Vom Audit zur Strategie: Warum Energiemanagement für Düsseldorfer Betriebe wichtiger wird
Was heute gilt – und was sich ändern soll
Nach geltendem Recht müssen grundsätzlich alle Unternehmen, die keine kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU) sind, alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen. Zusätzlich verpflichtet das EnEfG Unternehmen mit einem durchschnittlichen Jahresenergieverbrauch von mehr als 7,5 Gigawattstunden zu einem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS. Je nach Verstoß können Bußgelder von bis zu 100.000 Euro drohen.
Der Ende Juni 2026 vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf stellt dieses System um; Bundestag und Bundesrat befassen sich voraussichtlich bis zum Herbst damit. Künftig soll allein der tatsächliche Verbrauch zählen: Die Energieaudit-Pflicht soll ab einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch von 2,77 Gigawattstunden pro Jahr greifen, gemessen am Schnitt der letzten drei Jahre – unabhängig von der Unternehmensgröße. Das bisherige KMU-Privileg entfällt damit. Im Gegenzug soll die Schwelle für die Pflicht zum Energiemanagementsystem von 7,5 auf 23,6 Gigawattstunden steigen. Die Novelle ist noch nicht in Kraft; bis dahin gilt das bestehende Recht unverändert weiter.
Wer künftig betroffen wäre
Die Umstellung verschiebt die Aufmerksamkeit in Richtung energieintensiver Mittelständler: Betriebe, die bisher als KMU von der Audit-Pflicht ausgenommen waren, aber mehr als 2,77 Gigawattstunden verbrauchen, könnten erstmals auditpflichtig werden. Gerade in den Düsseldorfer Industrie- und Gewerbegebieten wie Reisholz oder Lierenfeld erreichen produzierende Unternehmen und Logistikbetriebe die maßgeblichen Verbrauchsschwellen häufig schneller als klassische Bürostandorte. In den Gesamtendenergieverbrauch fließen dabei nicht nur Strom, sondern auch Erdgas, Fernwärme und Kraftstoffe ein – eine Schwelle, die etwa Produktionsbetriebe, Hotels oder Logistikunternehmen mit Fuhrpark schneller erreichen als gedacht. Umgekehrt würden Unternehmen zwischen 7,5 und 23,6 Gigawattstunden von der Pflicht zum Managementsystem entlastet. Wer unsicher ist, wo der eigene Betrieb steht, sollte zunächst die Datengrundlage klären. Ein Energieaudit in Düsseldorf liefert dafür eine belastbare Bestandsaufnahme über alle Energieträger hinweg.
Das Energiemanagementsystem als Ausweg aus der Audit-Pflicht
Ein Punkt bleibt in beiden Rechtswelten gleich: Wer ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS betreibt, ist von der Energieaudit-Pflicht befreit. Statt alle vier Jahre eine punktuelle Prüfung zu durchlaufen, erfassen und optimieren diese Unternehmen ihre Energieflüsse kontinuierlich – nach dem Kreislauf aus Planung, Umsetzung, Kontrolle und Verbesserung. In der Praxis genügen oft schon wenige gezielte Maßnahmen wie die Optimierung von Druckluftsystemen, LED-Umrüstung oder Lastmanagement, um den Energieverbrauch um 10 bis 25 Prozent zu senken. Hinzu kommt: Für energieintensive Betriebe bleibt ein zertifiziertes System Voraussetzung für staatliche Entlastungen wie die Strompreiskompensation.
„Die Diskussion um Schwellenwerte greift zu kurz. Ein Energiemanagementsystem ist kein Instrument zur Pflichterfüllung, sondern ein Steuerungswerkzeug. Es zeigt Woche für Woche, wo Energie und damit Geld verloren geht", sagt André Heid, Geschäftsführer der Heid Energieberatung. „Gerade Betriebe, die durch die geplante Reform erstmals in eine Prüfpflicht rutschen, sollten die Gelegenheit nutzen, das Thema gleich strategisch aufzusetzen statt nur formal."
Förderung deckt bis zu 45 Prozent der Kosten
Der Einstieg wird staatlich unterstützt: Über die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft bezuschusst das BAFA Energiemanagement-Software, Messtechnik, Sensorik und Schulungen – mit 45 Prozent der Investitionskosten für kleine, 35 Prozent für mittlere und 25 Prozent für große Unternehmen. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden; das Programm läuft nach aktuellem Stand bis Ende 2028.
Unabhängig davon, wann und in welcher Form die Novelle in Kraft tritt: Verlässliche Energiedaten sind die Grundlage jeder Entscheidung – ob für ein Audit, ein Managementsystem oder Investitionen in Effizienz. Die Heid Energieberatung Düsseldorf unterstützt Unternehmen von der ersten Verbrauchsanalyse über das Energieaudit nach DIN EN 16247 bis zur Einführung eines Energiemanagementsystems samt Fördermittelabwicklung.
Über Heid Energieberatung in Düsseldorf
Die Heid Energieberatung zählt zu den führenden Fachunternehmen für Energieeffizienz in Deutschland. Mit über 220 zertifizierten Energieeffizienz-Experten auf der Liste der Deutschen Energie-Agentur (dena) unterstützt das Unternehmen jährlich zahlreiche Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Auftraggeber bei der energetischen Optimierung. Das Leistungsspektrum reicht von Energieaudits und Sanierungsfahrplänen über Fördermittelberatung bis hin zur energetischen Baubegleitung. Die Berater sind für Förderprogramme von BAFA und KfW zugelassen und kombinieren energetisches Fachwissen mit umfassender Gebäudekompetenz. Gegründet 2005 von André Heid, ist das inhabergeführte Unternehmen heute bundesweit tätig – auch in Düsseldorf profitieren Kundinnen und Kunden von der langjährigen Erfahrung und fachlichen Kompetenz der Heid Energieberatung.
Weitere Informationen: https://www.heid-energieberatung.de/Duesseldorf/
Heid Energieberatung Düsseldorf
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40221 Düsseldorf
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