Energie- / Umwelttechnik

Rolls-Royce stärkt Wachstum mit Akquisition von Kinolt

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  • Stärkung der Marktposition von Rolls-Royce bei sicherheitskritischen Anwendungen mit führendem Hersteller von dynamischer unterbrechungsfreier Stromversorgung
  • Produktangebot wird ergänzt und Strategie des Angebots kompletter Lösungen wird beschleunigt
  • Durch Akquisition Kosten- und Ertragssynergien mit mittelfristigem und langfristigem Mehrwert für Anleger erwartet

Rolls-Royce verstärkt sein Angebot an Stromversorgungssystemen für sicherheitskritische Anwendungen mit dem Abschluss der Übernahme von Kinolt S.A., einem in Belgien ansässigen Spezialisten für dynamische unterbrechungsfreie Stromversorgung. Rolls-Royce ist mit seinem Geschäftsbereich Power Systems und der Produkt- und Lösungsmarke MTU bereits ein führender Anbieter für Notstromversorgung – ein Markt, der auch während der Covid-19-Pandemie ein Wachstumsmarkt geblieben ist und von dem in den nächsten Jahren weiteres Wachstum erwartet wird, da Kunden zunehmend das Risiko von Betriebsstörungen weiter minimieren.

Stromversorgungssysteme mit Schwungmassenspeicher werden überall dort eingesetzt, wo stabile Stromversorgung erforderlich ist oder wo ein Stromausfall äußerst sicherheitskritisch wäre, beispielsweise in Rechenzentren und Krankenhäusern oder Produktionsstätten mit sensiblen Prozessen.

Diese Akquisition ist ein weiterer strategischer Schritt des Geschäftsbereichs Power Systems zum Anbieter integrierter Lösungen. Die Technologie der unterbrechungsfreien Notstromversorgung von Kinolt eignet sich besonders für Anwendungen mit beengten Platzverhältnissen, wie zum Beispiel in Stadtgebieten oder bereits vorhandenen Gebäuden. Es ergänzt das MTU-Portfolio für Neubauten von großen sicherheitskritischen Anlagen. Es wird erwartet, dass die Akquisition zu Kosten- und Ertragssynergien führen wird, die für mittel- und langfristigen Mehrwert für die Anleger sorgen werden.

Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems, sagt: "Die durch die Covid-19-Pandemie entstandene, außergewöhnliche Situation hat deutlich gemacht, dass es unabdingbar ist, unterbrechungsfreie Stromversorgung für sensible und kritische Infrastrukturen zu sichern. Grundlegende Dienste wie die medizinische Versorgung oder der weltweite kontinuierliche Internet-Verkehr werden nur so gewährleistet. Ohne unterbrechungsfreie Stromversorgung wäre keine Behörde und kein Unternehmen in einer Krise handlungsfähig."

Die starke Nachfrage nach diesen Lösungen wird auch nach der Covid-19-Pandemie anhalten. Die Akquisition von Kinolt macht Rolls-Royce zu einem bevorzugten Anbieter für Unternehmen und Behörden, die Probleme mit der Energieversorgung hatten und die dieses Risiko künftig vermeiden wollen.

"Wir haben den Vertrag zur Akquisition von Kinolt unterzeichnet, bevor die Auswirkungen von Covid-19 deutlich wurden", fügt Schell hinzu. "Seitdem haben wir die Chancen und Risiken der Transaktion erneut intensiv geprüft. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Argumente für die Übernahme noch stärker als zuvor sind.“

Stromerzeugung ist bereits heute das umsatzstärkste Segment innerhalb des Geschäftsbereichs Power Systems. Er dürfte künftig weltweit der einzige Hersteller sein, der den Kunden alle Komponenten damit und ein komplettes System zur unterbrechungsfreien Stromversorgung im Leistungsbereich von 200 bis 3.200 kVA liefern kann. Die Technologie von Kinolt besteht aus einer Kombination von rotierenden, kinetischen Massenspeichern, einem Dieselmotor und einem Generator, der auch als Elektromotor eingesetzt werden kann. MTU-Motoren von Rolls-Royce werden bereits in der Vergangenheit häufig in den Lösungen von Kinolt eingesetzt. Das zwischen das externe Stromnetz und dem sicherheitskritischen Verbraucher geschaltete Kinolt-System sorgt im Normalbetrieb für Elektrizität mit grundsätzlich stabilerer Spannung und Frequenz als es das öffentliche Versorgungsnetz leisten kann. So wird verhindert, dass Datenserver, computergesteuerte Systeme oder empfindliche Geräte zum Beispiel in Krankenhäusern durch Spannungs- und Frequenzschwankungen ausfallen. Bei einem Stromausfall überbrückt der Schwungmassenspeicher die ersten Sekunden, bevor der Dieselmotor die Last aufnimmt.

"Wir integrieren die Produkte und Systeme unserer neuen Tochtergesellschaft in unser MTU-Produktportfolio", sagt Andreas Görtz, Vice President für Power Generation bei Rolls-Royce. "Unser weltweites Vertriebs- und Servicenetz eröffnet neue Marktchancen für das neue Portfolio. Das wird unsere Marktposition in sicherheitskritischen Anwendungen deutlich stärken.“

Kinolt, mit Sitz in Grâce-Hollogne in der belgischen Provinz Lüttich, firmierte bis Mitte 2019 unter dem Namen Euro-Diesel. Die Transaktion wurde am 1. Juli nach der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden abgeschlossen.

Über die Rolls-Royce Power Systems AG

1. Rolls-Royce geht mit modernsten Technologien voran, um umweltfreundliche, sichere und wettbewerbsfähige Lösungen für den weltweiten Antriebs- und Energiebedarf anzubieten.

2. Rolls-Royce Power Systems mit Hauptsitz in Friedrichshafen beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter. Unter der Marke MTU vertreibt das Unternehmen schnelllaufende Motoren und Antriebssysteme für Schiffe, Energieerzeugung, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie für die Öl- und Gasindustrie sowie Diesel- und Gassysteme und Batteriecontainer für sicherheitskritische Anwendungen, zur Dauerstromerzeugung, für Kraft-Wärme-Kopplung und für Microgrids. Mittelschnelllaufende Motoren aus Bergen treiben Schiffe und Energieanlagen an.

3. Rolls-Royce hat Kunden in mehr als 150 Ländern, darunter mehr als 400 Flug- und Leasinggesellschaften, 160 Streitkräfte, 70 Seestreitkräfte, sowie mehr als 5.000 Energie- und Kernenergiekunden.

4. Der Jahresumsatz 2019 betrug 15,3 Milliarden britische Pfund, davon stammt etwa die Hälfte aus dem Servicegeschäft.

5. 2019 investierte Rolls-Royce 1,45 Milliarden britische Pfund in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterstützt ein weltweites Netzwerk von 29 Universitären Technologie-Centern (UTCs), durch die Rolls-Royce-Ingenieure unmittelbar an wissenschaftlicher Spitzenforschung teilhaben.

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