Kunst & Kultur

Zwischen Trost und Ungewissheit: Erste Einzelausstellung von Maja Zipf bei „Sprengel@feinkunst“ in Hannover

Was kann ein Objekt heute sein – in einer Gegenwart, die zwischen Klimakrise, Erschöpfung und Dauerkrise pendelt? Die Künstlerin Maja Zipf schlägt eine Antwort vor: Skulpturen als emotionale Begleiter.

Vom 18. April bis 5. Juli 2026 zeigen das Sprengel Museum Hannover und feinkunst e.V. die Ausstellung „Emotional Support Objects“. Es ist die erste institutionelle Einzelausstellung der niedersächsischen Bildhauerin.

In den Räumen von feinkunst in der hannoverschen Roscherstraße zeigt Zipf Arbeiten in unterschiedlichen Medien, darunter Keramik, Fotografie und Video. Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle Objekte in einer von Krisen geprägten Gegenwart spielen können: Zipf versteht ihre Skulpturen als emotionale Begleiter – nicht funktional, sondern als Projektionsflächen für individuelle Erfahrungen, Unsicherheiten und nicht zuletzt Hoffnungen.

Formal erinnern ihre Arbeiten an organische Strukturen – an Unterwasserwelten, ferne Planeten oder Mikroorganismen. Inhaltlich verhandeln sie das Verhältnis von Mensch, Natur und Industrie und reagieren auf Themen wie Klimakrise, gesellschaftlichen Druck zur Selbstoptimierung und kapitalistische Strukturen.

Der Arbeitsweise von Maja Zipf schreibt Niefanger eine ausgeprägte Experimentierfreude und Offenheit zu. Zipf arbeitet prozessorientiert: Sie erprobt künstlerische Techniken und Materialien und überführt vertraute Elemente in neue Kontexte. Im Mittelpunkt steht dabei der Versuch als künstlerisches Prinzip.

Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Sprengel@feinkunst“, einem Kooperationsformat zur Förderung junger Gegenwartskunst. Dieses Jahr findet die achte Auflage statt.

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