IHK vernetzt Unternehmen mit Spitzenforschung
„Unser Ziel ist es, Wirtschaft und angewandte Wissenschaft eng miteinander zu verbinden und so Innovationen schneller in die Praxis zu bringen“, betonte Kirsten Hirschmann, Präsidentin der IHK Heilbronn-Franken, in ihrer Begrüßung. Im Zentrum der Veranstaltung standen deshalb auch neben Impulsvorträgen der direkte Austausch und das Erleben von KI-Anwendungen. An zahlreichen Ständen präsentierten die beteiligten Fraunhofer-Institute Demonstratoren und konkrete Praxisbeispiele, teilweise gemeinsam mit Unternehmenspartnern. Die Teilnehmenden nutzten intensiv die Gelegenheit, mit Wissenschaftlern sowie Anwendern ins Gespräch zu kommen und eigene Fragestellungen zu diskutieren.
In seiner Keynote hob Prof. Dr. Wilhelm Bauer (Fraunhofer HNFIZ) die wachsende Bedeutung von KI für die Wettbewerbsfähigkeit hervor: „Künstliche Intelligenz ist mittlerweile in den meisten Unternehmen angekommen und bringt spürbare Fortschritte.“ Er empfahl den Unternehmensvertretern fokussiert bei dem Thema vorzugehen und bis Jahresende ein konkreten Anwendungsfall umzusetzen.
Auch die weiteren Impulse zeigten, dass die KI-Entwicklung rasant voranschreitet. So gehen die Experten davon aus, dass bis 2028 rund ein Drittel der Software agentenbasiert sein wird. Im Bereich KI und Robotik wird bis 2030 ein starkes Wachstum erwartet. Thomas Renner (Fraunhofer) verdeutlichte die Dynamik insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau. Durch agentische KI-Systeme könnten Serviceprozesse künftig deutlich stärker automatisiert werden. „Wir sehen hier Potenziale für Self-Service-Quoten von 40 bis 70 Prozent“, so Renner. Gleichzeitig betonte er, dass KI im Innovationsbereich vieler Unternehmen noch unterrepräsentiert sei und hier nachhaltige Wettbewerbsvorteile entstehen könnten.
Einen wichtigen Gegenpol setzte Katharina Hochfeld (Fraunhofer CeRRI), die den Faktor Mensch und Management in den Fokus rückte. Sie machte deutlich, dass Unternehmen aktuell mit einer Vielzahl paralleler Transformationen konfrontiert seien, die stärker ganzheitlich gedacht werden müssten. Auch die wirtschaftlichen Aspekte wurden diskutiert. Zwar gebe es derzeit einen intensiven Wettbewerb unter den großen Anbietern, gleichzeitig steigen die Kosten der Tokens deutlich.
In der abschließenden Gesprächsrunde richtete IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring den Blick gezielt auf die Perspektive der Unternehmen: „Für die Betriebe ist entscheidend, welche konkreten Empfehlungen sich ableiten lassen und mit welchen Kosten sie rechnen müssen.“
Beim anschließenden Networking, unter anderem im Rahmen der „Management Journey“, vertieften die Teilnehmenden die Gespräche, knüpften neue Kontakte und nahmen zahlreiche Impulse für die eigene Unternehmenspraxis mit.
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