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Die 10-Prozent-Regel: Warum Fassadenarbeiten in Bremen mehr auslösen können als geplant
Wer Putz erneuern oder Fenster tauschen lässt, löst unter Umständen gesetzliche Mindeststandards aus. In Bremens geschlossenen Altbauzeilen wird die Grenze schnell überschritten. Was § 36 GModG verlangt Das Gebäudemodernisierungsgesetz kennt keine Pflicht, ein bestehendes Wohngebäude ohne Anlass energetisch zu sanieren. Sobald aber Außenbauteile erneuert, ersetzt oder erstmals eingebaut werden, müssen die bearbeiteten Flächen die Höchstwerte der Anlage 7 einhalten. Für Außenwände liegt der Wärmedurchgangskoeffizient bei 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Ausgenommen sind Maßnahmen, die nicht mehr als zehn Prozent der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe betreffen. Diese Grenze wird häufig missverstanden: Sie bezieht sich nicht auf das Gebäude insgesamt, sondern jeweils auf Außenwand, Dach oder Fensterfläche für sich genommen.…
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Hausgeld in Augsburg: Warum sagt die Höhe allein so wenig aus?
Für eine Bestandswohnung ohne Aufzug liegt das Hausgeld erfahrungsgemäß häufig zwischen 2,35 und 3,50 Euro je Quadratmeter und Monat. Mit Aufzug, Hausmeisterdienst und größeren Gemeinschaftsflächen sind es eher 3,50 bis 5 Euro, im Neubau mit Tiefgarage und höherer Rücklagenbildung 4 bis 6 Euro. Bei 70 Quadratmetern Wohnfläche ergibt das eine Spanne von rund 165 bis 420 Euro monatlich, bei identischer Wohnungsgröße. Beschlossen wird der Vorschuss, nicht der Plan Über die Höhe entscheidet die Eigentümerversammlung. Der Beschluss betrifft nach § 28 Abs. 1 Satz 1 WEG allerdings nur die Vorschüsse zur Kostentragung und zu den Rücklagen. Den Wirtschaftsplan mit den voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben stellt der Verwalter zu diesem Zweck auf.…
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Immobilienkauf in Dortmund: Welche Lagefaktoren Käufer vor der Zusage prüfen sollten
Dortmund zeigt deutlich, dass eine einheitliche Makrolage sehr unterschiedliche Mikrolagen enthalten kann. Zwischen ruhigen Randlagen, umgenutzten Industriequartieren und dicht bebauten innenstadtnahen Vierteln liegen bei vergleichbarer Bausubstanz große Unterschiede in Preisniveau, Zielgruppe und Wiederverkaufschance. Makrolage und Mikrolage sind zwei verschiedene Fragen Die Makrolage beantwortet, ob ein Markt überhaupt Nachfrage erzeugt: Wirtschaftsstruktur, Bevölkerungsentwicklung, Verkehrsanbindung, allgemeines Preisniveau. Die Mikrolage beantwortet, ob ein einzelnes Objekt innerhalb dieses Marktes überzeugt: Nachbarschaft, Straßenzug, Lärmquellen, Nahversorgung, Parksituation. Beide Ebenen zusammen ergeben die Lage einer Immobilie, wie sie in die Preisbildung eingeht. In Dortmund fällt dieser Unterschied stärker ins Gewicht als in kleineren Städten, weil das Stadtgebiet von stark befahrenen Straßen und Bahnstrecken durchzogen wird. Für Ballungsräume schreibt…
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Stuttgart nach dem GModG: Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz bleibt die entscheidende Pflicht
Seit dem 29. Juli 2026 können Eigentümer beim Heizungsersatz wieder frei zwischen zehn Optionen wählen. Für Stuttgarter Bestandsgebäude rückt damit das Landesrecht stärker in den Vordergrund. Was der Bund gestrichen hat Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wurde am 28. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt verkündet, die Heizungsregelungen gelten seit dem Folgetag. Mit den §§ 71 bis 73 des früheren Gebäudeenergiegesetzes sind die 65-Prozent-Pflicht für neue Heizungen und das bisherige Betriebsverbot für bestimmte ältere Heizkessel ersatzlos entfallen. Wer eine Anlage im Bestand ersetzt, wählt nach § 42 GModG frei aus zehn Optionen; auch reine Gas- und Ölheizungen sind wieder zulässig. Die Kopplung an die kommunale Wärmeplanung ist ebenfalls weggefallen. Warum in Stuttgart trotzdem eine…
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Gewerbeimmobilien in Essen: Welche Unterlagen über die Vermarktungsdauer entscheiden
Hinzu kommt in diesem Jahr eine Frist. Das Gebäudemodernisierungsgesetz wurde am 28. Juli 2026 verkündet. Eine für Gewerbeimmobilien wichtige Änderung tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft. Für Nichtwohngebäude muss ab dann bei Verkauf, Neuvermietung, Verpachtung, Leasing und Vertragsverlängerung ein Energieausweis auf Grundlage einer energetischen Bilanzierung erstellt werden, sofern nicht bereits ein gültiger Energieausweis vorliegt. Ein neuer Verbrauchsausweis für ein Nichtwohngebäude kann nach der bis Ende 2026 geltenden Rechtslage noch bis zum 31. Dezember 2026 ausgestellt werden. Bereits ausgestellte und weiterhin gültige Verbrauchsausweise bleiben grundsätzlich bis zum Ende ihrer Gültigkeitsdauer nutzbar. Was Käufer und deren Berater erwarten Professionelle Erwerber prüfen strukturiert, häufig über einen Datenraum und mit externen Beratern. Gewerbemakler…
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Abschreibung von Gewerbeimmobilien: Was in Leipzig über zwei oder drei Prozent entscheidet
Zwei Leipziger Gewerbeobjekte mit einem Gebäudeanteil von jeweils 500.000 Euro können unterschiedlich abgeschrieben werden: das eine mit 15.000 Euro jährlich, das andere mit 10.000 Euro. Der Unterschied ergibt sich nicht aus Lage oder Zustand, sondern aus der steuerlichen Zuordnung. Drei Voraussetzungen müssen gleichzeitig erfüllt sein Der höhere Satz von drei Prozent ist in § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 EStG geregelt. Er greift bei Gebäuden, die zu einem Betriebsvermögen gehören, nicht Wohnzwecken dienen und für die der Bauantrag nach dem 31. März 1985 gestellt wurde. Alle drei Punkte müssen zusammentreffen. Fehlt einer, gilt der Satz nicht. Für Leipzig ist das eine praktisch bedeutsame Unterscheidung. Rund um das Frachtdrehkreuz…
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GModG in Berlin: Warum der Wegfall der Heizungspflicht die Prüfpflichten nicht berührt
Seit dem 29. Juli 2026 heißt das Gebäudeenergiegesetz Gebäudemodernisierungsgesetz. Die öffentliche Wahrnehmung konzentriert sich auf das, was weggefallen ist, und übersieht dabei die Vorschriften, die der Gesetzgeber unangetastet gelassen hat. Für Berlin ist das besonders relevant: 87,3 Prozent der Wohnungen liegen in Mehrfamilienhäusern. Die Prüfpflichten des GModG greifen bei Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten. Was tatsächlich entfallen ist Die als „Heizungsgesetz" bekannten §§ 71 bis 73 wurden gestrichen. Damit ist die Pflicht entfallen, neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben. An ihre Stelle tritt ein Katalog von zehn Optionen beim Heizungsersatz nach § 42 GModG, aus denen frei gewählt und die auch…
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Zielgruppe statt Reichweite: Was den Immobilienverkauf in Karlsruhe erfolgreich macht
Karlsruhe zählt zu den Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt und ist als Universitäts-, Behörden- und Gerichtsstandort stark vom Mietwohnungsbestand geprägt. Für verkaufende Eigentümer hat das eine Folge, die häufig unterschätzt wird: Bei Eigentumswohnungen und kleineren Mehrfamilienhäusern konkurrieren zwei Käufergruppen um dieselben Objekte. Beide rechnen anders. Entscheidend ist, welche Käufer für eine Immobilie tatsächlich infrage kommen und wie gezielt diese angesprochen werden. Unterschiedliche Käufer, unterschiedliche Schwerpunkte Eigennutzer und Kapitalanleger betrachten dieselbe Immobilie aus unterschiedlichen Perspektiven. Für Eigennutzer stehen häufig Lage, Grundriss, Ausstattung, energetischer Zustand und Modernisierungsbedarf im Vordergrund. Kapitalanleger richten den Blick stärker auf Mieteinnahmen, Bewirtschaftungskosten, Renditepotenzial und langfristige Vermietbarkeit. Eine klare Trennung gibt es allerdings nicht. Eine freie Eigentumswohnung in guter…
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Zwischen Schnäppchen und Sanierungsfall: Gebrauchte Häuser in Nürnberg richtig einschätzen
Wer in Nürnberg ein Haus sucht, landet meist beim Bestand – vom Gründerzeithaus in St. Johannis bis zum Reihenhaus am Stadtrand. Laut Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses wurden 2025 insgesamt 5.621 Kaufverträge registriert. Freistehende Einfamilienhäuser wechselten meist zwischen 390.000 und 1.200.000 Euro den Besitzer, Doppel- und Reihenhäuser zwischen 360.000 und 740.000 Euro. Die Spannen zeigen: Zustand und Modernisierungsgrad entscheiden über sechsstellige Unterschiede. Worauf es bei der Besichtigung ankommt Ein gebrauchtes Haus trägt seine Geschichte in der Substanz. Käufer sollten mindestens zwei Termine einplanen und gezielt prüfen: • Alter von Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen • Zustand von Dach, Fenstern und Heizung, Zeitpunkt der letzten Modernisierung • Feuchtigkeit im Keller, Anzeichen von Schimmel • …
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Vermietete Gewerbeimmobilien in Köln: Warum Käufer die Mietverträge genauer lesen müssen als den Kaufvertrag
Vermietete Gewerbeobjekte wechseln in Köln regelmäßig auch außerhalb institutioneller Transaktionen den Eigentümer. Wohn- und Geschäftshäuser in Ehrenfeld, Ladenzeilen in Nippes, Praxisflächen in Lindenthal oder umgenutzte Gewerbebauten in Ossendorf werden von privaten und gewerblichen Käufern erworben, die keine formalisierte Due Diligence durchführen. Gerade in diesem Segment werden Fehler teuer. Ihre Ursache liegt selten im Kaufvertrag, sondern in den bestehenden Mietverhältnissen. Der Käufer tritt in bestehende Verträge ein Grundlage ist der Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete" nach § 566 BGB, der über § 578 BGB auch für Gewerberäume und Grundstücke gilt. Mit dem Eigentumsübergang tritt der Erwerber an die Stelle des bisherigen Vermieters und übernimmt die sich aus dem Mietverhältnis ergebenden vermieterseitigen…