Verbraucher & Recht

Stellantis-Rückruf: Mehr als 700.000 Diesel betroffen

<p>Stellantis ruft weltweit rund 711.000 Diesel-Fahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën, DS und Opel in die Werkstätten zurück, in Deutschland sind etwa 122.700 Fahrzeuge betroffen. Nach Medienberichten von autohaus.de und autoservicepraxis.de bereits vom 10. Oktober 2025 ist ein Softwarefehler in der On-Board-Diagnose (OBD) Ursache dafür, dass die Motorkontrollleuchte trotz Störungen in der Abgasreinigung (DPF/SCR) ausbleiben kann. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) stuft die Rückrufe als emissionsrelevant, aber nicht sicherheitskritisch ein. Mandanten der Verbraucherkanzlei Dr. Stoll & Sauer werden aktuell von ihren Fahrzeughändlern angeschrieben und in die Werkstätten gebeten. Dr. Stoll & Sauer sieht bei Abgas-Rückrufen dieser Größenordnung erheblichen Klärungsbedarf für Betroffene – insbesondere wegen möglicher Folgewirkungen von Updates, Wertverlust und der Frage, ob weitergehende Ansprüche bestehen. Eine kostenlose Ersteinschätzung bietet die Kanzlei im <a href="https://www.dr-stoll-kollegen.de/…> an.</p> <p><strong>Worum geht es bei dem Stellantis-Rückruf?</strong></p> <p>Die OBD überwacht im Fahrzeug die Abgasreinigung, insbesondere Dieselpartikelfilter (DPF) und SCR-System (AdBlue). Laut den Berichten kann in den betroffenen Fahrzeugen trotz Fehlfunktionen die Motorkontrollleuchte (MIL) ausbleiben. Dadurch können Emissionsprobleme unbemerkt bleiben und es kann zu Abweichungen von Abgasvorschriften kommen.</p> <p>Die Maßnahme in der Werkstatt ist laut Berichten ein Software-Update des Motorsteuergeräts (ECM). Für Halter ist das Update kostenfrei. Betroffene Fahrzeuge im Stellantis-Rückruf wegen OBD/Abgasüberwachung (DPF/SCR)</p> <ul> <li><strong>Gesamtüberblick Rückruf</strong></li> <ul> <li>Grund: Softwarefehler in der On-Board-Diagnose (OBD) kann dazu führen, dass die Motorkontrollleuchte trotz Störungen in der Abgasreinigung nicht oder nicht zuverlässig aufleuchtet (DPF und/oder SCR/AdBlue).</li> <li>Folge: Emissionsprobleme können unbemerkt bleiben; das KBA ordnet die Rückrufe als emissionsrelevant, aber nicht sicherheitskritisch ein.</li> <li>Maßnahme: kostenloses Software-Update des Motorsteuergeräts (ECM) in der Vertragswerkstatt.</li> <li>Gesamtumfang: rund 711.000 Fahrzeuge weltweit, davon etwa 122.700 in Deutschland.</li> <li>KBA-Überwachung: Referenznummern 15453R (Peugeot), 15454R (Citroën), 15455R (DS), 15456R (Opel).</li> </ul> <li><strong>Peugeot</strong></li> <ul> <li>Marke: Peugeot</li> <li>KBA-Referenznummer: 15453R</li> <li>Hersteller-Code: MYC</li> <li>Produktionszeitraum: 14.10.2016 bis 11.10.2021</li> <li>Weltweit betroffen: 341.749 Fahrzeuge</li> <li>Deutschland betroffen: 36.348 Fahrzeuge</li> <li>Mangelbeschreibung: Ausbleiben der Motorkontrollleuchte bei Fehlern im Dieselpartikelfilter (DPF) oder im SCR-System wegen fehlerhafter OBD-Software.</li> <li>Maßnahme: Software-Update des Motorsteuergeräts (ECM)</li> <li>Betroffene Modelle:</li> <ul> <li>Peugeot Traveller</li> <li>Peugeot 208</li> <li>Peugeot Expert</li> <li>Peugeot Partner</li> <li>Peugeot 3008</li> <li>Peugeot 2008</li> <li>Peugeot 5008</li> <li>Peugeot Boxer</li> <li>Peugeot 308</li> <li>Peugeot 508</li> <li>Peugeot Rifter</li> <li>Peugeot 301</li> </ul> </ul> <li><strong>Citroën</strong></li> <ul> <li>Marke: Citroën</li> <li>KBA-Referenznummer: 15454R</li> <li>Hersteller-Code: GK2</li> <li>Produktionszeitraum: 15.03.2018 bis 30.04.2024</li> <li>Weltweit betroffen: 250.497 Fahrzeuge (in anderen Übersichten werden abweichende Weltzahlen genannt)</li> <li>Deutschland betroffen: 56.036 Fahrzeuge (in anderen Übersichten werden abweichende Deutschlandzahlen genannt)</li> <li>Mangelbeschreibung: Fehler in der OBD-Steuerung kann dazu führen, dass bei Abgasstörungen keine Warnanzeige/Motorkontrollleuchte erfolgt; betrifft die Überwachung von DPF und/oder SCR.</li> <li>Maßnahme: ECM-Software-Aktualisierung</li> <li>Betroffene Modelle:</li> <ul> <li>Citroën C-Elysée</li> <li>Citroën C4 Picasso</li> <li>Citroën C3</li> <li>Citroën C4 Spacetourer</li> <li>Citroën Berlingo</li> <li>Citroën C5 Aircross</li> <li>Citroën C3 Aircross</li> <li>Citroën Jumpy</li> <li>Citroën C4 Cactus</li> </ul> </ul> <li><strong>DS Automobiles</strong></li> <ul> <li>Marke: DS Automobiles</li> <li>KBA-Referenznummer: 15455R</li> <li>Hersteller-Code: GK2</li> <li>Produktionszeitraum: 27.03.2017 bis 15.11.2022</li> <li>Weltweit betroffen: 21.130 Fahrzeuge</li> <li>Deutschland betroffen: 1.225 Fahrzeuge</li> <li>Mangelbeschreibung: Fehlende Aktivierung der Motorkontrollleuchte bei DPF- oder SCR-Störungen aufgrund fehlerhafter OBD-Software.</li> <li>Maßnahme: Software-Update des Motorsteuergeräts (ECM)</li> <li>Betroffene Modelle:</li> <ul> <li>DS3 Crossback</li> <li>DS7 Crossback</li> </ul> </ul> <li><strong>Opel</strong></li> <ul> <li>Marke: Opel</li> <li>KBA-Referenznummer: 15456R</li> <li>Hersteller-Code: KT2</li> <li>Produktionszeitraum: 08.09.2017 bis 19.10.2023 (in anderen Übersichten wird ein abweichender Starttermin genannt)</li> <li>Weltweit betroffen: 97.770 Fahrzeuge</li> <li>Deutschland betroffen: 29.107 Fahrzeuge</li> <li>Mangelbeschreibung: Ausbleiben der Motorkontrollleuchte bei Fehlern im DPF oder SCR-System aufgrund fehlerhafter OBD-Software.</li> <li>Maßnahme: Software-Update des Motorsteuergeräts (ECM)</li> <li>Betroffene Modelle:</li> <ul> <li>Opel Zafira</li> <li>Opel Grandland X</li> <li>Opel Combo</li> <li>Opel Crossland X</li> <li>Opel Corsa</li> <li>Opel Vivaro</li> <li>Opel Movano</li> </ul> </ul> </ul> <p><strong>Rechtliche Einordnung: Warum Betroffene ihre Ansprüche prüfen sollten</strong></p> <p>Abgas- und OBD-Themen sind seit dem Dieselskandal nicht nur „Werkstattfragen“. Die Rechtsprechung hat Verbraucherrechte gestärkt: Der EuGH hat am 21.03.2023 (C-100/21) klargestellt, dass Käufer bei unzulässigen Abschalteinrichtungen grundsätzlich einen Anspruch auf Schadensersatz gegen den Hersteller haben können, wenn ein Schaden entstanden ist. Der BGH hat anschließend mit Urteilen vom 26.06.2023 (u. a. VIa ZR 533/21) den Anspruch auf Ersatz eines Differenzschadens näher konturiert; in der Praxis wird häufig eine Quote (5 bis 15 Prozent des Kaufpreises) diskutiert, abhängig vom Einzelfall.</p> <p>Wichtig: Ein Rückruf allein bedeutet nicht automatisch, dass Schadensersatz „immer“ durchsetzbar ist. Aber er ist ein starkes Indiz dafür, dass Emissionskonformität und Typgenehmigungs-Compliance betroffen sein können – und genau hier lohnt die Prüfung der individuellen Situation (Kauf/Leasing, Zeitpunkt, Mangelbild, Update-Folgen, Wiederverkauf).</p> <p><strong>Was Dr. Stoll & Sauer Betroffenen rät</strong></p> <ul> <li>Rückrufschreiben, Werkstattbelege und Softwarestand (vorher/nachher) dokumentieren.</li> <li>Vor dem Update schriftlich klären lassen, was konkret aufgespielt wird (ECM-Version, Maßnahmecode) und ob Folgewirkungen bekannt sind.</li> <li>Keine vorschnellen Erklärungen unterschreiben, die Rechte einschränken könnten.</li> <li>Ansprüche strukturiert prüfen lassen: Gewährleistung gegen den Verkäufer, Garantie/Herstellerzusagen sowie mögliche deliktische Ansprüche im Abgaskomplex – je nach Fall.</li> </ul> <p><strong>Kostenlose Ersteinschätzung im Diesel-Online-Check</strong></p> <p>Dr. Stoll & Sauer bietet Betroffenen eine kostenlose Ersteinschätzung an, um Rückrufschreiben, Risiken des Updates und mögliche Ansprüche einzuordnen. Das geht unkompliziert über den <a href="https://www.dr-stoll-kollegen.de/…>
Über die Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Die Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist eine der führenden Kanzleien im Verbraucherschutz. Mit 17 Anwälten und Fachanwälten berät die Kanzlei Mandanten an den Standorten Lahr und Stuttgart. Besonders spezialisiert ist sie auf Bank- und Kapitalmarktrecht, den Abgasskandal sowie Arbeits-, IT-, Versicherungs- und Verwaltungsrecht. Die Gesellschafter Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führten die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG und handelten für 260.000 Verbraucher einen Vergleich über 830 Millionen Euro aus. Darüber hinaus vertreten Anwälte der Kanzlei Kläger in der Sammelklage zum Facebook-Datenleck gegen den Tech-Konzern Meta in Deutschland.

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