• Finanzen / Bilanzen

    Möglicher Anspruch auf Bürgergeld in der Zeit der Angehörigenpflege

    Können Menschen, die ihre Erwerbstätigkeit reduzieren oder eine Zeit lang ganz ruhen lassen und etwa eine Pflegezeit nehmen, den Einkommensausfall durch Bürgergeld kompensieren? Wäre das Bürgergeld ein bedingungsloses Grundeinkommen, so wäre diese Frage ganz einfach mit "Ja" zu beantworten. Doch das Bürgergeld ist an Bedingungen gebunden – vor allem an die Bedingung, dass sich die Bezieher um die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit bemühen müssen. Deshalb ist die obige Frage mit "kommt ganz darauf an" zu beantworten. Tipp: Zumindest, wenn Sie einen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 4 oder 5 betreuen, sind Sie im Regelfall nicht verpflichtet, neben der Pflege einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Arbeitsaufnahme gilt dann für Sie als nicht zumutbar. Damit…

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    Teilzeitlohn plus Pflegegeld plus Wohngeld

    Wenn Pflegende Angehörige ihre Arbeitszeit verkürzen und damit weniger verdienen, können sie den Einkommensrückgang vielfach durch den Bezug von Wohngeld beziehungsweise – als Eigentümer – Lastenzuschuss kompensieren. Wohngeld ist eine relativ "komfortable" Sozialleistung. Hier gibt es niedrige Hürden: So prüfen die Ämter nicht, ob ein Auto oder die Größe und Ausstattung der Wohnung angemessen sind. Vermögen spielt beim Wohngeld nur dann eine Rolle, wenn es "erheblich" ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Summe des verwertbaren Vermögens der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder folgende Beträge übersteigt: 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und 30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied. Wenn Ihr verwertbares Vermögen (Verträge zur Alterssicherung werden…

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    Ausgleich des Nettoeinkommensverlustes: Pflegegeld

    Für pflegende Angehörige sieht die gesetzliche Pflegeversicherung, abgesehen vom für maximal zehn Arbeitstage gezahlten Pflegeunterstützungsgeld, – zumindest rechtlich gesehen – keine Geldleistung vor. Es gibt zwar ein "Pflegegeld" – was sich ja zunächst ganz ähnlich wie Elterngeld anhört. Dieses wird aber dem Pflegebedürftigen ausgezahlt. Fünf von sechs Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Die weitaus meisten von ihnen erhalten dabei ausschließlich das frei verwendbare Pflegegeld der Pflegekassen (gegebenenfalls kombiniert mit Tagespflege).  Das Pflegegeld kann von den Pflegebedürftigen frei verwendet werden. Die Verwendung wird nicht kontrolliert. Vorgesehen ist es jedoch für die Finanzierung von Pflege- und Betreuungsleistungen. Beispiel: Die Mutter von Barbara T. erhält wie die meisten Pflegebedürftigen Pflegegeld. Bei ihr sind…

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    Auswirkung einer Arbeitszeitverkürzung auf den Nettolohn

    Egal, auf welche gesetzliche Grundlage sich die Arbeitszeitverkürzung stützt: Einkommensverluste müssen Sie bei einer Arbeitszeitverkürzung in jedem Fall hinnehmen. Diese sind allerdings als Folge des progressiven Steuertarifs geringer als viele denken. Denn wenn das Einkommen sinkt, muss man auch prozentual weniger Steuer zahlen. Wer beispielsweise als Vollzeitbeschäftigter zuletzt monatlich brutto 3.000 Euro verdient hat und seine Arbeitszeit und seinen Bruttolohn um die Hälfe verkürzt, muss beim Nettogehalt "nur" Einbußen von etwa 41 Prozent hinnehmen. Die Einbußen sind – wie untenstehende Tabelle zeigt – besonders niedrig, wenn der neue Bruttolohn durch die Arbeitszeitverkürzung unter die Marke von 2.000 Euro sinkt und damit im so genannten Übergangsbereich mit einer geringeren Belastung durch…

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    Rechtsanspruch auf Arbeitszeitverkürzung

    Wenn Sie als pflegender Angehöriger erwerbstätig sind und Job und Pflege unter einen Hut bringen müssen, haben Sie verschiedene Ansprüche auf Freistellungen oder Arbeitszeitverkürzungen. Die gesetzlichen Regelungen sind kompliziert, laufen aber darauf hinaus, dass Sie in den meisten Fällen einen Rechtsanspruch auf eine Arbeitszeitverkürzung für bis zu zwei Jahre haben. Wenn der Pflegefall eintritt, ist zunächst wichtig, dass Sie die Möglichkeit für eine kurze Beschäftigungspause für zehn Arbeitstage (= in der Regel zwei Arbeitswochen) nutzen. Geregelt ist das in § 2 des Pflegezeitgesetzes. In dieser Zeit gibt es keinen Lohn vom Arbeitgeber, aber Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse des zu pflegenden Angehörigen. Das ist die einzige – wenn auch kurze –…

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    Pflegende Angehörige – welche Hilfen gibt es?

    Eine Demenzerkrankung ist für Angehörige eine unglaubliche Herausforderung. Der Betreuungsaufwand und die emotionale Belastung führen pflegende Angehörige oft an ihre Belastungsgrenze und darüber hinaus. Dabei geht immer wieder Lebensfreude verloren. Es ist wichtig, die Betreuung und die Pflege von Anfang an auf mehrere Schultern zu verteilen und sich gar nicht erst in den Strudel der Überlastung ziehen zu lassen. "Hilfreich ist es schon, wenn sich eine weitere Person um den Papierkram kümmert – das gesamte Antragsprozedere mit der Pflegekasse zum Beispiel. Denn das nimmt viel Zeit in Anspruch", sagt Susanna Saxl-Reisen von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote für Angehörige, die Menschen mit Demenz pflegen. Hier eine Übersicht…

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    Wann sollte eine Person mit Demenzerkrankung ins Pflegeheim?

    Wann der Zeitpunkt für den Umzug in ein Pflegeheim ist, ist eine individuelle Entscheidung. Nicht immer können von Demenz Betroffene von Angehörigen gepflegt werden. Manchmal ist es deshalb schon in einem frühen Stadium ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung notwendig. Doch auch wenn Betroffene lange Zeit von ihren Angehörigen gepflegt werden, gibt es häufig irgendwann den Zeitpunkt, wo der Familie die Kräfte ausgehen. Dann ist der Umzug in ein Heim keineswegs ein Versagen, sondern ermöglicht es den Angehörigen, wieder zu Kräften zu kommen. Welche Versorgungsmöglichkeiten gibt es für Menschen mit Demenz im Pflegeheim? Moderne Heime haben inzwischen spezielle Konzepte für die Pflege und insbesondere für die Betreuung von Menschen mit Demenz…

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    Welche Wohnformen gibt es für Menschen mit Demenz?

    Nicht alle Menschen mit einer Demenzerkrankung können von Angehörigen zuhause betreut und gepflegt werden. Doch wo fühlen sich Menschen mit einer Demenzerkrankung wohl? Welche Wohnform passt zu ihren Bedürfnissen? "Am passendsten ist eine Einrichtung, die in einem lebendigen Quartier verankert ist", sagt Susanna Saxl-Reisen, stellvertretende Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft e.V. Das wäre der Idealfall. Wichtig sei, dass sich die Patienten in einem geschützten Raum frei bewegen können, gleichzeitig beschäftigt sind und einen Alltag erleben. Auch Begegnungsorte sind wichtig, wie zum Beispiel ein Café. Einen solchen Ort kann ein modernes Pflegeheimkonzept bieten, aber auch eine Demenz-Wohngemeinschaft in einem lebendigen Wohnquartier. Tipp: Große Beliebtheit erfährt das Konzept der Haushaltshilfen, die in den…

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    Demenz: Welche finanziellen Hilfen gibt es zur Pflege?

    Menschen, die Pflege benötigen, erhalten Unterstützungen aus der Pflegekasse. Es gibt Zuschüsse für die Pflege zuhause durch Angehörige, für die Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst für die Betreuung in einer Tages- oder Nachtpflege und für die vollstationäre Pflege in einem Heim Es gibt insgesamt fünf Pflegegrade – je höher der Pflegegrad, desto höher die Leistung. Alle Pflegebedürftigen erhalten die gleiche Leistung; ob jemand eine Demenzerkrankung hat oder aus anderen Gründen pflegebedürftig ist, macht keinen Unterscheid. Wichtig zu wissen ist, dass auch ein Nachlassen kognitiver Leistungen, was zunächst vor allem eine Betreuung nötig macht und weniger eine körperliche Pflege, eine Pflegebedürftigkeit darstellt. Angehörige sollen sich also ermutigt fühlen, zu einem möglichst…

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  • Finanzen / Bilanzen

    So viel Geld gibt es für Pflege und Entlastung

    Mehr als 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Demenzerkrankung. Durch den demographischen Wandel werden es in den nächsten Jahrzehnten immer mehr werden. Eine Demenzkrankheit trifft nie nur einen allein – sie betrifft die ganze Familie. Denn Menschen mit Demenz haben einen hohen, stetig wachsenden Betreuungsbedarf, bis sie eines Tages gar nicht mehr allein bleiben können und rund um die Uhr betreut werden müssen. Meist sind es die Angehörigen, die anfangs unterstützend zur Seite stehen und nach und nach immer mehr Anteile der Pflege leisten, oft gelangen sie dabei an ihre Grenzen. Zugleich ist eine Demenzerkrankung ein finanzieller Kraftakt. Denn auch wenn Angehörige anfangs oftmals die Pflege allein stemmen, werden…