auf eine ebenso persönliche wie universelle Reise durch die Landschaften menschlicher Emotionen einzulassen.

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