• Bauen & Wohnen

    Wohnflächenberechnung in Bremen: Wenn 110 Quadratmeter plötzlich nur 95 sind

    Das Altbremer Haus prägt ganze Straßenzüge in Schwachhausen, Findorff oder der Neustadt: schmale Reihenhäuser mit Souterrain, hohen Decken und häufig ausgebautem Dachgeschoss. Genau diese Bauweise macht die Wohnflächenberechnung anspruchsvoll. Souterrainräume, Dachschrägen und nachträgliche Anbauten führen erfahrungsgemäß dazu, dass die tatsächliche Wohnfläche von der im Miet- oder Kaufvertrag angegebenen abweicht. Aus 110 Quadratmetern auf dem Papier können nach korrekter Messung schnell 95 werden. Die Differenz hat handfeste Folgen: für die Miete, die Nebenkosten, den Kaufpreis und die Immobilienbewertung. Was zur Wohnfläche zählt und was nicht Maßgeblich ist in den meisten Fällen die Wohnflächenverordnung (WoFlV), die seit 2004 gilt. Ist im Mietvertrag keine andere Berechnungsmethode vereinbart, wenden Gerichte nach ständiger Rechtsprechung die…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Wie dicht ist Ihr Gebäude wirklich? Was der Blower-Door-Test in Wiesbaden verrät

    Wiesbadens Gebäudebestand ist vielfältig: Gründerzeithäuser im historischen Fünfeck, Villen im Nerotal, Nachkriegssiedlungen in Klarenthal oder Dotzheim und Neubauprojekte im gesamten Stadtgebiet. So unterschiedlich diese Gebäude sind, eine Frage stellt sich bei allen: Wie luftdicht ist die Hülle tatsächlich? Antworten liefert der Blower-Door-Test, ein standardisiertes Messverfahren, das Undichtigkeiten sichtbar macht, bevor sie zu Energieverlusten oder Bauschäden führen. Ein Ventilator, 50 Pascal, ein klares Ergebnis Das Messprinzip ist einfach. Ein leistungsstarker Ventilator wird luftdicht in eine Außentür eingebaut und erzeugt einen Unter- oder Überdruck von etwa 50 Pascal zwischen Innen- und Außenraum. Sensoren erfassen, wie viel Luft nachströmen muss, um diesen Druck konstant zu halten. Je mehr Luft benötigt wird, desto undichter…

  • Bauen & Wohnen

    Erbschaftsteuer auf Immobilien: Wie Erben in Dortmund einen zu hohen Wertansatz des Finanzamts korrigieren

    Wer in Dortmund eine Immobilie erbt, muss damit rechnen, dass der Grundbesitzwert der Immobilie für die Erbschaftsteuer gesondert festgestellt wird. Dieser wird nach den standardisierten Verfahren des Bewertungsgesetzes ermittelt. Je nach Grundstücksart fließen unter anderem Bodenrichtwerte und weitere Daten des örtlichen Gutachterausschusses in die Berechnung ein. Maßgeblicher Bewertungsstichtag ist bei einer Erbschaft grundsätzlich der Todestag. Wo das Verfahren an seine Grenzen kommt Die steuerliche Bewertung ist typisiert und bildet deshalb nicht jede Besonderheit eines einzelnen Hauses vollständig ab. Individuelle wertmindernde Merkmale können unberücksichtigt bleiben oder nicht in ihrem tatsächlichen Umfang erfasst werden. Dazu zählen beispielsweise: • Sanierungsstau, etwa ein feuchter Keller oder eine veraltete Heizungsanlage • eine schwache Energieeffizienz •…

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  • Energie- / Umwelttechnik

    Heizungstausch in Essen: Warum die neue Wahlfreiheit die Entscheidung nicht leichter macht

    Essen steht beim Heizen für eine typische Ruhrgebiets-Konstellation: Fast 80 Prozent des Wärmebedarfs werden laut Kommunaler Wärmeplanung noch durch Gas und Öl gedeckt. Fernwärme kommt auf einen Anteil von rund 16 Prozent. Für viele Eigentümer stellt sich deshalb in den kommenden Jahren die Frage, welches Heizsystem langfristig wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Genau für diese Entscheidung hat sich die Rechtslage gerade grundlegend geändert. Was seit Ende Juli gilt Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wurde am 28. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt verkündet, seine wesentlichen Regelungen gelten seit dem 29. Juli. Die zentrale Änderung: Die bisherige Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist entfallen. Eigentümer haben bei der…

  • Bauen & Wohnen

    Gemischt genutzte Immobilien in Mannheim: Warum Wohn- und Geschäftshäuser eine eigene Verkaufslogik haben

    In den Quadraten, im Jungbusch oder entlang der Mittelstraße in der Neckarstadt-West gehören gemischt genutzte Häuser zum Stadtbild. Wer ein solches Objekt verkaufen möchte, hat es mit zwei Märkten in einem Gebäude zu tun, und das verändert Preisfindung, Käuferkreis und Vermarktung. Zwei Märkte unter einem Dach Ein Wohn- und Geschäftshaus vereint Nutzungen mit unterschiedlicher Logik. Die Wohnungen in den Obergeschossen profitieren in Mannheim von einer stabilen Nachfrage: Die Stadt wächst, der Wohnungsleerstand gilt als gering, und zentrale Lagen bleiben bei Mietern gefragt. Die Gewerbeflächen im Erdgeschoss folgen dagegen eigenen Gesetzen. Ob ein Ladenlokal, eine Praxis oder eine Gastronomiefläche dauerhaft vermietbar ist, hängt von Lauflage, Branche und Umfeld ab, und diese…

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  • Bauen & Wohnen

    Vom Eigenheim zur Rentenstrategie: Immobilien als Altersvorsorge in Düsseldorf

    Selbst bewohnen, vermieten oder zu Geld machen: Eine abbezahlte Immobilie eröffnet im Ruhestand mehrere Wege, gerade in einer Mieterstadt wie Düsseldorf. Entscheidend ist, die Weichen zu stellen, bevor die Liquidität fehlt. Hohe Mieten machen Eigentum im Alter zur Entlastung Düsseldorf zählt zu den teuersten Wohnungsmärkten Nordrhein-Westfalens. Wie in den meisten deutschen Großstädten wohnt die Mehrheit der Haushalte zur Miete, und die Nachfrage in begehrten Lagen wie Oberkassel, Kaiserswerth oder Pempelfort hält das Mietniveau hoch. Für Ruheständler bedeutet das: Die Miete ist häufig die größte monatliche Fixkostenposition, und genau diese entfällt, wenn zum Renteneintritt eine abbezahlte Immobilie zur Verfügung steht. Dass sich Wohneigentum langfristig auszahlt, zeigt eine empirica-Studie für die Landesbausparkassen:…

  • Bauen & Wohnen

    Münchner Immobilienmarkt 2026: Warum sich Kaufpreise und Mieten entkoppeln

    Während sich die Münchner Kaufpreise nach der Korrektur stabilisieren, kennen die Mieten weiter nur eine Richtung. Der neue Marktbericht München 2026 von Heid Immobilienbewertung München ordnet die Entwicklung ein. Der Münchner Immobilienmarkt erzählt derzeit zwei Geschichten gleichzeitig: Auf der Kaufseite haben sich Transaktionsgeschehen und Preise nach der Korrekturphase spürbar stabilisiert, auf der Mietseite verschärft die historisch niedrige Leerstandsquote die Anspannung weiter. Der aktuelle Marktbericht der Heid Immobilienbewertung München zeichnet diese Entkopplung nach und zeigt, warum institutionelle Käufer nach Jahren der Zurückhaltung auf den Markt zurückkehren. „Die Korrektur hat den Münchner Markt nicht geschwächt, sondern auf ein tragfähiges Fundament zurückgeführt", sagt André Heid, Geschäftsführer der Heid Immobilienbewertung. „Die Stadt wächst, der…

  • Bauen & Wohnen

    Immobilie bei Trennung ohne Trauschein: Was unverheiratete Paare in Karlsruhe wissen müssen

    Immer mehr Paare in Karlsruhe kaufen gemeinsam eine Wohnung oder ein Haus, ohne verheiratet zu sein. Geht die Beziehung auseinander, fehlt der rechtliche Rahmen, den das Familienrecht Eheleuten bietet. Wer dann Ansprüche durchsetzen oder fair auszahlen will, braucht vor allem zwei Dinge: Klarheit über die Eigentumsverhältnisse und einen belastbaren Marktwert. Das Grundbuch entscheidet Auch in der Residenz des Rechts, wo Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgericht ihren Sitz haben, unterschätzen viele Paare die nüchterne Rechtslage: Ohne Trauschein gilt bei einer Trennung ausschließlich das allgemeine Zivilrecht. Eigentümer ist, wer im Grundbuch steht, und zwar mit exakt dem dort eingetragenen Anteil. Wer während der Beziehung mehr in Kredit, Umbau oder Unterhalt investiert hat, kann daraus…

  • Bauen & Wohnen

    Sanieren in Aachen: Ohne Luftdichtheit verpufft die beste Dämmung

    Am 28. Juli 2026 wurde das Gebäudemodernisierungsgesetz im Bundesgesetzblatt verkündet, seine ersten Regelungen gelten seit dem 29. Juli und ersetzen zentrale Vorgaben des bisherigen Heizungsgesetzes. Weniger beachtet wird dabei: Die gesetzlichen Anforderungen an die Luftdichtheit der Gebäudehülle bestehen fort und betreffen in Aachen sowohl Neubauten als auch sanierte Bestandsgebäude. Die öffentliche Debatte um das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) kreist fast ausschließlich um Heizungen: Die 65-%-Vorgabe für erneuerbare Energien entfällt und neue Regelungen für den Heizungstausch sind in Kraft. In der Diskussion geht ein Aspekt unter, der für die Energiebilanz eines Gebäudes mindestens ebenso entscheidend ist: die Gebäudehülle. Denn die effizienteste Heizung nützt wenig, wenn erwärmte Luft unkontrolliert entweicht. Genau hier setzt…

  • Bauen & Wohnen

    Gebäudemodernisierungsgesetz in Kraft: Warum in Hamburg trotzdem eigene Regeln gelten

    Am 28. Juli 2026 wurde das Gebäudemodernisierungsgesetz im Bundesgesetzblatt verkündet, seine ersten Regelungen gelten seit dem 29. Juli. Für Hamburger Eigentümer ist die Lage damit nicht automatisch einfacher geworden: Neben dem neuen Bundesrecht gelten weiterhin die Vorgaben des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes. Kaum ein Gesetz hat Eigentümer in den vergangenen Jahren so beschäftigt wie das Heizungsgesetz. Jetzt ist die Reform Realität: Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz entfällt die bisherige bundesweite Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 & mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Wer in Hamburg daraus folgert, bei der Heizungswahl künftig völlig frei zu sein, übersieht allerdings eine zweite Rechtsebene. Die Hansestadt hat eigene Klimavorgaben, und die gelten unverändert. Was sich auf Bundesebene ändert…