Bildung & Karriere

Zusammenarbeit auf Führungsebene

Eine Weiterbildung zur Führungskräfteschulung im Bereich des Massenanfalls von Verletzten führte das Amt für Gefahrenabwehr des Vogelsbergkreis jetzt erstmals durch. Die Leitung hatte Nils Freitag, er ist Sachbearbeiter im Sachgebiet Rettungsdienst. Neben zwei Leitenden Notärzten (LNA) sowie drei Organisatorischen Leitern Rettungsdienst (OLRD) waren neun Wehrführer und Führungskräfte der Feuerwehr der Stadt Alsfeld der Einladung gefolgt.

Nach der Begrüßung durch den Organisatorischen Leiter Christopher Zink begann der Vormittag im Stützpunkt der Feuerwehr Alsfeld mit Fachvorträgen zu den Themen Einsatzaufkommen, Organisation sowie Aufgaben und Arbeitsweise vom Rettungsdienst und den Sanitäts- und Betreuungsdiensteinheiten. Gerade den Feuerwehrführungskräften wurde hierbei nochmals das Konzept zum sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ vorgestellt. Denn bei größeren Schadenslagen ist die Feuerwehr stets eng mit eingebunden. So liegt es in der Natur der Sache, dass eine zielorientierte und abgestimmte Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen an der Einsatzstelle entscheidend für den Einsatzerfolg ist.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung übernahm Carsten Schmidt, stellvertretender Stadtbrandinspektor der Stadt Alsfeld und Wehrführer, die Vorstellung der Feuerwehr Alsfeld sowie die Organisation der Feuerwehren im Allgemeinen. Ein weiterer Schwerpunkt des Vormittags war die Feuerwehr-Dienstvorschrift zum Thema „Führung und Leitung im Einsatz“. Diese regelt Grundsätzliches zur Führungsorganisation und gewährleistet sowohl die länderübergreifende Zusammenarbeit als auch die Kooperation mit anderen Organisationen, Einrichtungen und Behörden.

Nach den theoretischen Unterrichtsblöcken wurde es praktisch: In Gruppenarbeit wurden unterschiedliche Einsatzszenarien betrachtet. Im Anschluss wurden die jeweiligen fiktiven Einsatzstellen angefahren. Durch die praktischen und theoretischen Übungseinheiten wurde insbesondere die Zusammenarbeit den unterschiedlichen Führungsebenen geübt. Gerade der Perspektivwechsel im Hinblick auf Führungs- und Entscheidungsprozesse im Einsatz konnte durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Führungsebene weiterentwickelt werden.

Am späten Nachmittag nach der Vorstellung der erarbeiteten Ergebnisse – behandelt wurden unter anderem Szenarien wie ein Brand mit zahlreichen Verletzten oder der Einsturz eines Supermarktes – zeigten sich alle Teilnehmer begeistert von den angebotenen Fortbildungsinhalten. Abschließend merkte Nils Freitag an, dass künftig auch weitere Feuerwehren im Kreisgebiet schrittweise im Rahmen dieser Ausbildung an das Thema „Massenanfall von Verletzten“ herangeführt werden sollen.

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