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Fünf intensive Tage mit Rucksack und Schlafsack – Hüttentrekking-Tour im Südschwarzwald
Der Morgen beginnt mitten in der Nacht. Müde schäle ich mich aus dem Hüttenschlafsack. Es ist noch dunkel, als ich die Dießlin-Hütte verlasse. Bevor ich auf meiner letzten Etappe ins Tal nach Schönau absteige, will ich noch einmal hoch hinaus. Und bin zu nachtschlafender Zeit um 3 Uhr aufgestanden. Raus und rauf. 400 Höhenmeter sind es zum Gipfel des Berges, auf dem einst die Kelten ihren Sonnengott verehrten. Der Aufstieg zum Sonnenaufgang auf den 1414 Meter hohen Belchen ist die Krönung meiner Hüttenwanderung. Vor fünf Tagen bin ich im Bernauer Hochtal gestartet. Mit Rucksack und großer Vorfreude. Wandern bedeutet für mich Freiheit, Ausbruch aus dem Alltag, den Kopf frei bekommen,…
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Mokka inmitten des Nationalparks Schwarzwald – alljährlich findet beim Grab von Julius Euting am Ruhestein eine alljährliche Kaffeerunde zum Gedenken an den Schwarzwald- und Orientpionier statt
Alljährlich am 11. Juli wird mitten im Nationalpark Schwarzwald arabischer Mokka ausgeschenkt. Ein illustres Ereignis zu Ehren eines Schwarzwald- und Orientpioniers namens Julius Euting (1839-1913), der am Ruhestein bei Baiersbronn seine letzte Ruhestätte fand. Der Kaffee dampft. Aus einer großen Schnabelkanne, erstanden auf einem Markt im Orient, schenkt Ulrich Notz arabischen Mokka aus. Ein Tässchen nach dem andern wechselt den Besitzer, die Nachfrage ist groß, ein starker Kaffee, dreifach aufgebrüht, tut selbst in der größten Hitze dem Gaumen gut. Weit über 100 Gäste drängen sich am Wildseeblick im Nationalpark Schwarzwald. Sie genießen die Aussicht und das ungewöhnliche Catering, das sie hier auf rund 1000 Höhenmetern erwartet. Arabischer Mokka am Ruhestein,…
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Mit Weitblick und Leidenschaft im Einsatz für den Naturschutz: der Schwarzwälder Fotograf Hannes Bonzheim aus Ihringen am Kaiserstuhl
Mit Weitblick und Leidenschaft im Einsatz für den Naturschutz: Hannes Bonzheim sieht in Flora und Fauna eine Schatztruhe der Vielfalt. Er geht nicht nur persönlich voran, sondern möchte durch Vorträge und Aufklärungsarbeit auch eine Art Türöffner sein, um Menschen Verständnis und Liebe für die Natur vor der eigenen Haustür zu vermitteln. Ein Ortsbesuch in Ihringen. Hochgewachsen und mit wachen, neugierigen Augen steht Hannes Bonzheim (Jahrgang 2003) am Bahnhof in Ihringen. Die Kaiserstuhlgemeinde ist seit 2017 sein Zuhause, der gebürtige Freiburger kennt sich bestens aus und steuert schnellen Schritts aus dem Städtchen hinaus in Richtung Weinberge. „Als wir hierhergezogen sind, bin ich alles mit dem Rad abgefahren, die Weinberge hoch und…
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„MaiWein“: Besondere Erlebnisse entlang der Badischen Weinstraße
Mit der Veranstaltungsreihe „MaiWein“ vom 26. April bis 7. Juni 2026 beginnt entlang der Badischen Weinstraße eine Zeit voller Genuss, Lebensfreude und besonderer Erlebnisse rund um den Badischen Wein. Weinproben und spannende Kellerführungen gehören ebenso zum Programm wie stimmungsvolle Weinfeste, Weinwanderungen und unvergessliche Erlebnisse in den Weinlandschaften Badens. Hier kommen zehn Empfehlungen aus dem vollgepackten Kalender. Eine Übersicht aller Termine gibt es unter www.mai-wein-baden.de Wein.Genuss.Erleben: „Ortenauer WeinMarkt“ Die faszinierende Vielfalt der Ortenauer Weine und Winzersekte lässt sich gebündelt beim „Ortenauer WeinMarkt“ am 2. Mai 2026 in der Reithalle Offenburg entdecken: Von 12 bis 18 Uhr gibt es die Möglichkeit für exklusive Verkostungen, persönliche Gespräche mit den mehr als 20 ausstellenden Winzerinnen…
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Dirigent von Weltrang und Intendant des „Schwarzwald Musikfestivals“: Der Baiersbronner Mark Mast
Es gibt diese Momente, die das Leben verändern. Ein solcher Moment war für den Musikstudenten Mark Mast die Begegnung mit Leonard Bernstein 1987. Beim „Schleswig-Holstein Musik Festival“ traf er den Amerikaner – und wusste danach, dass Dirigieren doch ein Beruf sein kann. Jahrelang hatte er gehadert, war schon drauf und dran, alles hinzuschmeißen und das Handwerk eines Schreiners zu erlernen. „Bernstein“, sagt Mark Mast, „hat alles geheilt.“ Auch den Unterschied zwischen Jazz und Klassik, populärer und anspruchsvoller Musik: Alles floss bei ihm zusammen – und bei Mark Mast endlich auch. Das entsprach ganz dem Naturell eines jungen Mannes, der bodenständiger nicht hätte aufwachsen können. 1963 wurde er in Baiersbronn-Mitteltal geboren,…
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Die Schwarzwälder Fernwanderwege „Westweg“, ZweiTälerSteig“ und Albsteig ist die Wanderexpertin Nina Rühlig schon gewandert
Nina Rühlig ist schon immer gern gewandert, seit einigen Jahren ist eine Leidenschaft für längere Fernwanderwege hinzugekommen. Immer wieder nimmt sie sich Zeit dafür, ist meist allein und nur mit Zelt unterwegs, etwa auf dem mehr als 900 Kilometer langen „GR 10“, der die Pyrenäen vom Atlantik zum Mittelmeer durchquert. Die Schwarzwälder Fernwanderwege „Westweg“, „Zweitälersteig“ und „Albsteig“ hat sie auch schon erkundet. Ihre Erfahrungen und ihr Wissen gibt sie in Büchern und Vorträgen weiter – wie also bereitet man sich auf eine Mehrtageswanderung vor und was gibt es dabei zu entdecken? Liebe Nina, was reizt Dich an Fernwanderwegen? Rühlig: Wenn ich mehrere Tage oder gar Wochen zu Fuß unterwegs bin,…
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Modell-Orte für das Projekt „Schwarzwald.Dorf.Hotel. – Albergo Diffuso“ stehen fest
Die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) hat die Auswahl der Modell-Orte für das innovative Tourismuskonzept „Schwarzwald.Dorf.Hotel. – Albergo Diffuso“ abgeschlossen. Nach einem intensiven Bewerbungs- und Auswahlprozess stehen nun fünf Orte fest, die im Rahmen der Umsetzungsplanung bis Ende 2026 begleitet werden: Klosterreichenbach (Ortsteil von Baiersbronn, Landkreis Freudenstadt), Nöggenschwiel (Ortsteil von Weilheim, Landkreis Waldshut), Oberharmersbach (Ortenaukreis), Prinzbach (Ortsteil von Biberach, Ortenaukreis) und Schiltach (Landkreis Rottweil). Im Vorfeld der Auswahl fanden mehrere Informationsveranstaltungen – sowohl vor Ort als auch online – statt, bei denen das Projektkonzept vorgestellt wurde. Das Interesse aus der Ferienregion Schwarzwald war groß, zahlreiche Orte und lokale Akteure informierten sich und zeigten Bereitschaft, solch ein Projekt umzusetzen. Aufgrund der begrenzten…
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Biohacking und Longevity für Körper, Geist und Seele
Der Schwarzwald gilt seit jeher als Synonym für Heilklima, Entspannung und Gesundheit. Traditionelle Bäder und Kuren haben hier seit den Römern eine lange Geschichte, Baden-Baden gehört gar zu den „Great Spa Towns of Europe“ und ist damit UNESCO-Welterbe – doch die Region bleibt nicht stehen: Heute präsentiert sich der Schwarzwald auch als Hotspot moderner Wellnesstrends wie Biohacking und Longevity. Dahinter verbirgt sich eine ganzheitliche Philosophie, die nicht nur die Lebenszeit verlängern, sondern vor allem die Lebensqualität im Alter verbessern möchte. Laut der Deutschen Longevity Gesellschaft stützt sich das Konzept auf vier Säulen: Ernährung, Bewegung, Schlaf und psychisches Wohlbefinden. In der Ferienregion finden sich viele Angebote, die diese Prinzipien aufgreifen. Sie…
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Ursel Lorenz: Die Schwarzwälderin bringt ihren Gästen am Schauinsland das Thema Kräuter nahe
Die Sonne scheint, der Tau glänzt auf den Wiesen, der Regen der letzten Tage hat der Natur gut getan – ein perfekter Tag für eine Kräuterwanderung auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland. Die Schwarzwälderin Ursel Lorenz wartet vor dem Hotel »Die Halde« auf knapp 1200 Metern Höhe auf ihre heutigen Gäste. Mit Ursel (Jahrgang 1958) ist man gleich per Du, sie begrüßt die Gruppe mit einem warmen Lächeln und einer Ausstrahlung, die sofort Vertrauen schafft. »Jede Wanderung ist anders«, erzählt sie. Es blühen je nach Saison unterschiedliche Pflanzen, mal sorgt das Wetter für eine Überraschung – aber vor allem sind es die Menschen, die jede Tour einzigartig machen. Manche fragen viel,…
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Der Schwarzwald als Trainings- und Entspannungsort: die Extremkletterer Daniela und Robert Jasper
Schon als Kind reichten die 15 Meter hohen Tannenwipfel irgendwann nicht mehr aus. Im wilden, tief eingeschnittenen Schlüchttal bei Ühlingen-Birkendorf im Südschwarzwald spielte der kleine Robert »Bergsteiger auf Expedition« in den Schneewechten. Mit Anfang 20 hatte der heutige Profi-Alpinist bereits mehr als 100 der schwierigsten Routen in den Nordwänden der Alpen im Alleingang durchstiegen – einige davon als Erstbegehung. Robert Jasper, 1968 in Waldshut geboren, war einer der ersten staatlich geprüften Berg- und Skiführer aus dem Schwarzwald. Er klettert also seit fünfzig Jahren und reist noch immer für ausgewählte Expeditionen um die ganze Welt – ins Everest-Gebiet im Himalaya, nach Feuerland oder Grönland. In diesem Frühjahr zog es ihn nach…