Erlebnistipps rund um die Kirsche im Schwarzwald
Als frische Frucht, im Eis, als Marmelade, in der Kirschtorte und im Kirschwasser sowie auf Wanderwegen wie dem „Kirschbaumpfad“ oder bei Festen mit der „Kirschenkönigin“.
Kirschen, Kaffee, Kaiserstuhl: Kirschenhof Schmidt in Königschaffhausen
Mitten in den Obstanlagen des Kaiserstuhls liegt das Kirschencafé des Kirschenhofs Schmidt, das regionale Tradition und zeitgemäße Hofkultur verbindet. Nicole Schmidt, die einst selbst „Kirschenkönigin“ von Königschaffhausen war, prägt heute mit Leidenschaft den Familienbetrieb. Auf der Terrasse oder im modernen Gastraum genießen Gäste Kuchen und Torten häufig nach Omas Rezept, begleitet von einer kleinen Vesperkarte mit regionalen Klassikern. Auch Familien‑ und Betriebsfeiern finden hier einen persönlichen Rahmen zwischen Reben und Kirschbäumen. Zum Hof gehört ein Ladenbereich mit Destillaten, beschwipsten Früchten, Fruchtaufstrichen und weiteren regionalen Spezialitäten aus dem Sortiment „Kaiserlich genießen“. Direkt daneben liegt der Wohnmobil-Garten mit 50 Stellplätzen. Der Hof am Königsweg in Endingen‑Königschaffhausen ist Teil des „Kaiserstühler Radrundwegs“ und beliebter Ausgangspunkt für Wander‑ und Radtouren. www.kirschenhof-schmidt.de
Die süßeste Verführung: Schwarzwälder Kirschtorte
Sie ist rund, mächtig, geschichtet und beschwipst. Ihre Farben sind Schwarz, Weiß und Rot: Die Schwarzwälder Kirschtorte ist die süßeste Verführung im Schwarzwald und ein international bekannter Botschafter der Ferienregion – so ikonisch, dass sie auch das globale Sportunternehmen PUMA in seiner vierteiligen Black Forest Sneaker-Kollektion in einem Schuhmodell in Szene gesetzt hat. Zu den wichtigsten Zutaten der Torte gehören Kirschen sowie Schwarzwälder Kirschwasser, wie es nur hier hergestellt wird. In nahezu jedem Café und Hotel wird sie angeboten und gern bestellt. Auch werden Kurse und Seminare für interessierte Gäste angeboten, um die Geheimnisse der Tortenherstellung zu erlernen, u.a. im „Hotel Hirsch“ in Enzklösterle, im „Café am Eck“ in Baiersbronn, im „Café Pause“ in Freudenstadt, im „Café Zum gscheiten Beck“ in Feldberg-Bärental und im „Café Zimmermann“ in Todtmoos. Alle zwei Jahre (nächster Termin in 2027) wird beim „Schwarzwälder Kirschtortenfestival“ in Todtnauberg die beste Version gesucht und gekürt. www.kulinarisch-schwarzwald.info und www.blackforestsneaker.de
Obsthof Schörlin im Markgräflerland: Kirschenplantage und Kirschbaumpatenschaft
Der Obsthof Schörlin in Huttingen, einem Ortsteil von Efringen-Kirchen, zählt zu den größten Betrieben im Markgräflerland. Auf den ausgedehnten Obstplantagen reifen Kirschen neben Äpfeln, Zwetschgen, Birnen und Mirabellen auf optimalen Lagen – ein Stück südbadische Obstkultur direkt am Ortsrand. Die Kirschernte beginnt traditionell um den 15. Juli, wenn die Früchte ihren vollen Aroma- und Zuckergehalt erreichen. Im Hofladen wird das frische Obst direkt verkauft, dazu gibt’s naturtrüben Apfelsaft, hausgemachtes Brot, Honig, Wurst sowie eigene Schnäpse und Liköre. Mit Baumpatenschaften für Tafelkirschbäume der Sorte Regina können Obstliebhaber im Markgräflerland gar ihren eigenen Baum „adoptieren“ – für 25 Euro pro Kalenderjahr. Paten dürfen den Baum während der Blüte besuchen, ihn eigenhändig ernten und die gesamte Ernte mit nach Hause nehmen – ohne jegliche Pflegearbeit. Jeder Patenbaum erhält eine persönliche Namenskennzeichnung und wird mit regelmäßigen E-Mail-Updates über Blüte, Reife und Wachstum begleitet. Die Patenschaft stellt eine Verbindung zur Region her und eignet sich hervorragend als Geschenk für Naturfreunde oder zur Unterstützung lokaler Obstkultur. www.obsthof-schoerlin.de
Unkonventionell gedacht, regional verwurzelt: „Black Forest Ice Cream“
Die sechs Eis-Sorten von „Black Forest Ice Cream“ sind inspiriert vom Schwarzwald: Für die in Schallstadt beheimatete Schwarzwälder-Eismanufaktur GmbH von Matthias Rothacher ist der Schwarzwald dabei nicht nur Herkunft, sondern Lebensgefühl: Naturschutz, Tier- und Artenschutz, regionale Landwirtschaft, Tradition und ein respektvoller Umgang mit Natur und Ressourcen. Deshalb hat jede Sorte ihren eigenen Partner, der für diese Werte steht und sich dafür einsetzt – beim Eisbecher „Schwarzwald & Kirsche“ ist das der Naturpark Südschwarzwald, der mit Projekten rund um Kulinarik, nachhaltige Wertschöpfung und Umweltbildung wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Regionalversorgung schafft. So entsteht dank natürlicher Zutaten ohne Schnickschnack und hochwertigen Rohstoffen wie Schwarzwaldmilch geschmackvoller Eis-Genuss mit dem gewissen Etwas. www.blackforesticecream.de
Kupfer küsst Kirsch: Faller Konfitüren in Utzenfeld
Ob Badische Schwarzkirsche, Sauerkirsche oder viele weitere Früchte wie Waldheidelbeere und Bühler Zwetschge: Schon seit der Unternehmensgründung im Jahr 1913 werden die Fallerschen Konfitüren nach alter Tradition in kleinen Mengen im offenen Kupferkessel gekocht und von Hand gerührt, um den natürlichen Eigengeschmack der verwendeten Früchte bestmöglich zu erhalten. Zur Qualität der Aufstriche tragen auch die kurzen Lieferwege bei. Noch heute bezieht Faller große Mengen an Früchten und Beeren aus dem benachbarten Kaiserstuhl und dem Markgräflerland. Zu den Landwirtinnen und -wirten pflegt der familiengeführte Betrieb in Utzenfeld im südlichen Schwarzwald oft langjährige Beziehungen. www.fallerkonfitueren.de
Kirschwasser und noch viel mehr: 300 Jahre Brennrecht im Schwarzwald
Kirschwasser ist eines der kulinarischen Aushängeschilder der Ferienregion. Insbesondere das Renchtal blickt auf eine traditionsreiche Brennkultur zurück – seit 300 Jahren prägt das Brennrecht die Region, ihre Menschen und ihre Genussvielfalt. Es geht zurück auf eine Entscheidung des Straßburger Fürstbischofs Armand Gaston de Rohan, der 1726 seinen bäuerlichen Untertanen im Amt Oberkirch erlaubte, Früchte zum Eigengebrauch zu brennen: Die Landwirte konnten ihre Einkünfte aufbessern, die Wirtschaft in der Region wurde gestärkt und es flossen Steuergelder in seine Kasse. Diese bis heute lebendige Brenntradition ist etwa auf dem „Brennersteig“ und bei den „Heimattagen Ba-Wü“ in Oberkirch zu entdecken. Allein in Oberkirch mit 21.000 Einwohnern sind rund 700 Hausbrennereien registriert – damit gilt Oberkirch als heimliche „Brennhauptstadt“ Europas. Zum Jubiläum 2026 haben die Oberkircher Brenner einen gemeinsamen Edelbrand auf den Markt gebracht, eine Kirschwasser-Cuvée mit den erlesensten Tropfen der Region, abgefüllt und verfeinert bei der Edelobstbrennerei Fies im Ortsteil Ringelbach. www.brenner-schwarzwald.info und www.heimattage2026.de
Heimische Früchte einer neuen Generation: Die Kooperation „Jungland“
Die Schwarzwälder Brenner sind innovative Traditionsbewahrer: Sie verarbeiten nicht nur Obst von Streuobstwiesen, sondern ermöglichen somit den Erhalt einer uralten Kulturlandschaft, die ihresgleichen in Europa sucht. Die Edelobstbrennerei Fies aus Oberkirch-Ringelbach hat unter Geschäftsführer Joachim Neymeyer vor rund fünf Jahren eine bemerkenswerte Allianz mit einer neuen Generation von Landwirten geschlossen. „Jungland“ heißt die Initiative: Darin verpflichten sich Obstbauern, alte Sorten wiederanzubauen und bekommen im Gegenzug eine Abnahme- und Preisgarantie. Jürgen Kimmig ist ein solcher „Jungländer“. Sein Vater hat am Ende noch zwei Hochleistungssorten angebaut, er selbst ist zu einer Vielfalt von alten Brennkirschen zurückgekehrt, die so wunderbare Namen tragen wie „Schwarze Schüttler“ oder „Rencher Wegkirsche“. „Ihr Aroma ist umwerfend, außerdem sind sie auch krankheits- und schädlingsresistenter“, sagt Kimmig. Zu den weiteren Kirschen-Produzenten (die teils auch noch viele andere Früchte anbauen) gehören u.a. Nico Leininger aus Auggen im Markgräflerland, Michael Busam aus Erlach bei Straßburg, Henrik Kopp aus Oberkirch-Haslach sowie Christoph Spraul, Wolfgang Hund und Daniel Spraul vom „Agrar Team Renchtal“. www.jungland.de
„Kaiserstühler Landeis“ mit regionalem Charakter
Dass der Kaiserstuhl mehr kann als Wein, beweist die kleine Eismanufaktur „Kaiserstühler Landeis“: Hier entstehen handwerklich hergestellte Eiskreationen mit regionalem Charakter – allen voran das Kirscheneis, das zu den Klassikern des Hauses gehört. Hinter der Manufaktur steht Familie Bury, die am Standort Königschaffhausen einen Familienbetrieb mit Hotel, Eismanufaktur und Café führt. Inhaber Edwin Bury, gelernter Koch und Eiskonditor, produziert gemeinsam mit Juniorchef Mario Bury und einem kleinen Team um eine Konditorin und Eismacherin feine Eissorten. Die Milch und Sahne stammen von Erzeugern aus dem Umland oder der Schwarzwaldmilch, Obst und Früchte – soweit möglich – direkt vom Kaiserstuhl. So trägt etwa das Kirscheneis die Aromen und Tradition rund um Königschaffhausen in sich – geprägt von dunklen Süßkirschen und feinem Kirschwasser. Künstliche Aromen oder Fertigmischungen kommen bei „Kaiserstühler Landeis“ nicht zum Einsatz – stattdessen entstehen in der Manufaktur zehn Eisvarianten auf Basis von Milch und Fruchtpürees mit reduzierter Süße und natürlicher Intensität. Wer das Eis direkt vor Ort genießen möchte, kann dies im „Kaiserstühler Landeis Café“ in Oberrotweil tun. www.eismanufaktur-baden.de
Blütenwanderung rund um Endingen
Tausende von Kirschbäumen zwischen Königschaffhausen und Kiechlinsbergen im nördlichen Kaiserstuhl bieten eine unvergessliche Kulisse für eine Blütenwanderung: Auf dem rund acht Kilometer langen Weg können kleine und große Wanderer das Frühlingserwachen intensiv erleben. Wer vorab den Wanderrucksack mit regionalen Spezialitäten füllt, kann seine Vesperdecke gleich unter den Obstbäumen ausbreiten. Genussvoll wird es nach Voranmeldung auch am 11. und 12. April 2026: Entlang der Strecke warten fünf Stationen mit kulinarischen Köstlichkeiten und den passenden Weinen aus den Kellern von Königschaffhausen und Kiechlinsbergen auf die Wanderer. Erwachsene zahlen 70 Euro, Tickets unter www.koenigschaffhausen-am-kaiserstuhl.de
Streuobstwiesen und römische Zeugnisse am „Kirschbaumpfad“
Seinen vollen Zauber entfaltet der „Kirschbaumpfad“ im Kaiserstuhl am Westrand der Ferienregion Schwarzwald in den Frühlingsmonaten. Auf rund 18 Kilometern führt er durch Streuobstwiesen mit imposanten Hochstämmen von Sasbach nach Riegel. Der Pfad verläuft parallel zu alten keltischen und römischen Handelsverbindungen und Ansiedlungen, Reste davon sind noch am Limberg und bei Riegel zu bestaunen. Rast machen kann man auch unter dem riesigen „Kaiser-Stuhl“ bei Leiselheim. www.naturgarten-kaiserstuhl.de
Picknick unterm weißen Blütenmeer im Eggenertal
Die Kirschen weisen den Weg – sowohl auf dem Wegesymbol wie auch rund um die kleinen Ortschaften: Das Eggenertal bei Schliengen im Markgräflerland ist geprägt von Abertausenden Kirschbäumen. Die Kirschblüte verwandelt das Tal Anfang/Mitte April in ein weißes Blütenmeer. Unter der Blütenpracht können Familien und Freunde ihre Picknickdecken ausbreiten. Der Rundweg durchs Eggenertal ist auch für geländegängige Kinderwagen geeignet. Er führt etwa 12 Kilometer weit um die kleinen Ortschaften von Niedereggenen, Obereggenen und Schallsingen. Über den aktuellen Stand der Obstbaum-Blüte informiert das „Blütentelefon“ unter Tel. 07631.801517. www.eggenertal.de
Der „Dreikirschenweg“ bei Achern
Besonders eindrucksvoll lässt sich die Kirschblüte rund um Achern auf dem 18,5 Kilometer langen „Dreikirschenweg“ erleben, der durch blühende Obstanlagen sowie über sanfte Hügel und sonnige Weinberge führt. Startpunkt der aussichtsreichen Rundtour in der Nationalparkregion ist der Bahnhof Achern. Von dort verläuft der Weg über Fautenbach ins „Dreikirschendorf“ Mösbach, das alle zwei Jahre im April mit seinem beliebten „Kirschblütenzauber“ ein Fest rund um die Frucht feiert (nächster Termin in 2027). Zahlreiche Obstbauern bieten entlang der Strecke ihre frischen Produkte direkt ab Hof an – von Apfelsaft über Likör bis zur handgemachten Kirschmarmelade. Die Tour begeistert mit stillen Waldpfaden, idyllischen Plätzen wie dem Waldsee Oberachern und weiten Blicken über das Achertal und die Rheinebene bis hinüber ins Elsass. Kulinarische Zwischenstopps bieten der Landgasthof „Grüner Baum“ in Mösbach oder verschiedene Lokale in der Innenstadt von Achern. www.achertal.de
Kirschbäume ohne Ende auch im Durbachtal
Ebersweier ist das „Kirschendorf“ im Durbachtal im mittleren Schwarzwald. Wer sich selbst vom dortigen Kirschbaum-Reichtum überzeugen möchte, sollte den knapp 12 Kilometer langen Rundweg um den Ort ansteuern: Er setzt sich aus drei gut kombinierbaren Wegen zusammen. Ohne große Höhenunterschiede sind die markanten Plätze des Durbacher Ortsteils zu entdecken. Von den Aussichtspunkten am Plauelrainer Köpfle, an der Maiglöckchenhütte sowie an der Kapellenruine St. Anton bieten sich immer wieder sehenswerte Blicke auf die Kirschbäume. Ein Tipp: Beim Blütenwandertag am 19. April 2026 auf einer rund acht Kilometer langen Strecke laden zahlreiche Verpflegungsstationen und Gaststätten zur kulinarischen Rast ein. www.durbach.de
Alles dreht sich um die Kirsche: „Kaiserstühler Kirschenfest“
Nirgendwo im Schwarzwald wird die Kirsche so gefeiert wie in Endingen-Königschaffhausen: Die kleine Gemeinde am Kaiserstuhl ist weit über ihre Grenzen hinaus als „Kirschenparadies“ bekannt. Der Anbau, die Ernte und die Vermarktung der „Chriese“, wie die Kirsche am Kaiserstuhl heißt, hat Tradition in Königschaffhausen und war jahrzehntelang Haupteinkommensquelle vieler Einheimischer. Bereits seit mehr als 60 Jahren lädt Königschaffhausen jedes Jahr am letzten Mai-Wochenende (22.-25. Mai 2026) zum traditionellen „Kaiserstühler Kirschenfest“ samt Wahl der „Kirschenkönigin“ (siehe Meldung unten) ein. Neben zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten und Königschaffhauser Weine bietet das „Kirschenfest“ ein buntes Unterhaltungsprogramm für alle Generationen – am 25. Mai gibt es ab 14 Uhr auch einen Umzug zum 100-jährigen Jubiläum des Musikvereins Königschaffhausen, der auch die Geschichte des Kirschanbaus in Szene setzt. www.kaiserstuehler-kirschenfest.de
Lange Tradition: „Kirschenkönigin“ und „Kirschenprinzessinnen“ am Kaiserstuhl
Im Herzen des Kaiserstuhls steht die „Kirschenkönigin“ mit ihren zwei „Kirschenprinzessinnen“ für Tradition und regionale Identität – eine Institution, die seit über 60 Jahren mit dem jährlichen „Kaiserstühler Kirschenfest“ (22.-25. Mai 2026) in Endingen-Königschaffhausen unlösbar verbunden ist. Die Wahl findet traditionell am Sonntag des Festes statt (24. Mai 2026), wenn die amtierenden Hoheiten in einem kleinen Festzug zum Festplatz geleitet und feierlich verabschiedet werden. Kandidatinnen aus der Region präsentieren sich dem Publikum und die Festbesucher wählen per Eintrittskarte ihre Favoritin. Die neue „Kirschenkönigin“ und ihre Prinzessinnen repräsentieren ein Jahr lang Königschaffhausen und den Kaiserstuhl, etwa bei Veranstaltungen, Messen oder Blütenwanderungen. Die Kirschenhoheiten ehren den historischen Kirschanbau, der hier vor allem in Hochstammobstwiesen stattfand und zahlreiche Familien über Generationen prägte. www.kaiserstuehler-kirschenfest.de
Brauchtum und Erbe: Das „Kirschenmuseum“ in Endingen-Königschaffhausen
Mitten im Kaiserstuhl erinnert das Kirschenmuseum in Endingen-Königschaffhausen daran, welche Rolle die Kirsche für Landschaft, Landwirtschaft und Alltagskultur der Region spielt. In den Räumen im Ortszentrum wird sichtbar, wie eng der Aufstieg des Dorfes mit dem Kirschanbau verknüpft ist. Auf einer bewusst dicht gestalteten Ausstellungsfläche zeigt das Museum historische Geräte und Werkzeuge rund um Pflege, Ernte und Verarbeitung der Kirschen – von hohen Obstleitern und Pflückkörben bis zu landwirtschaftlichen Arbeitsmitteln. Fotografien, Dokumente und Objekte aus Hof- und Dorfleben veranschaulichen, wie prägend die Süßkirsche für viele Familien war. Inhaltlich spannt die Ausstellung den Bogen von der Blüte auf den Streuobstwiesen über die Vermarktung bis zu den Produkten. Handwerkliche Traditionen wie Leitermacherei, Korbflechten oder das Arbeiten mit Kirschbaumholz ergänzen den Blick auf den „Kirschenkosmos“ am Kaiserstuhl. Geöffnet ist das Museum in der Regel an ausgewählten Sonn- und Feiertagen, Führungen sind auf Anfrage buchbar. www.endingen.de
Rezept: Kirschplotzer vom Kaiserstuhl
Sehr typisch für die Region Baden ist der Kirschplotzer, den man auch im Kirschencafé Schmidt in Endingen-Königschaffhausen mit einem Kaffee serviert bekommt. Der Kirschplotzer schmeckt am besten mit Kirschen frisch vom Baum. Zutaten: 1 kg schwarze Süßkirschen, 3/8 l Milch, 250 g Zwieback oder 4 trockene Brötchen, 4 Eier, 90 g Butter, 50 g Zucker, 50 g gemahlene Mandeln, 1 Messerspitze Zimtpulver, 3 EL Kirschsaft, 50 g Mandelblättchen, Fett für die Form. Zubereitung: Die Milch in einem Topf erhitzen. Den Zwieback in kleine Stücke bröckeln und mit heißer Milch übergießen und einweichen lassen. Abkühlen lassen, Eier trennen und das geschlagene Eiweiß unter die Masse heben. 60 Gramm Butter schaumig rühren und die Eigelbe sowie Zucker nach und nach dazugeben. Mandeln, Zimt, Kirschsaft und zum Schluss die Zwieback-Masse hinzufügen. Die Kirschen untermischen. Den Backofen auf 200°C (Gas Stufe 3–4) vorheizen. Eine Auflaufform einfetten. Den Teig einfüllen. Die restliche Butter in Flöckchen darauf geben und mit Mandelblättchen garnieren. 1 Stunde backen. Warm oder kalt mit einer Vanillesauce servieren. www.naturgarten-kaiserstuhl.de
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