Energie- / Umwelttechnik

Gemeinsam Zukunft gestalten: DEN-Mitgliederversammlung 2026

Mit der Wahl eines neuen Verwaltungsrats hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Energieberater-Netzwerks (DEN) e.V. am vergangenen Donnerstag die Weichen für die zukünftige Ausrichtung des Verbandes gestellt. Mitglieder aus ganz Deutschland nahmen an der hybrid durchgeführten Veranstaltung in Frankfurt am Main teil. Neben der Wahl und dem Rückblick auf die Erfolge des vergangenen Jahres wurde auch der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Abgerundet wurde das Treffen durch zwei anspruchsvolle Fachvorträge aus dem Kreis der Mitglieder. „Ich freue mich sehr, dass wir in unserem Netzwerk so viel Expertise vereinen, dass wir neue wie erfahrene Mitglieder für den Verwaltungsrat haben begeistern können und gestärkt in das kommende Jahr gehen“, resümiert Jutta Maria Betz, Vorsitzende des DEN.

Neu gewählter Verwaltungsrat

Der neu gewählte Verwaltungsrat wird sich in den kommenden Wochen konstituieren und den Vorstand mit Blick auf die strategische Ausrichtung des Netzwerks beraten. Das 19- köpfige Gremien freut sich dabei über drei neue Gesichter.  

Jan Lautenschläger ist Bautechniker und seit mehr als 20 Jahren in der Branche tätig. Er bringt umfangreiche Erfahrungen aus der Praxis sowie ein breites technisches Fachwissen mit. Er möchte die regionale Vernetzung der Mitglieder in Hessen stärken, den fachlichen Austausch fördern und kann sich für Wassersport begeistern. Auch Max Ochsenfarth ist gerne auf dem Wasser unterwegs. Er war lange in der Wissenschaft tätig und verfolgt in seinem Ingenieurbüro einen holistischen Ansatz, möchte mit Sachverstand und Erfahrung die Energiewende -besonders in Bayern- voranbringen. Andreas Strecker hat eine ähnliche Biografie, war lange wissenschaftlicher Mitarbeiter, hat sich unter anderem mit Geothermie und Fernwärme auseinandergesetzt. Als Energieberater und Verwaltungsratsmitglied möchte er die Vernetzung der Mitglieder voranbringen und das Projekt „Berufsbild“ stärken. Derzeit studiert er noch einmal in Weimar, freut sich als begeisterter Fußballfan gegenwärtig über die Weltmeisterschaft.

Die meisten Stimmen hat Hermann Dannecker, Ehrenvorsitzender, auf sich ziehen können. Er begleitet das DEN schon seit der Gründung, möchte in Zukunft das Thema Contracting voranbringen und das Netzwerk europäischer aufstellen.

Wissenschaftlich fundierte Verbandsarbeit

Neben der Wahl des Verwaltungsrats stand besonders die neu besetzte wissenschaftliche Abteilung GRE im Fokus. Sie soll das politische Wirken des Vereins stärken und dem Netzwerk ermöglichen, Themen frühzeitig und selbstbestimmt in einem breiteren Kontext zu beleuchten. Ganz in diesem Sinn hat man im vergangenen Jahr den Kontakt zu zahlreichen Universitäten und Instituten vertieft und sich um Forschungsprojekte und Gelder bemüht. Es sei ein langwieriger Prozess, viele Projekte seien noch in der Entstehungsphase wie Dr. Florian Wiegandt, wissenschaftlicher Mitarbeiter, betonte. Dennoch konnte er Einblick in zwei bereits laufende Projekte geben.

So arbeite die GRE gemeinsam mit dem Kooperationspartner FIW an einer Studie über die Analyse von verbrauchsbasierten Monitoring-Daten nach Abschluss energetischer Sanierungsmaßnahmen. Man wolle betrachten, welchen Einfluss eine Sanierung auf beide Größen hat. Die Mitglieder sind eingeladen, ihre Datensätze gegen eine Vergütung mit der GRE zu teilen.

Weiter nahm Dr. Wiegandt auf ein Projekt mit der dena Bezug. Die GRE hatte sich hier in einer Ausschreibung durchgesetzt und erstellt nun mit einigen versierten Mitgliedern, Arbeitsmaterialen für den Lehrgang für Energieeffizienz in der Wirtschaft (EEW). Derzeit bietet allein die DEN-Akademie diese Weiterbildung an.

Voneinander lernen: Anspruchsvolles Rahmenprogramm aus dem Netzwerk

Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Peter Preisendörfer, erneut gewähltes Verwaltungsratsmitglied und derzeitiger Landessprecher Hessen. Er diskutierte unterschätzte Herausforderungen bei der Planung von Wärmepumpen, macht auf versteckte Kosten aufmerksam und erklärte, dass eine Wärmepumpe auf jeden Fall einen neuen hydraulischen Abgleich braucht. Er hat auch dargelegt, wie sich mit unterdimensionierten Wärmepumpen Effizienzgewinne heben lassen. (Wer hier mehr wissen möchte, dem sei das Seminar Heizlastberechnung und Auslegung von Wärmepumpen mit Software „Hydraulischer Abgleich“ (Bially) ans Herz gelegt)

„Es war ein inspirierender Tag. Die Mitglieder haben uns als Vorstand entlastet und unserer Arbeit eine gute Grundlage gegeben“, erklärt Betz. „Mit einem neu gewählten Verwaltungsrat, einem klaren Plan für die Zukunft und einer starken wissenschaftlichen Abteilung im Rücken sind wir bereit für die anstehenden Herausforderungen.“

Über den Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss über 1.300 Ingenieur/innen, Architekt/innen und Techniker/innen. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizien ten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.

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